BG Kritik:

Jack Ryan: Shadow Recruit


von Daniel Schmitt

Jack Ryan: Shadow Recruit (USA 2014)
Regisseur: Kenneth Branagh
Cast: Chris Pine, Kevin Costner, Keira Knightley, Kenneth Branagh

Story:
Frisch für die CIA rekrutiert, bearbeitet der junge Agent Jack Ryan auch schon seinen ersten großen Fall: Verschwörer planen mit Hilfe eines Terroranschlages, die Weltwirtschaft zu ruinieren.

Was haben die Filme "Der Anschlag", "Das Kartell", "Die Stunde der Patrioten" und "Jagd auf Roter Oktober" gemeinsam? Abgesehen davon, dass sie alle auf Buchvorlagen des 2013 verstorbenen Bestsellerautors Tom Clancy basieren - sie sind allesamt besser! Was nicht bedeuten muss, dass "Jack Ryan: Shadow Recruit" allgemein ein schlechter Film ist, aber er darf zur aktuellen Rebootseuche gezählt werden. Ein Symptom dieser unüberlegt rasch zusammengeschusterten, erhofften Wiederbelebungen von Franchise-Reihen ist häufig ein Mangel an Qualität. Das trifft leider auch auf Agent Ryans Rückkehr zu.

Wartet bereits auf Star Trek 13: Chris Pine


Jack Ryan (Chris Pine) ist ein Doktorand in London, als er die Anschläge am 11. September miterlebt. Kurzerhand gibt er seine Doktorandenstelle auf und meldet sich zu den Marines in Afghanistan, wird aber leider bei einem Helikopter-Absturz schwer verletzt. Seine bisherige Arbeit fällt aber dem Offizier Thomas Harper (Kevin Costner) auf, der er ihn für die CIA rekrutiert. Hier soll er verdeckt als Broker ermitteln, um kriminelle Aktivitäten innerhalb der Börse aufzudecken. Dabei stößt er auf eine Verschwörung, die die gesamte westliche Welt ins Chaos stürzen könnte.

Kenneth Branagh, vor der Kamera bekannt durch seine Rolle als Kurt Wallander in „Kommissar Wallander“, verkörpert den Bösewicht und führt auch Regie bei "Jack Ryan: Shadow Recruit". Branagh, der schon bei der Comicverfilmung „Thor“ gezeigt hat, dass er Action kann, schafft es hier rasante und glaubwürdige Actionsequenzen zu visualisieren. Ob ein Zweikampf in einem Hotel oder eine Verfolgungsjagd durch Moskau, beides schafft er spannend zu inszenieren. Diese schnellen Szenen liegen ihm sehr, aber die ruhigen gelingen ihm nicht. Er versucht immer wieder Geschwindigkeit in langsame Sequenzen zu bringen, welche da einfach nichts zu suchen hat. Was in manchmal in unklaren Bildern endet. Auch als Schauspieler überzeugt Branagh nicht. Seine Rolle als böser Klischeerusse, ist leider genau das. Ein viel zu oft gesehenes und nicht sehr gut präsentiertes Klischee.

Shadow Recruit soll eine neue Filmreihe starten


Chris Pine (Star Trek, Carriers) als junger Jack Ryan hingegen ist recht gut gelungen, auch wenn man gegen Ende eher glaubt Captain Kirk zu sehen und weniger Jack Ryan. Davor ist Pines Leistung aber zumindest angemessen. Ryans Wandel vom Analytiker zum Agent, der in fast jedem Jack Ryan Film gezeigt wird, funktioniert hier ebenfalls. Auch wenn Pine bisher nicht an Harrison Ford („Die Stunde der Patrioten“, „Das Kartell“) oder Alec Baldwin („Jagd auf Roter Oktober“) herangekommen ist. Im Cast befindlich, sind auch Kevin Costner als Ryans Mentor und Keira Knightley als Ryans Verlobte Cathy. Beide Rollen sind gut gespielt aber sie fordern die zwei auch nicht viel. Costner kennt die Mentorenrolle bereits. Ernst blicken und ab und an seinen Schützling ins kalte Wasser stoßen. Das hat er wortwörtlich schon als Rettungsschwimmer in „The Guardian“ mit Ashton Kutcher getan.

Was hingegen sehr gut gelingt, ist die Übertragung von Ryans Herkunftsgeschichte in die Neuzeit. Beispielsweise findet sein schicksalhafter Helikopter-Absturz im Afghanistankrieg statt, anstatt bei einer Übung im Mittelmeer. Auf diese Art schafft man es, die Figur Jack Ryan glaubwürdig in die Moderne zu übertragen. Leider offenbart dieser neue Ryan viele erzählerische Schwächen, und diese sind der wirkliche Grund warum er hinter seinen Vorgängern bleibt. Der gesamte Plan der Verschwörer ist weder gut durchdacht, noch schlüssig. Auch überstürzen sich gegen Ende die Ereignisse und ein Klischee jagt das andere. Zudem wirkt Ryans Figur schlagartig Überkompetent, was die Arbeit seiner Kollegen absurd erscheinen lässt und die Spannung heraus nimmt. Diese Entwicklung ist wirklich schade, wenn man bedenkt, dass der Anfang des Films so vielversprechend ausfällt.

Fazit:

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ ist ein guter Actionfilm, der es durchaus versteht Spannung aufzubauen. Leider schafft er es nicht, diese Spannung den gesamten Film über aufrecht zu erhalten, was auch an der schwachen Handlung liegt. Da schaut man sicher lieber noch mal die Klassiker „Jagd auf Roter Oktober“ oder „Das Kartell“ an. Oder liest am besten gleich die Bücher.

6,5 / 10
> Lies alle Meinungen zum Film! (226)


Gleich weiterlesen:


    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

    Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/yeah/kritik/kritikjackryan.php on line 84

  • Fifty Shades of Grey   Christian Mester

  • Birdman   Christian Westhus

  • Maps to the Stars   Christian Westhus

  • The Interview   Daniel Schmitt
bereitsgesehen.de - Lass uns über Filme sprechen! - Home - Kritiken - Community - Specials - Impressum
Copyright 2017 bereitsgesehen.de, alle Rechte vorbehalten
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websites verantwortlich