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Kritik:
Oblivion


von Daniel Schmitt

OBLIVION
(2013)
Regisseur: Joseph Kosinski
Cast: Tom Cruise, Andrea Riseborough, Olga Kurylenko

Story:
Die Erde, wie wir sie kannten, ist nicht mehr. Außerirdische griffen an und konnten zwar größtenteils besiegt werden, besetzen die zerstörte Zivilisation aber noch immer. Von einer Station eines fernen Planeten aus schickt man Arbeiter, die gewaltige Wassergeneratoren, eine der letzten verfügbaren Energiequellen, mit Suchdrohnen bewachen sollen. Einer von den Mechanikern ist Jack (Cruise), der eines Tages etwas vom Himmel stürzen sieht...

Kritik:
Nach dem erfolgreichen „TRON: Legacy“ bleibt Regisseur Joseph Kosinski dem Genre Science-Fiction treu und präsentiert „Oblivion“, welcher sich besonders durch üppige Kulissen, wunder-schöne Umgebungen, sowie durch eine gelungene musikalische Untermalung der Elektro Dreampop Gruppe „M83“ auszeichnet. Das Ergebnis ist eine technisch ausgereifte Science-Fiction Opera, welche sich in eine lange Liste dieses Genres, hinter Filmen wie „2001: Odysee im Weltraum“ und „Moon“ einreihen will, es durch eine sehr durchschaubare Handlung jedoch nur vermag, auf weit hinterer Stelle zu landen.

Tom Cruise und seine Partnerin Andrea Riseborough müssen noch für zwei Wochen auf der Erde verweilen bis sie abgeholt werden. Während Riseboroughs Charakter die Tage zählt, möchte Jack bleiben und sich am liebsten ein Leben aufbauen, weswegen er sich bei seinen Routineflügen immer weiter in die gefährliche und unbewohnbare Welt hinaus wagt. Er träumt zudem von einer unbekannten Frau, welcher er meint zu kennen, vielleicht sogar zu lieben. Als er sie schließlich findet, überschlagen sich die Ereignisse, wenn auch nur sehr träge und einfallslos.

Die Grundidee der Geschichte zeigt Potential, nutzt es aber nicht und wird rasch vorhersehbar, hierbei bedient sich „Oblivion“ des öfteren, bei großartigen Vorgängern des Genres, wie beispielsweise den genannten. Man könnte den Film mit einem Videospiel vergleichen. Es wird einem ein offenes Terrain und ein Gefühl von Freiheit vorgegaukelt, welche durch angenehme Bilder und eine beeindruckende Grafik untermalt wird, man bekommt stimmungsvolle Hintergrundmusik zu hören, welche die flotten und großartig inszenierten, Actionsequenzen untermalen, aber bald werden die Level dunkel trist, inhaltlich kommt zu wenig, vor allem zu wenig neues, und die Spielzeit wird umständlich gestrafft, um den Kaufpreis zu rechtfertigen. Nach langer Zeit bekommt man dann ein Finale vorgesetzt, welches man in dieser Art schon unzählige Male gesehen hat und man beginnt zu erkennen, dass außer schöner Inszenierung nicht viel drin steckte.

Schauspielerisch dominiert Tom Cruise auf ganzer Strecke. Er spielt den nostalgischen, Antworten suchenden Techniker mit ganzer Leidenschaft. Er trägt den Film und wirkt glaubhaft in seiner Ratlosigkeit, was man leider nicht von allen in „Oblivion“ behaupten kann. Olga Kurylenko (Hitman, Max Payne) wirkt hölzern und wie ein Amateur frisch von der Schauspielschule, Andrea Riseborough, wenn auch solide, bleibt in ihrer Rolle unterentwickelt und Altstar Morgan Freeman liefert eine gewohnt anständige, aber bloß kurze Leistung. Hier diente der teure Name offenbar nur der Quote und der Werbung auf dem Plakat.

Fazit:
Überlang, langatmig, einfallslos und inhaltlich zu wenig. Audiovisuell stark, aber schlicht und träge erzählt setzt man dem Zuschauer Altbekanntes vor. „Oblivion“ hinterlässt höchstens eine schemenhafte Erinnerung.

3,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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