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Kritik:
Hangover 3


von Daniel Schmitt

THE HANGOVER 3
(2013)
Regisseur: Todd Philipps
Cast: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Ken Jeong

Story:
Das Wolfsrudel (Bradley Cooper, Ed Helms und Zach Galifianakis) muss sich auf die Suche nach dem international gesuchten Verbrecher Leslie Chow (Ken Jeong) machen, um ihren Freund zu retten...

Kritik:
Im Jahre 2009 gelang Regisseur Todd Phillips mit „Hangover“ der große Komödienerfolg: drei Freunde wachen in Las Vegas ohne Erinnerung, mit einem Baby und einem Tiger im Hotelzimmer auf und müssen herausfinden, was in der Nacht zuvor geschah. Ein irrsinnig lustiger Trip, den man sofort Genre-Klassiker nennen durfte, da er voller guter Lacher, originell und clever war. 2011 folgte mit „Hangover 2“ keine bessere Komödie, aber Philipps gelang es gut, die Geschichte des Wolfsrudels trotz derberer Späße auf gleichem Niveau weiterzuführen. Der dritte und wahrscheinlich letzte Teil könnte nun allerdings auch unter einem ganz anderen Titel starten, da er mit dem Original nicht mehr viel gemein hat.

Alan, gespielt von Zach Galifianakis ist unerträglich geworden, weswegen ihn seine Freunde nach einer Intervention in ein Therapiezentrum bringen möchten. Die Fahrt wird durch den Gangsterboss Marshall, gespielt von John Goodman (Flight, Argo) unterbrochen, welcher kurzerhand einen der vier Freunde entführt und ihn erst wieder freilassen will, bringen sie ihm Leslie Chow, den verrückten Asiaten aus den ersten beiden Teilen.

Das Ausgangsszenario ist vollkommen anders - es muss nicht mehr herausgefunden worden, was nach durchzechter Nacht passiert ist. Generell nicht schlecht, um neuen Wind aufkommen zu lassen, funktioniert hier als Fortführung bzw. Abschluss der Reihe aber nicht. Das finale Abenteuer der ehemals ständig chaotisch-verkaterten verliert seine durchzechten Party-Gänger aus dem Augen und entwickelt sich zur reinen Suche nach Mr. Chow. Als durchgeknallter, bösartiger, aber trotzdem sympathischer Krimineller ist Ken Jeong erneut vollkommen amüsant, insbesondere wenn er auf den ebenso übertriebenen und völlig labilen Alan trifft. Leider wird es zu ausschließlich ihrer Show, die anderen fallen zurück, womit ein dritter Teil nicht mehr notwendig gewesen wäre und man es besser Spin-off genannt hätte. Cooper und Helms wirken gelangweilt und auch Regisseur Phillips weiß abseits der Dauerclowns Chow und Alan nichts sonst zu erzählen. Ein plötzlich ansteigender Gewaltgrad fällt ebenso störend ins Gewicht.

Was jedoch noch immer funktioniert sind die für Hangover typischen abstrusen Situationen, welche zwar nicht mehr für gleichen hysterischen Lachanfälle wie in den vergangen Teilen sorgen, aber durchaus gelegentlich zu unterhalten wissen. Gerade die Musik, die einige lächerlich wirkende Szenen epochal untermalt, ist eine schöne Ergänzung zu dieser, doch spaßigen, Komödie.

Fazit:
„Hangover 3“ bricht mit beinahe allem, was die Reihe groß gemacht hat und fühlt sich daher auch nicht an wie ein dritter Teil. Der Fokus auf Chow und Alan reduziert das Wolfsrudel zu Statisten ihrer eigenen Story und man merkt leider, dass einige der Beteiligten inklusive des Machers nicht mehr voll dabei sind. Wer die „Hangover“- Reihe kennt und liebt wird aufgrund mancher guter Späße dennoch nicht um den dritten Teil herum kommen - mit reduzierten Erwartungen. Für alle anderen empfiehlt es sich jedoch die beiden vorangegangenen Teile gesehen haben, da man sonst viele Witze und Anspielungen nicht verstehen wird.

6 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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