hauptseite  |  kritiken |  news |  trailer showroom |  jetzt im kino  |  community  |  impressum



 

 

Kritik:
Jumper


von Christian Mester

Jumper
(2008)
Regisseur: Doug Liman
Cast: Doug Liman, Rachel Bilson

Story:
Als Kind entdeckt der Herumtreiber David, dass er die Macht hat, sich jederzeit an andere Plätze zu teleportieren. Er wird zu einem erfolgreichen Dieb und Weltenbummler, bis eines Tages eine mysteriöse Vereinigung Jagd auf ihn macht.

Kritik:
Hayden Christensen kennt man seit der Star Wars Prequeltrilogie, doch für seine hölzerne Performance des jungen Vader erlitt er primär jede Menge Schelte. Jumper sollte dann 2008 sein wirkliches Debüt als Actiondarsteller sein, doch obwohl er sich als Teleporter sehr viel charmanter geben darf als noch als Sith, wird ihm der ganz große Erfolg wohl nicht passieren.

Doug Liman lässt ihn zum recht sympathischen Frechdachs werden, der seine Gabe dafür missbraucht, sich selbst zu bereichern. Der Einsatz der Kräfte ist anfangs sehr unterhaltsam inszeniert, doch schnell offenbart sich, dass Hauptfigur David und seine Freundin Millie nicht die stärksten Charaktere sind. Sie bleibt reichlich eindimensional und stellt David nicht stark genug in Frage, er hingegen macht keinen besonders wirkungsvollen Wandel vom arroganten Dieb zum Weltverbesserer durch. Besser ist der weitere Jumper Griffin, gespielt von Jamie Bell, der eine Vergangenheit voller Zorn mitbringt und David auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Jumper sind selten, und heiß begehrt von einer altertümlichen Sekte, die sich die Paladine nennen. Gegen Mitte des Films tauchen dann auch schon die ersten Schergen dieser auf, angeführt von Samuel L. Jackson (der Christensen bereits als Jedi Mace Windu gegenüberstand), und damit auch leider die Erkenntnis, dass Jumper nicht viel zu bieten hat.

Wieso die Paladine seit Jahrzehnten Jumper jagen, wird nicht erklärt. Wieso die Jumper nicht jedes Mal einfach ans andere Ende der Welt springen, auch nicht. Dafür, dass sie ihren Jägern unendlich überlegen sind, stellen sich David und Griffin oftmals reichlich ungeschickt, oder gar dumm an. Das müssen sie, um ihren Verfolgern eine Chance zu geben, doch es führt zu Actionszenen, die nie wirklich aufregend werden. Jackson sieht mit seiner weißen Frisur seltsam aus, hat aber keinen allzu interessanten Charakter parat. Sein Hairstyling ist bereits das einzig Nennenswerte an ihm.

Jumper basiert auf einer Romanreihe, und dieser Film war ganz offensichtlich darauf ausgelegt, Fragen aufzuwerfen, die dann erst in weiteren Filmen beantwortet werden. So haben Davids Eltern irgendeine mysteriöse Verbindung zu den Paladinen, die nicht weiter erklärt wird. Handwerklich ist Jumper ein passabel gemachter Actionfilm, Hayden Christensen und Rachel Bilson geben ebenfalls passable Leistungen ab, doch letzten Endes bleibt der fade Beigeschmack, dass wirklich jedes Element im Film packender oder origineller hätte sein können.


Fazit:
Jumper hat ein interessantes Konzept, jumpt aber nicht allzu weit. Ein fast mittelmäßiger 0815
Sci-Fi Actionfilm, der eventuell in Zukunft interessanter neu aufgelegt werden wird.

4,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

> Deine Meinung zum Film?

 

Copyright © 2004-2050 bereitsgesehen.de, alle Rechte vorbehalten
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websites verantwortlich