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KRITIK:
Saw 7: Vollendung
von
Christian Mester
Saw 3D
(2010)
Regie: Kevin
Greutert
Cast: Costas Mandylor, Tobin Bell
Story:
Nach den Ereignissen des letzten Teils dürstet es Jigsaws
Assistent Mark Hoffman (Costas Mandylor) nach Rache. Der ehemalige
Polizist verarztet seine schwere Wunde und macht sich direkt auf den
Weg, Jigsaws verantwortliche Frau Jill (Betsy Russell) zu jagen. Dass
sich diese kurzerhand verzweifelt unter Polizeischutz stellen
lässt, hält ihn längst nicht
zurück.
Währenddessen kämpft ein verzweifelter Mann namens
Bobby Dagen (Sean Patrick Flannery) in einem eigens für ihn
kreierten Fallenlabyrinth um sein Leben. Der Grund für seine
Prüfung? Er hatte sich als vermeintlicher
Überlebender einer Falle in den Medien feiern lassen, obwohl
er in Wahrheit nie ein Opfer war. Die wahr gewordene Lüge
wird zum tödlichen Albtraum…
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Chester
Bennington von Linkin Park spielt mit
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Kritik:
Über
die Macher der "Saw" Filmreihe mag man sagen können was man
will, aber sie sind fraglos fleißig wie die
Heinzelmännchen. Mit "Saw 3D - Vollendung" liefern sie wieder
einmal pünktlich ihren jährlichen Beitrag ab und
schaffen damit den siebten Film im siebten Jahr. Gespannt durfte man
sein, wie Jigsaws bzw. Hoffmans Fallenspiele erstmals in drei
Dimensionen wirken würden und ob es denn dieses Mal ein
abschließendes Ende geben könnte.
Im Vorfeld versprachen die Macher noch hoch und heilig, dass dieser
Film sowohl Fans, als auch Neulinge gleichermaßen ansprechen
könne. Fans würden erstmals ein
tatsächliches Finale erleben, das die in sechs Filmen
aufgestellte Handlung zu einem würdigen Finale bringen
würde. Neulinge sollten dazu ebenfalls ihren Spaß
haben,
da der Film vor allem als spaßiges 3-D Horrorerlebnis
funktionierten soll. Aus diesem Grund ließ man zum ersten Mal
die römische Zahl im Titel weg, doch haben sie ihre Ziele
erreicht?
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VOLLENDUNG ist
nur ein Zusatz des deutschen Verleihs -
im Original heißt der Film nur SAW 3D
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"Saw VI"
bekam im letzten Jahr
großes Lob dafür, die große Handlung
packend fortzuführen und zugleich eine spannende neue
Einzelprüfung zu zeigen. Teil Sieben macht es seinem
Vorgänger nun gleich und überzeugt auf derselben
Weise. Bobby Dagens Spiel ist wieder einmal fesselnd und mit
fürchterlich fiesen Fallen gespickt, die mitfiebern lassen.
Besonders fies: in einer Falle hat eine Frau einen Schlüssel
an einem Angelhaken verschluckt. Dagen bekommt die Aufgabe beides
wieder herauszuziehen, wobei sie jedoch keinen Schmerzenslaut von sich
geben darf; zu viele Schreie bedeuten ihren Tod. Flannery ist als neuer
Held nicht schlecht, doch besser ist Costas Mandylor, der seinen
vierten Auftritt als Fallensteller zu seinem bislang besten macht.
Tobin Bell? Auf einen Cameo reduziert.
Ohne an dieser Stelle zuviel verraten zu wollen, lässt sich
sagen, dass auch der siebte "Saw" wieder einige Überraschungen
parat hält. Dieses Mal sind sie vielleicht nicht ganz so
wirkungsvoll wie die beeindruckenden Enden der ersten beiden Filme,
kommen Fans der Reihe jedoch sehr entgegen. Man darf sich vor allem auf
die Rückkehr des Doktors aus dem ersten Teil freuen. Nach
"Crank" und "Crank 2: High Voltage" gibt es hier übrigens
wieder einen Auftritt von Linkin Park Sänger Chester
Bennington, der in einer der spektakulärsten Fallen des Films
landet.
Kevin
Greuterts sechster Teil stach aus den letzten drei merklich hervor, da
er insgesamt wesentlich schwungvoller inszeniert war. Dasselbe
lässt sich nun auch über seinen siebten sagen, der
wieder derart flott inszeniert ist, dass keine Längen
aufkommen. Der Rest gleicht den anderen Teilen, da Charlie Clousers
Musik die bekannte Klangkulisse liefert und der Film optisch an seine
Vorgänger erinnert.
Sparen können hätte man sich jedoch den 3-D Aspekt,
da es eine völlige Verschwendung des Formats ist. Hatte man
sich zu Anfang der Dreharbeiten noch darüber gefreut, dass der
Film direkt in 3-D gedreht und nicht bloß lieblos
nachträglich in 3-D übertragen wurde, bleiben die
drei Dimensionen recht ungenutzt. Abgesehen von einigen wenigen
Momenten ragt nur wenig aus der Leinwand heraus und da die meisten
Szenen relativ dunkel ausfallen, existiert auch keine große
Tiefenwirkung. Die Chance, die Zuschauer die Fallen hautnah erleben zu
lassen blieb also ungenutzt.
"Saw 3D - Vollendung" wird damit beworben, das finale Kapitel der lang
laufenden Filmreihe zu sein, doch ist er das überhaupt?
Mitnichten. Das Ende des Films ist nicht nur offen, es deutet gleich
fünf verschiedene Möglichkeiten an, wie man die
Handlung in weiteren Filmen fortführen könnte. Genau
genommen ist es damit sogar das loseste Ende aller sieben Teile, und da
der Film schon das Fünffache seines Budgets einspielen konnte,
braucht man sich demnach nicht über einen baldigen Achten
wundern.
Neu ist das jedoch nicht, da auch andere Filmreihen schon vorzeitig mit
einem Abschluss warben: "Freitag, der 13. Teil IV: Das letzte Kapitel",
"Freddy’s
Finale: Nightmare on Elm Street 6" oder der vierte "Final
Destination", der im Original plakativ "The
Final Destination" hieß, liefen darüber
hinaus noch weiter. Man darf sich nur wundern, wann es die "Saw" Reihe
den Kollegen "Hellraiser",
"Leprechaun"
und "Freitag,
der 13." nachmacht und endlich im Weltraum spielt.
Fazit:
Sofern man sich weder tolle 3-D Effekte, noch ein
abschließendes Ende für die Reihe erwartet, ist "Saw
3D – Vollendung" ein wieder einmal gelungener Teil mit vielen
spannenden Fallen. Manche Überraschungen mögen
langjährige Fans zwar nicht mehr aus den Socken hauen, sind
aber gut in Szene gesetzt.
6 /
10
10
- Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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