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KURZKRITIKEN:

JACKASS 3D
SAW 3D: VOLLENDUNG
MEGAMIND 3D


von Matthew Sole

Es wurde soviel Material für JACKASS 3 gedreht,
dass man eventuell rasch JACKASS 4 nachlegt

JACKASS 3D (2010)
Regie: Jeff Tremaine
Cast: Johnny Knoxville, Bam Margera

Story:
Die unerschrockenen Verrückten sind zurück, um abermals Leben und den guten Geschmack auf die Probe zu stellen.
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Kurzkritik:
Was soll man sagen? Wer auch nur eine Folge von "Jackass" gesehen hat, der weiß, wie es in allen drei TV-Staffeln und drei Filmen der Reihe abläuft. Der charismatische Johnny Knoxville und seine Freunde bewerfen sich mit Exkrementen, tun sich absichtlich gegenseitig weh und riskieren mitunter ihr Leben, um damit einer ganz bestimmten Art von Humor zu dienen. Wer Schadenfreude verabscheut, bleibt fern, alle anderen erleben ein zehnjähriges Jubiläum, das noch immer nicht an Einfällen oder Mut eingebüßt hat. Knoxville und Co. erfinden das Rad nicht neu, halten ihre hoch gelegte Messlatte aber weiterhin bei und bieten ihren Fans genau das, was sie lieben.

Einen "Jackass" Film kann man nun nicht bewerten, ihn höchstens kritisieren falls, sich was daran ändert, doch die einzige vorhandene Änderung ist eine gelungene. Das 3D-Element ist erfreulicherweise kein nutzloser Aufsprung auf den 3D-Hype, es wird sogar vorbildlich genutzt. Wofür Tremaine es einsetzt, bleibt zwar fragwürdig, doch die Idiotie des Films macht es sich zu eigen und so setzt er hemmungslos ein, lustige Szenen noch kerniger zu machen (natürlich sind es Kot und Geschlechtsteile, die aus der Leinwand herausragen). Wer darüber lachen kann, der kommt vollends auf seine Kosten und freut sich abschließend auf "Jackass 4".

Fazit:
Ein "Jackass" Film benötigt eigentlich keine Kritik, kann auch keine Kritik bekommen. Das einzige, was Fans der Reihe bekommen können, ist eine Bestätigung, dass der neue Film genau so gut, in 3D intensiver als die anderen ist.

keine Wertung / 10

SAW VII
soll angeblich der letzte der Reihe sein

SAW 3D - VOLLENDUNG
SAW 3D (2010)
Regie: Kevin Greutert
Cast: Sean Patrick Flannery, Costas Mandylor

Story:
Jigsaws zweiter Helfer Mark Hoffman (Costas Mandylor) hat eine Rechnung mit seiner Auftraggeberin Jill Tuck (Betsy Russell) zu begleichen, während ein Fernsehstar (Sean Patrick Flannery), der fälschlicherweise behauptet Jigsaws Fallen entkommen zu sein, unfreiwillig selbst Teil eines Spiels wird.

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Kurzkritik:
„Saw 3D: Vollendung“ ist der siebte Teil der unter Genrefans ungeliebten Horrorfilmreihe, die seit 2003 jährlich mit den immer gleichen Mitteln unterhält. „I-III“ schafften noch Sympathiepunkte durch den anfangs einfallsreichen Entwurf, durch den intelligenten Protagonisten Jigsaw und der vertrackten Hintergrundgeschichte, ab „IV“ wurde das Fallenspiel dann langsam überdrüssig. In „VI“ wurde es 2009 kurzfristig wieder besser, doch „VII“ ist eine Rückkehr zur alten Schwäche und damit gleichzusetzen mit den schwächsten Teilen der Reihe, „IV“ und „V“. Wieder sind die bekannten Standards aller Teile da: der übliche Eröffnungskill, viele fiese Fallen, ein Jigsaw Flashback, die immer gleichen finsteren Lagerhäuser, die Titeltheme. Es gibt dieses Mal obendrein gleich zwei Endszenen, in denen der Killer zur anschwellenden Musik bedeutungsschwanger „Game Over“ sagt.

Was den Inhalt betrifft, ist Hoffmans (noch immer einsilbig: Costas Mandylor) Rache zwar kurzweilig und blutig, doch die Nebengeschichte Flannerys Figur Bobby Dagen leidet wie bei „IV“ und „V“ darunter, uninteressant und schwach gespielt zu sein. Der finale Twist mag abschließend sehr überraschen, ist aber beileibe nicht der versprochene Schlussstrich der Reihe. Im Gegenteil: die offene Endszene und ihre Offenbarungen lassen vermuten, dass es noch viele weitere Teile geben wird. Enttäuschend ist der 3D-Effekt. Der Film wurde damit beworben, dass die Fallen durch das neue Format endlich lebendig würden, doch davon kann gar nicht die Rede sein. Vereinzelt fliegen Körperteile und Blut in die Kamera, aber es gibt keinen wirkungsvollen Nutzen von Tiefenwirkung oder der zusätzlichen Dimension aus der Leinwand heraus. "My Bloody Valentine 3D" und "Final Destination 4: The Final Destination" bekamen das effektvoller hin.

Fazit:
Mochte man "Saw" Teile jenseits des Dritten, darf man bedenkenlos zugreifen, dann aber besser in schlichtem 2D. Mag man nur die Anfänge der Reihe, ist "Saw VII" nicht die erhoffte Auffrischung des ausgeleierten Systems. Fragt sich, wann "Saw in Space" kommt.

3 / 10

MEGAMIND
wird von Will Ferrell gesprochen

MEGAMIND 3D (2010)
Regie: Tom McGrath
Cast: Will Ferrell, Brad Pitt

Story:
Als Superbösewicht Megamind (Will Ferrell) den Helden Metro Man (Brad Pitt) besiegt, ist er bald darauf einem noch größeren Bösewicht (Jonah Hill) ausgeliefert...

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Kurzkritik:
Dass erst vor kurzer Zeit Universals exzellenter "Ich - Einfach unverbesserlich" in den Kinos lief, kommt "Megamind" nicht zum Wohle. Ein Vergleich der beiden Superbösewichte ist dadurch unausweichlich und den verliert Will Ferrells Riesenhirn. "Megamind" ist zwar ein Animationsfilm  oberer Klasse und beeindruckt mit seiner Animationstechnik, tollem 3D und ist mit solider Handlung ausgestattet, insgesamt aber doch nur unkreatives Mittelmaß. Es gibt einige kleine eigene Ideen wie einen Fisch als Cyborg-Partner, aber insgesamt bleibt "Megamind" in Sachen Humor und Einfällen so glatt wie Megaminds Glatze. Brad Pitt ist derweil urkomisch als geleckter Paradeheld, Ferrell ist gut, hält sich aber überraschenderweise sehr zurück. Als Bösewicht klingt Jonah Hill wenig überzeugend. Wem die Optik der Menschen bekannt vorkommt, der braucht sich nicht zu wundern: es ist dasselbe Studio, das auch die allenfalls mittelmäßigen "Monster vs. Aliens" und "Madagascar" 1-2 gemacht hat. Eine Schande, dass sich Megamind qualitativ dazu gesellen muss.

Fazit:
Bis auf fehlende Eigenheiten und ergreifenden Emotionen ist "Megamind" unterhaltsames Kino für Groß und Klein.

6 / 10


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