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Kritik:
Love Vegas


von Christian Mester

What Happens in Vegas
(2009)
Regie: Tom Vaughan
Darsteller: Ashton Kutcher, Cameron Diaz

Story:
Joy (Cameron Diaz) hat nur Pech: als sie ihren Freund mit einer Party überraschen will, trennt sich dieser von ihr. Frustriert reist sie also durch Las Vegas und betrinkt sich mit einem Unbekannten (Ashton Kutcher), der sich am nächsten Tag als ihr neuer Ehemann entpuppt. Als er dann auch noch mit ihren Chips spielen geht und gewinnt, gibts ein Riesenproblem: derjenige, der die Scheidung einreicht, soll auf das Geld verzichten...

Kritik:
Ashton Kutcher hat sicher nicht das Zeug zum nächsten Jack Nicholson, ist aber mehr als nur Demi Moore's junger Kerl mit dem Sixpack. Wie er schon in The Guardian zeigen konnte, kann er mehr als nur grinsen und Witze machen, mehr als nur die flippige MTV-Persönlichkeit sein, die er immer in seiner Sendung Punk'D zeigt. Cameron Diaz hat auch schon viel Murks in ihrer Karriere gemacht, darunter aber auch einige gute Dinge wie Being John Malkovich oder In den Schuhen meiner Schwester. Jedenfalls, eine romantische Komödie mit den beiden sollte eigentlich ein Spaziergang in den Park sein, ein lockerer 6er, der sich sicher lohnt. Tut er aber nicht.

"Love Vegas" ist leider vollkommen überflüssig. Zwar eignet sich die Story durchaus für eine lustige, lockere Romantic Comedy, aber dafür ist der Film einfach a) viel zu langatmig und b) lieblos gespielt. Diaz und Kutcher schlafwandeln durch ihre Szenen und strengen sich niemals wirklich an. Diaz spielt ihre typisch überdrehte Karikatur, während Ashton fast nur Widerworte gibt. Man glaubt auch keine Sekunde, dass die beiden sich anfangs nicht ausstehen sollen, besonders im Hinblick dessen, das sie sich unentwegt anschmachten. Da helfen auch Nebenrollen von Queen Latifah, Treat Williams und Dennis Farina nicht.

Wird die erste Hälfte des Films zäh mit witzlosen Zoten malträtiert, ist die zweite Hälfte gähnend leer und mit flachem Emotionsgedusel gefüllt, der aufgrund der eindimensionalen Figuren trotz Tränen-Soundtrack nicht Fuß fassen kann.

So ganz übel nehmen kann man den Machern nun auch nicht alles, allein weil die beiden schon relativ charismatisch sind, aber rein distanziert als Film gesehen ist da wirklich nicht viel gutes. Er wirkt oft wie ein Sitcom ohne Lachtrack, der deswegen nicht da ist, weil es nichts zu lachen gibt.

Fakt ist: in ein, zwei Jahren wird sich niemand mehr an diesen Film erinnern, nicht einmal Diaz und Kutcher, für die Love Vegas nichts anderes ist als kurzweilig gutbezahlte Arbeit. Kino muss wirklich nicht sein, aber als DVD-Leih vielleicht nicht ganz verkehrt.

Fazit:
Vergeudete Zeit. Love Vegas ist 0815 Material ohne wirkliche Highlights, genau so schlecht wie Kutchers Guess Who und Voll verheiratet. Für ein Date ist selbst Speed Racer anregender.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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