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DREHBUCH-KRITIK:

RIDDICK 3:
Dead Man Stalking


von Christian Mester

RIDDICK 3 (2011-2012)
Drehbuch: David Twohy, Vin Diesel

Prolog:
Es sollte zum großen Science-Fiction Franchise werden. Nachdem „Pitch Black“ zahlreiche Fans bekam, sollte „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ den Auftakt einer großen Sci-Fi Reihe bilden. Trotz starken Fan-Andrangs (ein animierter Film und zwei Videospiele waren erfolgreich) blieb der über 200 Millionen Dollar teure (man hatte sich während der Produktion ein klein wenig verspekuliert) jedoch reichlich unbesucht. Eine Enttäuschung für Star Vin Diesel und Regisseur/Autor David Twohy, die eigentlich schon zwei weitere Teile geschrieben hatten. Teil 2 sollte Richard B. Riddick in die Unterwelt Underverse führen, Teil 3 auf seinen Heimatplaneten Furya.

Dieses Jahr dann die große Wende. Weil „The Fast and the Furious 4” 2009 der erfolgreichste Universal-Film des Jahres war, boten verschiedene Studios Diesel direkt mehrere Angebote an. Weil er nun „The Fast and the Furious 5“ und „xXx 3: The Return of Xander Cage“ macht, hat er die Mittel, seinen nächsten Riddick in die Tat umzusetzen. „Riddick 2“ und „3“ waren mit größerem Geld geplant, weswegen die beiden sich noch einmal hinsetzen mussten um beide umzuschreiben. „Pitch Black 3“ oder „Riddick: Chroniken eines Kriegers 2“ oder "Riddick 3", je nachdem wie man zählen mag, ist also sichere Sache… aber auch ein sicheres Ding?

Vin Diesel heißt eigentlich
Mark Vincent

Story:
Auf einem fernen Planeten gestrandet sein, von Monstern gejagt werden und gegen bis an die Zähne bewaffnete Kopfgeldjäger mit Hightech kämpfen? Für die meisten ein wahr gewordener Albtraum, für einen Richard B. Riddick bloß Dienstag

Kritik
:
„Riddick 3“ macht auf dem Papier alles richtig. Alles. Nachdem kurz gezeigt wird, wie Riddick vom neuen Lord Marshall erneut zum verstoßenen Kopfgeldopfer wird, brilliert das neue Abenteuer des glatzköpfigen Rebellen in zwei Sparten. Zum einen wird Riddick einmal mehr als talentierter Survival-Experte gezeigt, der sich auf dem neuen Planeten (neues Thema: nicht Sonnenlicht, Wasser) gekonnt mit außerirdischen Kojoten und gefährlichen Schlammmonstern anlegt. Zum anderen geht es wie schon in den ersten beiden Filmen wieder gegen Bounty Hunter, die bestens bewaffnet und in der Überzahl sind, gegen den gewitzten Meister Proper aber natürlich nicht den Hauch eine Chance haben.

Hauptelement ist wieder einmal Riddicks Badassery, die unentwegt Spaß macht und gerade im scheinbaren Angesicht des Todes immer wieder tolle Szenen hervorbringt. Riddicks Gegenüber erinnern an die bisherigen Kopfgeldjäger, gespielt von Cole Hauser und Nick Chinlund. Sie sind bissig, arrogant, töricht und ein gefundenes Fressen für den Mann mit den Nachtsichtaugen. Es gibt zahlreiche Actionszenen, witzige Sprüche und eine Handlung, die zwar äußerst vorhersehbar bleibt, trotzdem die richtigen Töne trifft. Von Riddick selbst erfährt man kaum neues, dafür gibt es gegen Ende eine interessante Überleitung in einen möglichen nächsten Teil (auch wenn es kein so großer Cliffhanger wie am Ende von "2" ist).

  


Harsche Kritiker könnten tönen, dass „Riddick 3“ verdächtig genau an den ersten Teil erinnert, kaum neues mit einbringt und auf sicheren Pfaden stapft, doch auch wenn „Riddick 3“ mehr oder weniger bloß leichte Variation des ersten Teils ist, dürfte es ein gelungener Sci-Fi Actioner werden, der genügend Änderungen anbringt, um für sich stehen zu können und so jedem gefallen dürfte, der schon den ersten mochte. Große Szenen wie im zweiten Film gibt es keine – aber dafür gibt es ja auch bekannterweise kein Geld.

Mester meint:
Wer den ersten Teil mag, dürfte dem Dritten mit leuchtenden Augen entgegen sehen. Wer den Zweiten bevorzugt, dem dürfte es an Größe und Effekten fehlen, doch egal welchen man auch nun auch lieber mag – sofern man die Figur des Riddick mag, darf man dieses nächste Kapitel auf die persönliche Must-See Liste stellen.


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