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Kritik:
Inside Llewyn Davis


von Marco Steimels -> Starblight.de besuchen

INSIDE LLEWYN DAVIS
(2013)
Regie: Joel Coen, Ethan Coen
Cast: Oscar Isaac, Carey Mulligan, Justin Timberlake, John Goodman

Story:
New York, 1961. Llewyn Davis ist Vollblut-Musiker, doch leider bleibt der Erfolg aus. Auf der Suche nach dem großen Durchbruch schläft er sich von Couch zu Couch und hinterlässt das pure Chaos.

Kritik:
Die Gebrüder Coen schufen mit Filmen wie The Big Lebowski, True Grit und No Country for Old Men wahre Kultfilme und bringen immer wieder auf´s neue frischen Wind in die Kinolandschaft. Mit Inside Llewin Davis widmen sie sich der Folk-Szene in den frühen 60er Jahren und liefern damit eine Verbeugung an Bob Dylan und Kollegen ab. 

Llewyn (Oscar Isaac) lebt für die Folk-Musik, vernachlässigt dadurch aber alles andere. Obdachlos kommt er auf den Sofas von Freunden und auch Fremden unter. Eines Tages sperrt er aus Versehen sich und die Katze des Wohnungs-Eigentümers aus, weshalb er sich vorübergehend um den ausreißerichen Stubentiger kümmern muss. Zu allem Übel gesteht ihm dann seine gute Freundin Jean (Carey Mulligan) unter wüster Beschimpfung, dass sie von ihm schwanger ist, welche jedoch mit Jim (Justin Timberlake) verlobt ist. Doch trotz dem ganzen Chaos zählt für ihn nur seine Liebe zur Musik.

Inside Llewin Davis ist kein Musik-Film und kein Charakterdrama, sondern vermischt Elemente dieser Genres zu einem skurrilen Potpourri wie es nur die Coen Brüder schmackhaft anzurichten vermögen. Oscar Issacs Charakter wirkt trotz all seiner Unzulänglichkeiten sympathisch und liebenswert. Man entwickelt das Bedürfnis ihn sorgsam aufzunehmen und ihn auf den richtigen Weg zu führen, doch dieser Weg wäre weitaus weniger interessant und unterhaltsam. Während seiner Suche nach Selbsterfüllung und Anerkennung begegnet unser Protagonist vielen skurrilen Personen, wie einem abgehalfterten Jazz-Musiker, gespielt von John Goodman. 

Das Besondere an dem Film sind die ruhigen und bildstarken Szenen, die mit der musikalischen Untermalung erst ihre volle Poesie entfalten und den Zuschauer in ihren Bann ziehen können. Die Figuren sind fast durchweg perfekt besetzt, lediglich Justin Timberlake fühlt sich mehr als deplaziert an.

Fazit:
Inside Llewyn Davis ist ein besinnlicher und emotional einnehmender Film der unbestreitbar die Handschrift der Coens trägt, jedoch nicht das Potenzial zum Kultklassiker hat wie andere Werke aus der Coen-Feder.

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabe

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