BG Kritik:

Katakomben


von Daniel Schmitt

As Above, So Below (US, 2014)
Regisseur: John Erick Dowdle
Cast: Perdita Weeks, Ben Feldman, Edwin Hodge

Story:
Als eine Gruppe Forscher die Katakomben unterhalb Paris erforschen, geraten sie in die Fänge dunkler Kräfte.

Warnung vorab. Katakomben enthält, wie der Name schon sagt, starke Klaustrophobie-Szenen. Wer das nicht verkraftet, sollte den Film wohl lieber meiden. Wer guten Horror mag, auch.

Hat nicht jeder eine Leiche im Keller?


Die Geschichte der Pariser Katakomben erstreckt sich seit über 2000 Jahren und ist hauptsächlich dafür bekannt, eines der größten Mausoleen der Welt zu sein. Die Gebeine von beinahe 6 Millionen Pariser wurden im 18. Jahrhundert, aus den überfüllten Friedhöfen in das Kanalsystem getragen und aufgebaut oder eilig hingeworfen, da der Verwesungsgestank in der Stadt zu extrem wurde. Noch heute interessiert das verzweigte, unterirdische Netzwerk viele legale und illegale Forscher und Abenteurer, welche nicht immer den Weg wieder hinaus finden. Das bietet natürlich eine Menge Zündstoff für enge, klaustrophobische Horrorgeschichten. Wie zuletzt der unterirdische „Catacombs“ aus dem Jahre 2007, der lieber hätte unten bleiben sollen. Darf dafür der Found-Footage Horror „Katakomben“ wieder hochkommen oder doch lieber in der Versenkung verschwinden?

Die Archäologin Scarlett (Perdita Weeks) und ihr Freund George (Ben Feldman) suchen einen magischen Schatz unterhalb von Paris und holen sich dafür den illegalen Höhlenforscher Papillon (François Civil) und sein Team als Führer. Schnell geraten sie in unerforschte und mysteriöse Bereiche, die sie zwingen sich mit ihren tiefsten Ängsten und ihrer größten Schuld auseinanderzusetzen. Die Inhaltsangabe wirkt nicht so, aber die Geschichte in „Katakomben“ kann man eigentlich vergessen. Ein schlechter, historischer Witz muss herhalten um als unüberlegte Motivation die Gruppe irgendwie unter die Erde zu verfrachten. Zusätzlich sind die Charaktere katastrophal und unnötig übertrieben.

...Paris hat 6 Millionen


Scarlett sieht aus wie Anfang zwanzig und hat mehr hohe, akademische Grade als Finger an den Händen. Bereits bei ihrem Freund George haben sie aufgegeben, den Charakter genauer zu erklären. Er macht einfach das was er tut, weil er er ist. Die restlichen Charaktere sind eigentlich nur dazu da, um die Kamera zu halten und nicht mal das machen sie besonders gut.

Regisseur und Autor von „Katakomben“ John Erick Dowdle hat gewisse Erfahrung im Horrorbereich. Seine bekanntesten Filme sind „Devil: Fahrstuhl zu Hölle“ von 2014 und „Quarantäne“, das eins-zu-eins Remake des gelungenen Found-Footage Horrorfilms „[REC]“ aus Spanien. Er ist also nicht neu im Genre und hat Ahnung von Found-Footage und Horror, und zu Anfang sieht man das auch. Die Charaktere und deren Einführung sind keineswegs gelungen aber sobald es in die Unterwelt von Paris geht, zeigt der Film zumindest am Anfang seine Stärken. Es entsteht Spannung und ein beklemmendes Gefühl, welches Kinobesucher, die unter Klaustrophobie leiden, zuviel werden könnte, doch nichts davon kann der Film bis zum Ende aufrecht erhalten. Logiklöcher, eine Kameraführung, welche sogar für Found-Footage Verhältnisse furchtbar ist und lächerlich wirkende Gruselelemente zerstören jegliche Restwirkung des Films. Jedoch, sind die Passagen, in welcher die Gruppe hilflos herumirrt, durchaus gelungen. Wenn Spannung aufkommt, wird sie selten enttäuscht, auch wenn der eigentliche, reale Horror, der in solchen unterirdischen Tunnelnetzwerken lauern könnte, beinahe vollständig vernachlässigt wird. Der Film war eine gute Idee, aber bereits in seinem Fundament zum Scheitern verurteilt.

Fazit:

Tief begraben und vergessen! „Katakomben“ hat weder glaubwürdige Charaktere, noch eine gute Geschichte und auch die Gruselelemente könnten besser sein. Aber ein beklemmendes Gefühl und eine gewisse Spannung machen ihn nicht zur absoluten Katastrophe.

4 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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