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Kritik:
Scary Movie 5


von Daniel Schmitt

SCARY MOVIE 5
(2013)
Regisseur: Malcom D. Lee
Cast: Ashley Tisdale, Charlie Sheen, Lindsay Lohan

Story:
Nachdem Biowissenschaftler Dan (Simon Rex) und Balletttänzerin Jody (Ashley Tisdale) die wilden Kinder von Dans Bruder finden und aufziehen müssen, werden sie von paranormalen Phänomenen heimgesucht.

Kritik:
Normalerweise beginnt man an dieser Stelle mit der Aufzählung der am Film Beteiligten, aber in diesem Fall dürften jene wohl jede Erwähnung als schädlich für die weiteren Karriere erachten und sich schleunigst davon distanzieren wollen. Abgesehen von Regisseur und Autor Jason Friedberg, versteht sich, der, seiner Filmographie nach (Beilight, Meine Frau, die Spartaner und ich, Fantastic Movie, Date Movie) sowieso bereits aufgeben hat, jemals irgendetwas von Wert zu fabrizieren. Ekelhafter Fäkalhumor, Witze, die nicht zünden und Dialoge, die komisch gedacht sind aber geradezu immer peinlich unlustig sind, machen "Scary Movie 5" zu dem was er ist: eine schrecklich schaurige Schlechtheit, ein Film zum Abgewöhnen.

Von den Schauspielern, sollte man sie hier überhaupt so nennen dürfen, stechen keine heraus. Ganz im Gegenteil, sie bewegen sich alle auf einem Niveau absoluter Unfähigkeit. Wer hoffte, dass Charlie Sheen ein wenig von seinem alten Pepp mitbringen würde, liegt falsch und Lindsay Lohan und die restlichen "Darsteller" beweisen konsequente Talentfreiheit. Dass sich Rapper Snoop Dogg in der Rahmenhandlung an einer komödiantischen Version seiner selbst probiert, was an sich schon zweifelhaft erscheint, missglückt ebenfalls kläglich.

Simon Rex (viele Scary Movies) macht prinzipiell dasselbe wie in all seinen Filmen davor: sich spaßfrei zum Affen zu machen. Und das bisherige Scary Movie Aushängeschild Anna Faris? Nicht mehr vertreten und lieber in Filmen wie Das hält kein Jahr und Movie 43 zu sehen, die besser sind als dieser, weil ihr Scary Movie 5 anscheinend schon im Vorfeld zu schlecht erschien. Ersatz Ashley Tisdale hat das nicht bemerkt und fiel drauf rein. Wie jeder Zuschauer, dieser mit einbegriffen. Wie schlecht Scary Movie 5 ist? Das Testbild, ein kaputter Fernseher oder eine Lobotomie wären amüsanter als dieses sechsundachtzig Minuten andauernde Folter.

Selbst wenn man den Film auf einem Reißnagel oder gleich auf einem Kaktus sitzend sehen würde, könnte es nicht schmerzvoller werden. Es existiert so viel beispielloses Leid auf der Welt, dass man nicht drumherum kommt, "Scary Movie 5" all diese Pein zu wünschen. Möglich, dass er bald neben Waterboarding und der Streckband zum Freizeitprogramm in Guantanamo Bay gehören wird. Dann lieber die Kitzelfolter, denn da hat man wenigstens etwas zum Lachen.

Fazit:
Wer lachen möchte, sollte sich die "Hot Shots" Reihe ansehen oder noch besser, sich gleich ein paar Stunden lang mit Leslie Nielsen Filmen vergnügen. Die meisten stammen zwar von denselben Autoren wie diese Katastrophe hier, aber damals zeigte sich noch keine solche Inkompetenz. "Scary Movie 5" ist die schlechteste Komödie seit Mel Gibsons "Die Passion Christi". Das absolute Musterbeispiel, wie ein Film nicht sein sollte.

0,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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