BG Kritik:

Maleficent - Die dunkle Fee


von Michael Herbst

Maleficent (US, 2014)
Regisseur: Robert Stromberg
Cast: Angelina Jolie, Elle Fanning

Story:
Maleficent ist eine naturliebende Fee, die eines Tages von dem Menschen Stefan hintergangen wird, der ihr etwas antut, um in seinem eigenen Reich ein höheres Ansehen zu erhalten. Rachsüchtig verflucht sie dessen Tochter um ihn möglichst schwer zu treffen, doch als sie diese aufwachsen sieht, kommt ihr eine neue Idee...

Disneys Gegenperspektive zu Dornröschen, mit Angelina Jolie als dunkle Zauberin. Maleficent, ein Sommermärchen?

Stromberg erinnert visuell an den Zeichentrickklassiker


Märchenfilme können Goldgruben sein. Besonderen Anklang scheinen sie neuerdings zu finden, wenn sie eine andere Blickrichtung einnehmen oder ihren Ursprung neu interpretieren. Snow White & the Huntsman und Alice im Wunderland waren sehr beliebt. Jack and the Giants und das neue Die Schöne und das Biest nicht. Vielleicht weil zu treu an den Kindergeschichten? Oder fehlte es an Namen wie Charlize Theron und Johnny Depp?

Dornröschen wird in Maleficent - Die dunkle Fee aus der Sicht der bösen Königin neu erzählt, und besetzt ist diese mit Angelina Jolie. Jolie, die früher selbst als geheimnisvoll und morbide galt und heute als Dame zählt, ist ein famoser Besetzungsclou, mindestens so gut wie Depp als Hutmacher zu wählen. Sie hat eine Anmutigkeit und strahlt Intelligenz ebenso wie Bedrohlichkeit aus. In dieser Variante ist Maleficent allerdings nicht so böse wie im Original und wird zu einer Art Antheldin erhoben. Eine mit spitzen Wangenknochen, die ihr Herz aus Stein durch verständlichen Schmerz bekommt und dann wieder vom Glauben an das Gute erwärmt werden muss. Jolie, ist exzellent als schnippische, aber auch verletzte dunkle Königin.

Jolies erster Popcornfilm seit Salt (2010)


Robert Stromberg, der den Film gedreht hat, darf Maleficent seinen ersten Kinofilm nennen. Dass er davor als Designer unter anderem Tim Burton und James Cameron tätig war, spiegelt sich im Augenmerk auf Maleficents Welt und Wesen wider. Verschiedenste Märchenkreaturen laufen und flattern durch eine ausfallende Fantasiewelt, die mit Mittelerde, Wunderland und Oz an Verspieltheit und Farbenfrohheit gleich gesetzt werden kann. Das aber nur visuell, denn Maleficent - Die dunkle Fee ist ein nur gut gemachter, aber nicht gut gestalteter oder geschriebener Film. Künstler sind hier übergangen worden. Maleficent ist die einzige realisierte Figur um die man sich bemüht hat, ihre Welt ein buntes Designerportfolio, voller einfallsloser Antagonisten und austauschbarer Randgestalten.

Stromberg hat das Drehbuch nicht geschrieben, sich dabei aber auf ein schwaches der Autorin des Alice im Wunderland Remakes eingelassen. Bis auf geringen Vergewaltigungssubtext - Maleficent wird von einem engen Freund überwältigt, verletzt und ihrer Würde beraubt - ist der Film inspirationslose Nachwehe von Alice im Wunderland. Der König, seine Tochter und Maleficents meist magische oder tierische Bekannschaften sind überschaubar simple Figuren, die mit Maleficent in gestutzt einfachen Dialogen interagieren und Jolies Arbeit untergraben. Spannung gibt es keine, die Action kann so nur Kinder vom Hocker hauen. Stromberg scheint keine Ahnung zu haben, wie er einen einfachen Kinderfilm inszenieren könnte. Der Spagat, es auch für Erwachsene ernst genug und fesselnd zu gestalten, gelang hier nicht.

Fazit:

Von der Autorin von Alice im Wunderland, gedreht von einem nicht oder noch nicht so begabten Assistenten von Tim Burton, mit Angelina Jolie anstatt Johnny Depp in der besonderen Rolle. Genau das was man sich darunter vorstellen darf, ist Maleficent - Die dunkle Fee.

5,0 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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