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KRITIK:
Paranormal Activity 2
von
Christian Mester
PARANORMAL ACTIVITY 2 (2010)
Regie: Tod Williams
Cast: Sprague Grayden, Katie Featherston
>auch lesen:
Mesters' Kritik zu Paranormal Activity (2009)
Story:
Gleiche Handlung wie im ersten Teil. Eine Familie
wird von einem Poltergeist-Stalker gemobbt, der sie
nachts mit unheimlichen Geräuschen und dem
Verschieben diverser Gegenstände plagt. Als sie dem
unsichtbaren Türenklapperer auf den Grund gehen,
setzt's Saures.
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Teil 1 kostete 15.000 Dollar
Teil 2 kostete 3 Millionen Dollar |
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Kritik:
200 Millionen Dollar Einspiel sagten 2009 "mehr
davon", also fragte man "Paranormal Activity"
Regisseur Oren Peli, einfach noch einen davon zu
machen. Da er aber nicht wollte und schon mit einem
anderen Projekt beschäftigt war ("Area 51", kommt
2011, eine weitere Fake-Doku über einen Einbruch in
besagte Area 51 in Nevada), gab er an einen anderen
ab, der mit Vornamen Tod heißt. Gutes Zeichen für
guten Horror?
Neues Haus, neue Opfer, gleicher Geist, aber im
Großen und Ganzen ist es wieder dasselbe bekannte
Schema wie im letzten Jahr, nur in Details leicht
variiert. Denkt man darüber nach, ähnelt die Machart
sogar dem zweiten Teil jener Filmreihe, die "Paranormal
Activity" letztes und auch dieses Jahr schlug:
Twisted Pictures' "Saw".
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Nicht im Bild:
David Duchovny |
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Wie in "Saw 2"
vergrößert "Paranormal Activity 2" sein Spielfeld in
Sachen Raum und Bodycount, ebenso behält man tonlich
und optisch alles bei und spielt mit der zeitlichen
Verknüpfung zum ersten Teil. Womöglich erwartet man
eine direkte Fortsetzung oder ein Spin-Off (so wie
das tatsächlich kommende asiatische Spin-Off "Paranormal
Activity: Tokyo (ohne Drift)"), aber Williams macht
sowohl das, als auch ein Prequel der ersten
Ereignisse draus, da der Film vor, während und Teil
1 spielt.
Mochte man den ersten Teil nicht, kann man sich
Nummer 2 sparen, da er bei aller Nachmache auch die
Mängel des ersten mit nachahmt. Soll heißen, dass
wieder erst im letzten Viertel Stattliches passiert
und der ganze Horror erneut darauf reduziert wird,
lange Stillen mit plötzlichen, schreckhaften Lauten
zu brechen (fies: eine Ohren betäubende
Küchenszene). Williams zeigt zahlreiche Tage der
Familie, die mit immer gleichen Einstellungen neu
vorgestellt werden und ist mit seinen mehreren
Kameras damit nur knapp abwechslungsreicher als die
immer gleichen starren Perspektiven im ersten Teil.
Alles ist ein klein
wenig besser, ist aber keine Gratwanderung. Die
neuen Darsteller (und die zurückgekehrte Katie) sind
sympathischer, charismatischer, wenn auch immer noch
weit davon entfernt, als Horrorfilmfiguren wirklich
in Erinnerung zu bleiben. Noch immer versucht man
krampfhaft, real zu wirken, würzt das
Alltagsgeschehen jedoch mit einer erfrischenden
Prise Humor und einer akzeptablen Spurensuche, die
letztendlich in einem gewagt bösen, ungewöhnlichen
Ende mündet, das Teil 1 sogar erklärt und
geringfügig aufwertet, ohne den offensichtlichen
Erklärbär zu geben. Allen Verbesserungen zum Trotz
bleibt "Paranormal Activity" weiterhin davon
entfernt, was man mit dem Konzept hätte machen
können. Mittlerweile ist es ein zumindest
mittelmäßiger Horrorfilm, aber bis zu einem guten
oder sehr guten oder zum Klassiker fehlt noch viel.
Fazit:
Es spaltet sich erneut. Zum einen kann "Paranormal
Activity 2" wieder genau so wirkungsvoll sein wie
der Erstling, ist dann noch ausgefeilter und in
jedem Belang besser. Andererseits ist es wieder
exakt dasselbe in Grün, oder besser gesagt, in Blau,
mit genau den gleichen Schwächen. Da 2 auf die
Ereignisse des ersten eingeht, sollte man den aber
in jedem Fall zuerst sehen.
4,5 / 10
10 -
Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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