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Kritik:
Klick


von Christian Mester

Click
(2006)
Regie: Shawn Levy
Darsteller: Adam Sandler, Kate Beckinsale

Story:
Michael Newman (Adam Sandler) ist ein vielbeschäftigter Architekt, der bei der vielen Arbeit für seinen Boss (David Hasselhoff) keine Zeit für seine Frau (Kate Beckinsale) und Kinder aufbringen kann. Frustriert fährt er eines Abends in einen Baumarkt, wo er auf den mysteriösen Morty (Christopher Walken) trifft. Der schenkt ihm eine neuartige Superfernbedienung, mit der er tatsächlich sein ganzes Leben steuern kann. Das macht auch erst Spaß, bis die Fernsteuerung scheinbar außer Kontrolle gerät...

Kritik:
Adam Sandler spielt seine Hauptrolle hier als netten, leicht aufbrausenden Kerl mit Sarkasmus & Charme, die sich nicht wirklich von seinen anderen Filmfiguren aus Happy Gilmore, Wutprobe oder Spiel ohne Regeln unterscheidet. Teilweise fühlt man sich sogar an besagte Filme erinnert, wenn er z.B. plötzlich Leute beleidigt und losrennt, um sie auf der Stelle zu verprügeln.

Sieht man aber mal davon ab, das seine Figur mal wieder dieselbe ist, und auch davon, dass Kate Beckinsale als bildhübsche Ehefrau nichts anderes bewirkt als umwerfend auszusehen, merkt man jedoch schon nach den ersten größeren Konsequenzen der Fernbedienung, dass der Film schnell in eine andere Richtung geht. Am Anfang noch gespickt mit vielen Gags, verwandelt sich der Film ab der Hälfte auf einmal in eine eher tragische und bewegende Geschichte. Eine interessante und gleichzeitig traurige Story beginnt, als Newman anfängt, viele Jahre zu überspringen, und immer weiter sieht, was aus seinem verkorksten Leben wird. Ein Leben, dass er quasi auf Autopilot lebt, seelenlos und ohne Möglichkeit, direkt einzugreifen.

Wie der Film sich seinem Ende nähert, wird es immer tragischer und so ist es keine Überraschung, wenn man letztendlich sogar ein paar Tränen vergießt. Obwohl der zweite Part ernster angehaucht ist als noch der erste, vergisst man den Fun aber nicht - immer wieder werden lustige Szenen mit eingebracht, die immer wieder für gute Lacher sorgen. Man glaubt es kaum, aber Regisseur Coraci erzählt seine Geschichte auf so liebevolle und amüsante Weise, dass er ganz ohne Kitsch auskommt und gleichzeitig viel realistisches anspricht. Mit der Idee des "Lebens auf Autopilot" trifft er eine bekannte Stelle, die den ein oder anderen sicher überdenken lässt, ob sein Leben nicht vielleicht etwas ändern sollte.

Christopher Walken's Kurzauftritt ist angenehm und souverän gespielt, aber
die eigentliche Überraschung hier ist David Hasselhoff, der in seiner Rolle als aalglatter, naiver und verschmitzter Boss richtig aufgeht. Für die 90 Minuten lässt er Songs wie "Jump in my Car", schwarze Lederjacken und rote Schwimmbojen tatsächlich vergessen... Respekt. Technisch gibt es absolut keine Makel zu finden - über die hübsche Bildregie, den netten Soundtrack und die dezenten Spezialeffekten bleiben nur gute Eindrücke, die das Gesamtpaket zufriedenstellend unterstreichen. "Klick" hätte in anderen Händen ein niveauloser Kitschfilm werden können, aber das grandiose Drehbuch und die tolle Regie hieven ihn leicht auf Topfilm-Status.

Fazit:
Schöner Film, zwar nicht allzu lustig, dafür mit Portion Herz.

6 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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