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Kritik:
R.E.D. 2


von Manuel Föhl - > Blog besuchen

RED 2
(2013)
Regisseur: Dean Parisot („Galaxy Quest“)
Cast: Bruce Willis, Mary-Louise Parker, John Malkovich, Helen Mirren, Lee Byung-hun, Anthony Hopkins, Catherine Zeta-Jones, David Thewlis

Story:
Bruce Willis' Frank Moses wird diesmal vom FBI aufgesucht, weil man mehr über seine Beteiligung an einer Mission namens „Nightshade“ vor 25 Jahren wissen möchte, als eine Nuklearwaffe spurlos verschwand. Zusammen mit seinem Ex-Kollegen Marvin (John Malkovich) und seiner Freundin Sarah (Mary-Louise Parker) macht er sich daraufhin auf den Weg nach Paris um der Sache persönlich auf den Grund zu gehen. Dort treffen sie auch wieder auf Victoria (Helen Mirren) und eine ehemalige Liebhaberin von Frank, die Russin Katja (Catherine Zeta-Jones). Doch noch mehr sind ihren Spuren hinterher...

Kritik:
Nachdem Teil 1 sogar die Erwartungen von Produzent Lorenzo di Bonaventura an den Kinokassen übertraf, war natürlich schnell klar, dass man eine Fortsetzung produzieren möchte. Regisseur Robert Schwentke stand für die Fortsetzung leider nicht mehr zur Verfügung, er machte lieber (bedauerlicherweise) einer der diesjährigen Mega-Flops und zwar „R.I.P.D.“. Deshalb übernahm Dean Parisot, dessen letzter Film „Dick & Jane“ mit Jim Carrey und Tea Leoni bereits 8 Jahre zurücklag. Sein bekanntester, seiner auffallend wenigen Regiejobs, dürfte wohl „Galaxy Quest“ sein. Die Autoren bekamen übrigens diesen Mai schon den Auftrag für einen dritten Film, mal sehen wie zufrieden man am Ende mit dem Einspielergebnis ist. Bisher ist es noch ein wenig dürftig.

Wie Kenner des ersten Teils bereits wissen sollten, nimmt man es bei den Filmen nicht gerade allzu Ernst mit Physik oder ähnlichem. Stärke des ersten und auch immer noch des zweiten Films ist aber dabei, dass man sich auch selbst nicht zur Ernst nimmt. Dem berühmten, absurden Stunt aus Teil 1, als Bruce Willis aus einem fahrenden, sich drehenden Auto einfach aussteigt, wird zum Beispiel in Teil 2 auf noch absurdere Weise Tribut gezollt. In der Welt von R.E.D. völlig in Ordnung. Im Vergleich zu anderen Vertretern des Genre ist nämlich hier das Augenzwinkern immer präsent ohne das Ganze in das Lächerliche zu ziehen oder in Blödeleien abzudriften.

Doch natürlich hat der Film trotz allem, besonders im Vergleich zu seinem Vorgänger größere Schwächen. So ist er zum einem mindestens eine dicke Spur zu lang, er hat zu viele Charaktere und die Story wird unnötig kompliziert erzählt. Lee Byung-huns Charaktere ist dabei einer der größeren Missgeschicke der Macher. Ist er auf der einen Seite die ganze Zeit eigentlich eine wirkliche Existenzberechtigung im Film schuldig, so wandelt sich seine Figur auf eine Art und Weise, die für einen Lacher gut ist, aber ansonsten die Figur in die völlige Belanglosigkeit stürzt. Ähnliches gilt nicht für Anthony Hopkins. Seine Screen-Time ist gut dosiert, doch so wirklich Eindruck will auch er nicht hinterlassen. Eine gewisse Lustlosigkeit, ein Vorwurf, den sich sein Kollege Bruce Willis in letzter Zeit immer öfters anhören muss, kann man ihm dabei gut und gerne unterstellen. Willis dagegen scheint wie bei Teil 1 eigentlich einiges an Spaß an der ganzen Sache zu haben.   

Mag sein, dass sein “Expendables 3”-Abschied ein wenig unrühmlich von statten ging, aber sieht man ihn hier, mag es vielleicht auch einfach das Projekt gewesen sein, dass ihn einfach nicht mehr gereizt hat.

Einer der wohl auch in die Lustlosigkeits-Schublade gehört ist Komponist Alan Silvestri. Sehr auf Elektronik fixiert, erkennt man nur hier und da bekannte Silvestri’sche Klangschematas, aber auch die tragen dann nur mehr dazu bei, dass der Score für sich einfach nur austauschbar und öde ist ohne konkrete Linie oder einfachen Ideen. Schade!

Fazit:
Netter Spaß mit Abstrichen, sympathisch und nie zu ernst. Nettes Dessert nach einem verkochten Kinosommer!

6 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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