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Kritik:
Street Kings


von Christian Mester

Street Kings
(2008)
Regisseur: David Ayer
Cast: Keanu Reeves, Chris Evans, Forest Withaker

Story:
Nach dem brutalen Mord an Cop Terrence Washington (Terry Crews) versucht dessen ehemaliger Partner Tom Ludlow (Keanu Reeves) Licht ins Dunkel zu bringen. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass die Korruption im LAPD wilde Blüten schlägt und keiner der Beteiligten über eine wirklich weiße Weste verfügt...

Kritik:
David Ayers Street Kings fängt bereits sehr gut an. In einer dreckig guten Eröffnungsszene mimt Ludlow den üblen Dealer, bevor er schließlich im Alleingang eine ganze Drogenbande erledigt und zwei Mädchen befreit.

Schon von Anfang an wird hier klar, dass Ludlow keine einfache Figur ist. Er
ist Teil einer Sondereinheit wie in The Shield, die sich um besonders üble Verbrechen kümmert und täglich mit dem schlimmsten Gesindel zu tun hat. Dabei ist Ludlow alles andere als zimperlich; von den Kriminellen hält er so wenig, dass er sie nahezu immer direkt erschießt. Dafür wagt er sich auch stets todesmutig alleine ins Gefecht, um seine Exekutionen nachhaltig als reine Gegenwehr darstellen zu können. Es deckt ihn sein Chef, der zwar nicht viel von Ludlows knallharter Tour hält,
mit ihm aber übereinstimmt, dass Kindesentführer nichts anderes als den Tod verdienen.

Keanu spielt die Figur des Cops ganz gut, auch wenn etwas mehr Gefühl teilweise nicht verkehrt gewesen wären. Sein Charakter ist allerdings auch sehr stumpf geschrieben - abseits von einer oberflächlichen Beziehung hat er keinerlei Freunde, er trinkt und selbst mit den Leuten aus seiner eigenen Einheit versteht er sich nicht.

Richtig überzeugen kann Reeves dagegen in den Actionszenen, die recht oft vorkommen und sehr gut und hart in Szene gesetzt sind. Zwar hält sich alles im kleinen Rahmen - es ist kein Actionepos ala Bad Boys - aber dann immer düster, dreckig und auch sehr blutig.

Die Geschichte des Films ist wie so oft in dem Genre sehr verstrickt mit vielen Wendungen ,so das man sich immerzu fragen kann, wer eigentlich zu wem gehört und wer mehr weiß als er zuzugeben scheint. Das Ende ist einigermaßen hervorsehbar, doch insgesamt gibt es trotzdem genügend interessante Enthüllungen, die im ganzen Filmverlauf zum Miträtseln einladen.

Gut besetzt sind auch Reeves Kollegen, insbesondere Forest Withaker, der gewohnt hervorragend zu Werke geht und eine weitere sehr gute Leistung vollbringt. Die Fackel Chris Evans überrascht angenehm in einer kleinen Rolle als Reeves' Partner, mit der er doch auch zeigt, dass er nicht nur den albernen Vogel spielen kann. Über die Auftritte der Rapper Common und The Game sollte man sich jedoch nicht viel erwarten, da beide nur kurz und wortkarg auftreten.

Street Kings ist am Ende kein richtiger Topfilm, da z.B. im Vergleich zu Training Day richtig eindrucksvolle Performances fehlen und die Dramatik niemals richtig fesselnd wird, dennoch ist er von grundauf solide und definitiv einen Kinobesuch wert.

Fazit:
Street Kings ist genau das richtige, um den großen Actionsommer langsam einzuleiten. Kleine, aber sehr gut gemachte Action mit einem wie immer sympathischen Keanu Reeves in der Hauptrolle.

5 / 10

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