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Kritik:
Mr Bean macht Ferien


von Christian Mester

Mr Bean's Holiday
(2007)
Regie: Steve Bendelack
Darsteller: Rowan Atkinson

Story:
Mr Bean (Atkinson) ist ein trotteliger und verrückter Engländer, der seine Ferien in Frankreich am Strand verbringen will. Auf dem Weg zum Meer erlebt er dabei eine skurille Szene nach der anderen, bis er aus Versehen Schuld daran hat, dass ein kleiner Junge seinen Vater aus den Augen verliert. Mr Bean versucht dann, die Sache wieder gutzumachen..

Kritik:
WExakt 10 Jahre ist es her, dass Mr Bean das erste Mal auf die große Leinwand reiste. Wir erinnern uns an die Geschichte mit dem Gemälde, und wir erinnern uns auch daran, dass der Film nicht wirklich gut war. Die Gründe lagen damals auf der Hand - die zusammenhängende Story war kraftlos und gezwungen, die vielen Dialoge mit Bean unpassend und pointenlos. Die wenigen guten Szenen reduzierten sich auf jene, in denen Mr Bean (wie auch schon in seiner TV-Serie) alleine agierte und allerlei Schabernack trieb.

Rowan Atkinsons Figur Mr Bean ist wohl am ehesten mit Charlie Chaplin zu vergleichen, dessen Stärke ebenfalls das Spiel mit Mimik und Gestik war, nicht etwa das Sprechen von Dialogen. Was das betrifft, haben die Autoren des zweiten dazu gelernt: Mr Bean spricht kaum noch, und wenn dann einzelne Floskeln, die man durchgehen lassen kann. Wie auch im ersten Film gibt es viele urkomische Szenen, in denen der quirlige Kitschbrite für viele Lacher sorgt. Ein Tanzauftritt in der Stadt, eine dreiste Reise durchs frz Bauernland und der glibberige Besuch eines Nobelrestaurants gehören zu wahren Lachgaranten... auch wenn einem alles schon ein wenig bekannt vorkommen kann.

Das größte Problem des Sequels ist dann aber das gleiche des ersten Teils: die Geschichte, die alles verbindet und neben Beans kurzen Sketchen immer wieder in den Vordergrund gerät, stört. Der Plot des kleinen Jungen stört ebenso sehr wie der einer französischen Schauspielerin, die sich den beiden bald anschließt. Selbstredend ist sie bildhübsch und der Junge neunmalklug, so wie es alle schlecht geschriebenen Figuren in zweitklassigen TV-Filmen auch sind. Immer wieder wird deutlich, dass die Macher des Films nicht genügend lustige Sketche für Bean hatten und so den Rest mit sinnfreiem Füllerkram füllen müssten.

Filmerisch ist "Bean 2" nichts sagenhaftes, bis auf eine kleine Kamerafahrt über Bean's schon fast musical-haften Abgang, der es eigentlich nicht verdient hätte, im Kino gezeigt zu werden. Wenigstens starke Filmfans können über einen kleinen Cameo von "Goblin"-Willem Dafoe als selbstverliebten Arthouse-Regisseur schmunzeln, der hier gut über sich selbst lachen kann.

Fazit:
Wer Fan von Bean ist, der kommt um den Film nicht herum - muss aber seine Erwartungen dementsprechend herunterschrauben. Für einen DVD-Abend ist er dann als Vorprogramm für einen besseren zu empfehlen.

4 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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