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Kritik:
R.I.P.D.


von Michael Herbst

R.I.P.D.
(2013)
Regisseur: Robert Schwentke
Cast: Ryan Reynolds, Jeff Bridges

Story:
Ermittler Nick (Ryan Reynolds) bereut es, mit einem Kollegen (Kevin Bacon) eine größere Summe Geld unterschlagen zu haben. Bevor er es jedoch zurückgeben und sich stellen kann, erschießt ihn dieser während eines Einsatzes. Nick stirbt und landet verblüfft beim RIPD, dem Rest in Peace Department, einer Art Geister-Polizeibehörde. Zusammen mit einem zynischen Cowboy namens Roy (Jeff Bridges) geht es zum Dienst zurück auf die Erde...

Kritik:
Mit Flightplan, Die Frau des Zeitreisenden und RED: Älter, härter, besser hat sich der deutsche Filmemacher Robert Schwenkte nicht gerade als neuer Spielberg erwiesen, immerhin jedoch als zuverlässige Bank. Sein erfolgreichster bislang war die Comic-Verfilmung RED, weswegen man ihm mehr Etat gab, um noch eine weitere zu drehen: RIPD, im Grunde Men in Black mit Geistern, mit Ryan Reynolds als Agent J und Jeff Bridges als älterer Agent K.

Könnte funktionieren, tut es aber leider nur teilweise. In der Hauptrolle des Ermittlers Nick kann Ryan Reynolds nicht überzeugen, da er sich einfach nicht in seine Rolle einfinden kann. Als verwirrter Bürger lassen ihn all die neuen Erlebnisse zu unberührt und als ernster Gegenpol zum ausgefallenen Cowboy-Kollegen ist er nicht zynisch oder lustig genug. Man schien sich nicht entscheiden zu können, ob er die J oder K Figur abgeben soll. Der für gewöhnlich bemerkenswerte Jeff Bridges enttäuscht ebenso. Die Cowboy Masche will dieses Mal nicht sitzen, ist sie doch zu oft übertrieben und steht im schlechten Kontrast zu Reynolds fürchterlich generischen Helden. Besseren Rapport liefert sich Bridges mit Marie-Louise Parker, die in der amüsantesten Rolle des Films ihre Vorgesetzte spielt.

Völlig fehlgeschlagen sind die Antagonisten. Angeführt von einem spielfaulen Kevin Bacon, sind die Bösen unförmige CGI-Klumpen, möglichst hässlich mit Wampen, mehreren Augen, großen Narben etc. stilisiert, die sabbernd herumspringen und am Ende des Films, wie es denn sein muss, eine Apokalypse herbeibeschwören. Die visuelle Originalität der Men in Black Kreaturen fehlt jedoch, und sowohl das Department als auch das Equipment der RIPD Agenten ist ansonsten zu ideenlos abgekupfert.   

Schwentkes Regie ist sich der Oberflächlichkeit des Stoffes bewusst und hat den Ton gezielt kurzweilig gehalten, doch es misslingt ihm, aus der Comedy und der Action Stärken zu schaffen. Seltene Witze funktionieren, beispielsweise, dass die beiden Männer den Erdenbürgern als Supermodel Marisa Miller und alter Asiate erscheinen und als solche unsterblich sind, aber er macht zu wenig aus den Situationen, lässt besonders Reynolds zu wenig reagieren. Aufgrund der schlechten Gegner und Unsterblichkeit der Helden ist das Jagen der Bösen wenig aufregend, und noch weniger sehenswert, da sie sowohl gestalterisch, wie auch tricktechnisch wirklich hässliche Gestalten sind.

Fazit:
Der neue Ghostbusters / Men in Black? Nein, eher der neue Ghostbusters 2 / Men in Black 2.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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