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Kritik:
Iron Man 3


von Marco Steimels

IRON MAN 3
(2013)
Regie: Shane Black
Cast: Robert Downey Jr., Ben Kingsley, Guy Pearce, Gwyneth Paltrow

Story:
Nach der knappen Weltrettung in Marvel's The Avengers ist Tony (Robert Downey Jr.) nicht mehr derselbe. Von Angstzuständen geplagt, stürzt er sich tief in die Arbeit an neue Suits und bemerkt dabei nicht, dass er seine Frau Pepper (Gwyneth Paltrow) vernachlässigt. Alles ändert sich, als ein Terroristenführer, genannt der Mandarin (Ben Kingsley) dem US-Präsidenten im Fernsehen offen den Krieg erklärt. Kaum, dass er sich versieht, sieht sich Tony alten und neuen Feinden gegenüber und droht, alles zu verlieren...

Kritik:
Nachdem die erste Phase der Marvel Superhelden im Spektakel Avengers gipfelte, führt Shane Black (Kiss Kiss Bang Bang) den Iron Man nun in einen Selbstfindungstrip und läutet damit die Phase 2 ein. Nach der Alien-Invasion in Avengers wird Tony Stark von Albträumen geplagt und verbringt die Nächte damit weiter an seinen Anzügen zu werkeln. Gleichzeitig tritt ein neuer Terrorist namens Mandarin (Ben Kingsley) hervor und droht den USA mit einem Krieg. Als einer von Starks engsten Freunden Opfer des Terrors wird, beschliesst er den Kampf gegen den Mandarin aufzunehmen und muss erkennen, dass er die, die er so liebt, nicht schützen kann. 

Nach einem spektakulären Attentat auf sein Domizil ist Tony Stark auf sich alleine gestellt und muss sich ohne seinen Anzug auf seine Fähigkeiten als genialer Ingeneur berufen. So nimmt er die Spurensuche nach den Drahtziehern auf. Die Ermittlungen führen ihn zu Aldrich Killian (Guy Pearce), den er bereits vor vielen Jahren schon mal traf, als dieser ihn für seine Firma anwerben wollte. Killian hat indes mit einer ehemaligen Geliebten Starks deren Entwicklung an einem Extremis getauften Virus vorangetrieben, der ähnlich wie einst das Supersoldaten Serum Menschen zu unbesiegbaren Kampfmaschinen macht. Der Iron Man bekommt also viel zu tun und das Ganze endet in einem fulminanten Finale in einem Hafen, bei dem man die volle Bandbreite des Stark'schen Arsenals auffahren lässt.

Shane Black inszeniert dies mit einem frischen Blick auf den Playboy, Milliardär und Philanthropen, jedoch ohne das, was die Vorgängerfilme schufen, zu vernachlässigen. Es geht actionreich zu, aber niemals ohne Seele. Geschickt flechtet er Krimi-Elemente in die Story ein und schreckt auch nicht vor Wendungen zurück, die den einen oder anderen Zuschauer eiskalt treffen werden. Dabei wird den Nebencharakteren viel Aufmerksamkeit geschenkt und auch James Rhodes (Don Cheadle), der nun als Iron Patriot für die Regierung arbeitet, ist wieder mit von der Partie. Hier stimmt die Chemie zwischen Tony und James so gut, dass man sich wünscht die Szenen mit den beiden würden nie enden. Pepper Potts bietet einige Überraschungen und Maya Hansen (Rebecca Hall) ergänzt die Frauenpower mit einem handlungsrelevanten Hintergrund. Gewürzt ist das Ganze mit einer wunderbaren Prise Humor, der nie aufgesetzt wirkt und stimmig in die Szenen eingearbeitet wurde.

Iron Man hat nun auch den Sprung in die dritte DImension geschafft, jedoch bietet es nicht so viel für´s Auge wie man hätte erwarten können. Ein paar nette Spielereien mit der Tiefenwirkung, sonst verschwindet es still und heimlich in der Bedeutungslosigkeit. Wenn es vom Kino nicht aufgezwungen wird, kann man es getrost weglassen. Wie bei Marvel üblich gibt es auch hier wieder eine Post-Credit Szene, welche zwar nicht den nächsten Film anteasert, das Gesehene aber sehr rund abschliesst.

Fazit:
Der Regiewechsel hat Iron Man verdammt gut getan! Shane Black webt ein Storygeflecht mit viel Herz und großen Überraschungen, garniert mit einer riesigen Portion Coolness und Action. Ein in sich stimmiges Werk und mit Leichtigkeit das bisher beste Solo-Abenteuer eines Marvel-Helden mit einem großartigen Robert Downey Jr.

9 / 10

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