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Kritik:
Kick-Ass 2


von Michelle Steimels (Gastkritik via starblight.de)

KICK-ASS 2
(2013)
Regisseur: Jeff Wadlow
Cast: Aaron Taylor-Johnson, Chloe Grace Moretz, Jim Carrey

Story:
Kick-Ass (Taylor-Johnson) kehrt zurück auf die Leinwand und mit ihm eine Menge neuer und unkonventioneller Superhelden und -bösewichte. Während der verwaiste Chris (Christopher Mintz-Plasse) den irren Entschluss fasst ein Superbösewicht zu werden, um den Tod seines Vaters, des Antagonisten des ersten Films, zu rächen, versucht Dave alias Kick-Ass mit viel Hilfe von Mindy alias Hit-Girl (Moretz) ein besserer Superheld zu werden. Beide Seiten stellen sich Teams zusammen, die unweigerlich aufeinander zu treffen drohen...

Kritik:
Nachdem Dave gemerkt hat, dass seine Auftritte als Kick-Ass eine Menge Menschen bewegt und inspiriert haben, will er nicht einfach nur sein Teenager-Leben weiterführen, sondern als Superheld noch weit mehr bewegen. Dabei erfährt man viel neues über den Jungen, der da im Kostüm steckt, der trotz der schmerzlichen Erfahrungen aus der Vergangenheit bereit ist, sein Leben noch weiter für das Gute zu riskieren.

Auch Hit-Girl wirkt in diesem Teil menschlicher. Die unfassbare Killermaschine schwankt zwischen ihrer Berufung als Superheldin und einem Versprechen, das sie ihrem neuen Ziehvater gegeben hat. Sie versucht sich an ein neues Dasein als stinknormale Schülerin zu gewöhnen, kann aber dort letztlich doch nicht aus ihrer Haut - die Selbstjustiz fehlt ihr. Diese Szenen erinnern teilweise an typische Highschool-Liebes-Zicken-Dramen, gewürzt mit einer Menge schwarzem, derben Humor, der auch vor Fäkalien und Erbrochenem nicht Halt macht. Regisseur Jeff Wadlow, der Matthew Vaughn für den zweiten Teil abgelöst hat, sorgt dafür, dass Kick-Ass im Vergleich zu anderen Comic-Filmen weiterhin sehr derbe bleibt.

Der neue Antagonist, der Sohn des Mafiabosses aus dem ersten Teil, nennt sich zwar "The Motherfucker", bleibt flach und ist mit seinen Absichten und seiner Geschichte sehr klischee-behaftet. Ein verwöhnter, kleiner Bastard, einzig getrieben von Rachegedanken, der einen lächerlichen Namen annimmt und sich noch lächerlicher in sadomaso-ähnlichem Lederoutfit zeigt. Gerade dieses unglaublich größenwahnsinnigen Verhalten dieses Teenagers führt in vielen Szenen zu lustigen Momenten. Er stellt sich ein Team von kostümierten Schergen zusammen, doch von diesen bleibt außer Mother Russia, einer weiblichen Ivan Drago, die die meisten Szenen bekommt, keiner wirklich im Gedächtnis, weil sie bloß stereotyp böse und/oder ein Fall für die Anstalt sind, ohne dass ihre Motive oder Geschichten näher beleuchtet werden. Sie bleiben flach, sorgen aber für reichlich Action.

Die Kämpfe im Film haben einen großen Coolnessfaktor, gepaart mit skurrilen Szenen und viel fließendem Blut. Besonders Hit-Girl vs. Mother Russia und Kick-Ass' neuer Teamkamerad Colonel Stars and Stripes (gespielt von Jim Carrey) mit seinem Schäferhund, der darauf abgerichtet ist, in Genitalien zu beißen, können absolut überzeugen. Carrey glänzt mit seiner Rolle im Film trotz relativ wenig Screentime. Sein Charakter ist wie Mother Russia auf der Gegenseite die einzige Nebenfigur in der Superhelden-Gruppierung, der man wenigstens ein klein wenig überzeugende Hintergrundgeschichte spendiert hat, bzw. die näher aufzufallen weiß.

Den Wechsel des Regisseurs von Matthew Vaughn im ersten Teil zu Jeff Wadlow im zweiten merkt man visuell kaum, weil die beiden Filme sich stilistisch sehr ähnlich sind. Trotzdem ist der Nachfolger zusammen mit seinen Protagonisten etwas „erwachsener“ geworden und dementsprechend eine Spur extremer und kompromissloser als der erste Teil.

Fazit:
„Kick-Ass 2“ ist eine gut gelungene Fortsetzung und bleibt mit seinen abgedrehten Figuren, seinem derben Ton und seinen skurrilen Details dem Vorgänger treu. Es überzeugen nicht viele der vielen Charaktere, aber zumindest Mother Russia und Colonal Stars and Stripes dürften vielen gefallen.

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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