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Kritik:
Inside Man


von Christian Mester

Inside Man
(2006)
Regisseur: Spike Lee
Cast: Clive Owen, Jodie Foster

Story:
Dalton Russell (Clive Owen) weiss ganz genau was er tut, als er in eine New Yorker Bank einbricht. Auch der frisch beförderte Cop Frazier (Denzel Washington) kann ihn nicht beeindrucken, sowie die 200 Polizisten und Scharfschützen, die draußen schon Stellung bezogen haben.

Was hat Dalton vor? Wie gedenkt er, da wieder raus zu kommen? Und was hat eine mysteriöse Vermittlerin (Jodie Foster) mit der Sache zu tun, die sich Frazier plötzlich in den Weg stellt?

Kritik:
Für einen Mann wie Spike Lee ist Inside Man ein sehr ungewöhnlicher Film. Eigentlich ist sowas eher was für reine Popcorn- oder Thriller-Spezialisten, aber für einen der stärksten Sozialkritiker im Filmbusiness gerade sowas?

Nun, es finden sich zwar keine derartigen Untertöne im Film (nur verstreut), aber es scheint, als hätte Lee großen Spaß mit dem Projekt gehabt. Kein Wunder sollte man meinen, wenn man so eine erstaunliche Cast zusammenbekommt.

Clive Owen mausert sich mittlerweile zu einem der ganz großen; nach erstklassigen Rollen in Sin City, King Arthur, Hautnah und Entgleist ist der sympathische Brite auch hier wieder gern gesehen - er ist glaubwürdig und stiehlt jede Szene, in der er zu sehen ist.

Auf der anderen Seite haben wir Denzel Washington, der hier sogar unterfordert ist - seine Figur ist relativ gelangweilt und derart routiniert, dass er wenig Gefühle zur Schau bringt. Auch Jodie Foster als mysteriöse Mittelsfigur wirkt fast überbesetzt; in einigen wenigen Szenen kann sie auch kaum zeigen, was sie kann, funktioniert aber dennoch wunderbar.

Spätestens wenn man Willem Dafoe und Christopher Plummer für reine Nebenrollen bekommt, muss das Drehbuch schmackhaft gewesen sein, und das ist es. Im Gegensatz zu vielen anderen Einbruchs-Filmen wie Oceans 11 oder The Heist geht es hier gar nicht so sehr um das Team, um Dramatik oder um das "wie schaffen sie es", sondern um den ganzen Ablauf an sich.

Demnach findet sich auch wenig Spannung, Dramatik oder gar Action - der gesamte Streifen ist ein Feel-Good-Film, den Spike Lee dementsprechend mit leichter Jazzmusik, hellen Aufnahmen und ruhigen Kamerafahrten inszeniert.

Wer sich nun fragt, wieso der Film trotz erstklassiger Regie, grandioser Besetzung und guter Atmosphere diese verhältnismäßig geringe Wertung bekommt, der sollte sich die Konkurrenz ansehen.

In diesem Genre gibt es soviel andere Topfilme, die sich an Spannung, Cleverness, Fun, Action und Entertainmeht überbieten, dass Inside Man an sich einfach nicht genug hat. Trotzdem sehenswert.

Fazit:
Inside Man hält sich für cleverer als er ist, verspricht aber dennoch jede Menge gute Unterhaltung. Die starke Besetzung, allen voran Clive Owen, macht Spaß.

6,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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