BG Kritik:

Insidious Chapter 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang


Hat BG vor 10 Jahren gegründet und seither eine Menge neuer Filme gesehen. War als Redakteur für GameStar und Gameswelt tätig.

Insidious Chapter 3 (US 2015)
Regisseur: Leigh Whannell
Cast: Lin Shaye, Stefanie Scott, Leigh Whannell

Story: Als die junge Schauspielerin Quinn nach einem Autounfall mit diversen Knochenbrüchen daheim im Bett verweilen muss, sieht sie sich bald von gruseligen Insidious Gestalten verfolgt. Hilfe naht in Form des erfahrenen Mediums Elise und der beiden vertrottelten Geisterjäger Specs und Tucker…

Who you gonna call?

Im Dunkeln ist gut Munkeln


Regisseur James Wan hat bislang 5 Horrorfilme gedreht, die alle von sehr gut bis gut tendierten. Saw, Dead Silence, Conjuring, und zweimal Insidious. Sein Busenkumpel Leigh Whannell, der damals eine der Hauptrollen im ersten Saw spielte, schrieb indes Saw 1-3, Dead Silence und die beiden Insidiousse. Als Wan dann loszog, um den mittlerweile dritterfolgreichsten Film aller Zeiten Fast & Furious 7 zu drehen, blieb Whannell bei den Geistern zurück und inszenierte Insidious 3 ohne 3D einfach mal selbst. Regiewechsel und Dreh von einem absoluten Regieneuling sind meist schlechtes Vorzeichen, vor allem da über dem dritten Insidious auch noch das elendige Prequelschild hängt. Oje also? Ist das etwa typisches DVD Sequelfutter wie Wrong Turn 5, das es versehentlich ins Kino geschafft hat?

Glücklicherweise gibt’s gleich zwei angenehme Überraschungen. Insidious 3 mag ein Prequel sein, jedoch macht sich das kaum bemerkbar, jedenfalls nicht störend. Und das andere? Whannell offenbart sich als durchaus fähiger Filmemacher. Sein dritter nimmt es zwar nicht mit den besten Sachen Wans auf, aber locker mit seinen anderen, die ja alle was taugten.

Wie Ghostbusters, nur ohne alle


Rose Byrne und Patrick Wilson sind noch längst nicht betroffen, also fokussiert sich diese Story auf eine Jugendliche, gespielt von Stefanie Scott, die im Bett liegt und sich den Geistern nicht erwehren kann. Im Gegensatz zu den anderen beiden Filmen gibt’s also kein namhaftes Gesicht als Opfer, jedoch konzentriert sich der Film auch nicht lange auf sie. Zum Glück auch nicht auf die sympathischen, aber weiterhin eher unlustigen Möchtegern-Geisterjäger Specs und Tucker (dieses Mal mit Mr. T Irofrisur), sondern stärker auf das gebrandmarkte Medium. Elise, die Byrne und Wilsons Figuren in den ersten beiden Filmen half, stürzt sich hier erneut wacker in die (weiterhin schlecht möbilierte) Parallelwelt, um die ruhelosen Schattenfiguren wieder ins Dunkel zu treiben. Lin Shaye spielt das mit Klasse und übernimmt mit Leichtigkeit die Führung.

Leider ist diese Vorgeschichte bloß ein solider neuer Ableger geworden. Es ist fachmännisch gut inszeniert und hat ein paar gelungene Schauermomente, doch es ist seinen Vorgängern einfach zu ähnlich, ohne je gleichauf intensiv zu gruseln. Stefanie Scotts Quinn bleibt zu uninteressant, vor allem im Vergleich zum Ehepaar aus den ersten beiden Filmen. Aus ihrer eingeschränkten Fluchtmöglichkeit wird nicht viel gemacht und Whannell versucht sich gar nicht erst an einer effektiven Geschichte nach Art Das Fenster zum Hof. Die Geister versuchen sie immer wieder langsam umzubringen, doch ihre Eltern glauben nicht lange, dass sie bloß spinnt und es sich alles selbst antut. Aus diesem möglicherweise interessanten Dilemma wird leider nicht viel gemacht, und so ists recht schnell wieder 0815 Geisterjägereinsatz. Das heißt Funzel an und alleine durch die hauptsächlich schwarz schwarze Parallelwelt stapfen, um den Geistern die Meinung zu geigen. Im Vergleich zu den ersten beiden Insidioussen passiert das dieses Mal sehr geradlinig, ohne größere Wendungen. Schlecht ist das nicht, da immer solide inszeniert, aber ohne echte Neuerungen und mit weniger intensiven Geisterkontakten bleibt der dritte Ausflug weit weniger spannend oder nervenaufreibend. Auch wird wenig mit den Charakteren an sich gemacht. Es wird ein wenig über Elises Vergangenheit aufgedeckt, und es wird gezeigt, wie sie ersten Kontakt zu den späteren Insidious Geistern aufbaut. Das sind leider nur Kleinigkeiten, die Fans der ersten gefallen können, doch gerade vom Autor von Saw hätte man sich hier doch was Originerelles wünschen dürfen.

Interessanter wäre beispielsweise gewesen, zeitlich noch viel weiter zurückzugehen und Elises erste Einsätze als junge Frau in den 60ern zu zeigen. Dann hätte man einen gänzlich anderen Look, und vielleicht hätte die Welt der Dämonen dann auch mal anders aussehen können. Oder zumindest einen völligen Ortswechsel, dass sie zuvor Geister in den Tropen oder dergleichen gejagt hätte. Das größte Manko des Films ist es, dass er seinen inhaltlich und gruselstärkeren Vorgängern zu sehr ähnelt und zu wenig Eigenfarbe hat, um aufzufallen.

Fazit:

Insidious 2 war schon schwächer als der erste Teil. Chapter 3 fällt zwar nicht noch tiefer und bleibt etwa auf gleicher Höhe, aber was sich da in der Finsternis unter dem schwarzen Brautschleier findet, ist bloß ein DLC artiger Zusatz. Nett und kompetent gemacht, aber unwichtig und unbesonders.

5 / 10
10 - Meisterwerk // 8-9 - sehr gut // 6-7 - gut // 5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend // 0-2 - gar nicht mal so gut

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