home  |  vorschau  |  kritiken  |  gewinnspiele  |  drehbücher  |  impressum  |  links  |  chat  |  forum


 

KURZKRITIKEN:

STICHTAG
DIE LEGENDE DER WÄCHTER
127 HOURS


von Matthew Sole

STICHTAG - DUE DATE

STICHTAG
DUE DATE
(2010)
Regie: Todd Phillips
Cast: Robert Downey Jr., Zach Galifianakis

Story:
Peters (Robert Downey Jr.) Frau steht kurz vor ihrer Entbindung und will ihn dabei haben, doch aufgrund eines peinlichen Vorfalls nimmt man dem werdenden Vater die Möglichkeit, sie per Flugzeug zu erreichen. Er sieht sich also gezwungen, mit dem durchgeknallten Schauspieler Ethan (Zach Galifianakis) zu fahren.
Kommentare zum Film lesen

Kurzkritik:
"Stichtag" sah schon von Anfang an wie ein typischer Lückenfüller aus. Für Downey Jr. überbrückte der Film die Zeit zwischen "Iron Man 2" und "Sherlock Holmes 2", für Galifianakis die zwischen seinem Drama "It's Kind of a Funny Story" und "Hangover 2". Mit Downey Jr., einem der charismatischsten aktuellen Darstellern, dem Regisseur von "Hangover" und "Old School" und dem möglichen nächsten Comedy-Star Galifianakis sollte es daher ein Leichtes sein, ein unterhaltsames Roadmovie für Zwischendurch zu stellen. Insbesondere, da Todd Phillips das Thema selbst schon einmal verarbeitet hatte, in "Road Trip". 

"Road Trip" war einer der schwächeren Filme des Regisseurs, gleiches kann man von seinem neuen sagen. Philipps wiederholt die selben Stärken und Schwächen, die er schon damals mit Tom Greens Film gemacht hat. Die Reisenden sind beide auf ihre Art überdreht, im Herzen aber gut und geraten unterwegs zusammen in ungewöhnliche Geschehnisse. Wie in "Road Trip" sind diese Umstände unrealistisch und übertrieben schräg, es gibt Starauftritte von Juliette Lewis, Danny McBride und Jamie Foxx und im Laufe der Zeit kommen sich die beiden Intimfeinde näher. Weder der Dramenaspekt, noch die ausgesuchten Gags sind echtes A-Material. Keiner der Cameos ist mit Mike Tysons in H"angover" vergleichbar. Downey Jr. hält sein Charisma zurück und spielt in erster Linie den Genervten, während Galifianakis seine "Hangover" Figur kopiert und wieder den chaotischen Clown abgibt. Als Gespann harmonieren sie damit leider nur geringfügig miteinander, und dass die gesamte weitere Handlung schon seit dem Trailer offensichtlich ist, lässt wenig Raum für Überraschungen. Insgesamt eine eher enttäuschende Komödie, die die beiden nächsten Filme der beiden eilig erwarten lässt.

Fazit:
"Ein Ticket für Zwei" mit John Candy und Steve Martin war 1987 der bessere "Stichtag". So ist es ein Film, dessen beste Szenen bereits im Trailer zu finden sind.

4 / 10

DIE LEGENDE DER WÄCHTER - LEGEND OF THE GUARDIANS: THE OWLS OF GAHOOLE

DIE LEGENDE DER WÄCHTER
LEGEND OF THE GUARDIANS: THE OWLS OF GAHOOLE (2010)
Regie: Zack Snyder
Cast: -

Story:
Soren ist eine junge Eule, die eines Tages in die Klauen der bösen Kriegseule Metalbeak gerät. Diese will Soren und seine Freunde zu Soldaten ausbilden, doch Soren hat Anderes im Sinn und sucht stattdessen die sagenumwobenen Eulenwächter von Gahoole.
Kommentare zum Film lesen

Kurzkritik:
Kommt es 2011 zu der Oscarverleihung für den besten animierten Film, darf sich Pixars "Toy Story 3" einem neuen "Happy Feet" gegenüber sehen. Zumindest, was das Optische betrifft, denn "Die Legende der Wächter" ist zweifellos der bestaussehende Animationsfilm, den es bislang zu sehen gab. Die gefiederten Helden Zack Snyders erstrahlen in einem Detailreichtum, der selbst aktuelle Konkurrenz wie "Megamind" erblassen lässt.

Inhaltlich fallen die Krieger der Lüfte zurück, denn die Umsetzung der beliebten Kinderbücher ist ein sehr loser Abklatsch der "Star Wars" Geschichte. Metalbeak ist der Vader eines Eulenimperiums, die Wächter von Gahoole stellen die auflehnenden Rebellen dar und Soren bekommt einen eigenen Yoda Lehrmeister spendiert. Selbstredend verliebt sich Soren auf seiner Reise und wird von für das Genre typischen lustigen Nebenfiguren begleitet. Da für den Film drei Bücher in eine Filmhandlung komprimiert wurden, wirkt das Resultat zusammengestaucht. Es kostet der Geschichte an Substanz, denn Figuren und Hintergründe werden nur im kleinen Maße behandelt. Ein seltsames Gemisch, denn während Figurenkonstellation und Handlung auf Kinder abzielen, besitzt der Film einen sehr dunklen Ton. Auffällig ist bereits, dass die Eulen zwar sprechen, im Vergleich zu anderen Animationsfiguren aber nicht außerordentlich verniedlicht wurden. Snyder greift für seine Action auf seine typischen Slow-Motion Szenen zurück und erwirkt damit die besten animierten Luft-Actionszenen seit "Drachenzähmen leicht gemacht". Ob das aber reicht? Kinder und Zuschauer waren anderer Meinung, denn "Die Legende der Wächter" konnte seine Erwartungen nicht erfüllen und spielte nur mäßige Zahlen ein.

Fazit:
"Die Legende der Wächter" ist ein nur durchschnittlicher Animationsfilm, der mit mitreißender Action und beeindruckender Optik punktet. Wegen seiner seltsamen Zusammenstellung könnte er Älteren jedoch zu einfach, Jüngeren zu finster sein.

7 / 10

127 HOURS

127 HOURS (2010)
Regie: Danny Boyle
Cast: James Franco

Story:
Die wahre Geschichte eines jungen Bergsteigers (James Franco), der eines Tages auf einer Tour durch einen Canyon mit seinem Arm eingeklemmt wird...
Kommentare zum Film lesen 

Kurzkritik:
Ob "Sunshine", "Slumdog Millionär" oder "Trainspotting" - Danny Boyle liebt den Genre- und Stilwechsel und bekommt es jedes Mal hin, mit gewagten Versuchen einen überdurchschnittlichen Film zu entwickeln. "127 Hours" ist wieder etwas vollkommen anderes und wieder etwas äußerst gelungenes.

Boyle nimmt sich der wahren Geschichte des freiheitsliebenden Aron Ralston an und nutzt seinen abenteuerlichen Spirit im Kontrast. Es wird das gewöhnliche Stadtleben der Masse gegen seine Wildnisliebe gestellt, die in atemberaubenden Panoramaaufnahmen und ungewöhnlichen Halluzinationsbildern präsentiert wird. Man spürt Raltons Liebe zur Natur, die ihm später zum Verhängnis wird. Das eigentliche Hauptthema der Verschüttung wird zum spannenden Überlebensthriller gemacht, der in einer unausweichlichen Gewaltszene endet. Obwohl klein im Vergleich zu den "Saw" Filmen, ist es ein nervenaufreibender Moment, der hauptsächlich Dank Francos fesselnder Darstellung mitleiden lässt. Boyle filmt die eigentlich unspektakuläre Geschichte als Bilderschwall, der am Ende über vieles nachdenken lässt.

Fazit:
Die Parallelen zu "Into the Wild" sind unübersehbar, doch Francos Klettertrip ist nicht minder sehenswert. Ein spannendes Einzelschicksal in einfallsreichen Bildern.

8 / 10


Das Copyright der genannten Markennamen und genutzten Promotionsmaterialien
liegt bei den entsprechenden Besitzern. Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich.