Kritik:
Sucker Punch
von
Christian Mester
SUCKER PUNCH
(2011)
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Emily Browning, Abbie
Cornish, Vanessa Hudgens
Story:
Nachdem eine zierliche 20jährige
(Emily Browning) in einer
Notsituation versehentlich ihre
Schwester erschießt, bugsiert sie
ihr niederträchtiger
Schwiegervater in eine Anstalt für
geistig Gestörte. Fünf Tage bleiben
ihr bis zu einer angeordneten Lobotomie. Tage, in denen sie sich
in eine für sie vollkommen reale
Fantasie flüchtet... in welcher sie
sich wiederum in eine noch
tiefer liegende Fantasie flüchtet.
Parallel versucht sie, mit anderen
Mädels (Abbie Cornish, Vanessa
Hudgens, Jena Malone, Jamie Chung)
aus dem Institut zu fliehen.
Kritik:
Anmerkung - dies ist keine
typische Kritik, da Kollege Westhus
den Film in seiner Kritik bereits
relativ so eingefangen hat, wie ich
es recht ähnlich getan hätte, auch
wenn ich einiges davon anders
auslegen würde (beispielsweise hielt
ich persönlich die Musikauswahl für
durchaus gelungen). Dieser Take ist
nun eine bewusst andere Perspektive,
die den Film vielleicht etwas anders
sehen lässt. Es wird viel
interpretiert und manches mag an den
Haaren herbei gezogen wirken, aber
wer weiß. Standardkritik in einem
Satz: "Sucker Punch" ist je nach
Vorkenntnis originelles Actionkino,
das ein bisschen zu musiklastig und
zu schwach charakterisiert ausfällt,
aber schon durch seine Bildgewalt
zumindest interessant und damit
sehenswert ausfällt.
Erster Weltkrieg? Nicht nur mit
Soldaten, mit Zombiesoldaten! Es
wird besser: die rot leuchtende
Augen haben und dampfbetrieben sind!
Es wird besser: toughe Madls in
Army-Gear, die mit Katana, Kanonen
und Badassery gegen die untoten
Wolfenstein/Killzone-Todesmassen vorgehen. Es wird noch
besser: auf ihrer Seite: ein
Bunny-Mecha - auf der anderen: ein
gigantisches Zeppelin, das in
gnadenloser Arnie-Manier
gehindenburgt wird! Netzstrümpfe,
flammendes Inferno, Bodycount!
Drachen, Cyborgs, Ritter, Orks,
Planetenringe, explodierende Städte,
Prostituierte, Pimps!
Eigentlich fehlen da nur noch tolle
Autos und Dinosaurier, allerdings
hätte es dann passieren können, dass die Awesomeigkeit des
Ganzen die Nähte
des Ertragbaren, Erfassbaren zu
platzen lassen drohen würden.
Was Zack Snyder hier unverfroren
bissig ins Kino rabaukt, ist A) für
den offenen Kinogänger interessanter
Bilderrausch B) für den
Realismus/Intellekt-Fokussierten ein
Mainstream-Albtraum (es fehlen bloß
Hip/Hop und Schleichwerbung zum
Hirn-GAU) und C) der
feuchte Traum eines jeden Geeks, der
ohne nachzusehen Green Lanterns
Leitspruch aufsagen kann, Mangas,
Warhammer 40.000, Cosplay, Comic
Con, Dragon Age, Pen & Paper, John
Romero, Robocop vs. Terminator,
Björk, Voltron und Toshiro Mifune
kennt und zu schätzen weiß. Wer sich
vom "300" Regisseur nun einen Film
wie "300" erwartet, da die Trailer
in etwa ähnliches, bloß noch
abgefahrener und mit Frauenpower
erahnen ließen, wird sicherlich maßlos enttäuscht sein.
"300" mag überzogen, gewaltlastig
und selbstverherrlichend gewesen
sein, doch auch wenn sich die beiden
Filme stilistisch ein wenig ähneln
und gleiche Story-Inhalte haben ((es
lässt sich streiten, dass Leonidas
überkandidierte Dauer-Cholerik und
Egomanie-Selbstüberschätzung an
Wahnsinn grenzen), Verrat,
Selbstaufopferung,
Selbstidealisierung),
sind es zwei völlig verschiedene
Paar Schuhe. "300" ist ehrliches narzistisch-rassistisch-unmenschlich-faschistisches Sixpack/AufdieFresse/Hodenkino,
das "Rambo 4" masturbiert und fast an Selbstparodie grenzt aber
noch gerade auf seiner Seite bleibt,
während "Sucker Punch" vorgaukelt,
Fantasy-Emanzipations-Girl-Power-Fabel zu
sein, damit dann halbherzige
Dramaturgie beschreitet und...
insgeheim doch voyeuristisches
Männerkino im "Resident Evil"
Actionstil ist? Oder steckt da etwa
doch noch eine Überraschung im Bild,
ein "you'll shit bricks when you see
it"?
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Die
Hauptkritikpunkte an "Sucker Punch"
treffen die anscheinend
dramatisch intendierte Geschichte,
die offenbar
keineswegs funktioniert, da die
Figuren hauchdünn sind und keine
Charakterisierung durchleben - und
das stimmt sogar. Keine Figur im
gesamten Film hat mehr
Charakterentwicklung als Bumblebee
aus den "Transformers" Filmen. Den kleinsten
merklichen Wandel machen zwei
Randfiguren durch, die Schwestern
sind und sich umeinander sorgen (Abbie
Cornish aus... kennt man noch nicht
und Jena Malone aus "Donnie Darko"
und dem Monsterpflanzenschreck
"Ruinen").
Sieht man genauer hin, ist der
eigentlich traurige, tragische
Aspekt, dass hilflose Mädchen in
gruseligen Umständen gefangen sind
und darin noch ausgebeutet bzw.
hirntot gemacht werden sollen, so
flach inszeniert, dass man
eigentlich nicht annehmen kann,
Snyder habe daran versagt. Hat
er auch nicht, legt man den Kopf mal
schief.
"Sucker Punch" führt aufs Glatteis: da wäre die Tatsache,
dass Baby Doll in der zweiten Ebene
ihrer Fantasien unbesiegbar ist. Ein
absolutes Unding für gewöhnliches
Actionkino, denn durch ihre
Unantastbarkeit wird sie als
Actionheldin fad: nie gibt
es Grund zur Sorge, da sie schier
unbezwingbar ist, unbesiegbarer noch
als Super-Milla aus den Resident
Evil Filmen. Spannungskill. Es
passiert nicht, dass man ergriffen
mitfiebern kann. Passenderweise gibt
es bis auf die eigenen Fauxpas der
Mädels auch nie Gegner, die es
kämpferisch mit ihnen aufnehmen
könnten. Natürlich nicht, denn
gerade das ist der versteckte Zweck
der Inszenierung, der extra zuwider
bekannter Mechanismen geht: man soll
mit den Mädchen nicht mitfiebern.
Sie sollen nicht tiefschichtig sein
und Empathie wecken
(andernfalls würde man auch keine
Darstellerin vom Typ einer "High
School Musical" Vanessa Hudgens besetzen; Jamie Chung
entspringt der MTV Fake-Reality
Serie "The Real World"; die einzigen
fähigen Schauspieler sind die zuvor
genannten, die
emotionsfähige Rollen bekommen, in diesen aber extra dezent
auftreten; man vergleiche es mit
Snyders vorherigen Darstellerwahl
Sarah Polley, Michael Fassbender,
Gerard Butler, Jackie Earle Haley). Deswegen
ist auch der Einsatz der Musik so
aufdringlich und betäubend - jede
Szene wird lauthals mit Musik
beschallt, wodurch vor allem das Intro, in dem in rascher Abfolge
Horrendes passiert, stark und
bewusst entkräftigt wird: eine
Mutter stirbt, ein Mädchen droht
geschändet zu werden, ein anderes
stirbt, ein Mann ordnet an, den
Geist eines Mädchens zu vernichten,
und all das nur um ein Erbe zu
erschleichen, das dem Mädchen
wahrscheinlich ohnehin gänzlich egal
ist. Tiefpunkt menschlicher
Schicksale, doch wie wird es
umgesetzt? In glänzender
Musikvideo-Optik, die faktisch
fraglos (geschmacklos?) als schick bezeichnet werden
darf, ringt Baby Doll mit ihrem
Leben, während ihre Darstellerin im
Hintergrund leise "Sweet Dreams"
singt. Woanders kommt in einem
Moment der Nachdenklichkeit das
Pixies Stück "Where
is my Mind?" vor (da ist es
nicht bloß der passende Text - der
Song stammt aus einem Klassiker, in
dem ein Mann seinen Verstand
verliert und ebenfalls halluziniert), und als Püppchen zum
ersten Mal aufräumt, Björks
kongeniales "Army of Me". Ein
verfehlter Kitschgriff, der die
potentiellen, eigentlich
offensichtlichen Emotionen banal kaschiert
und reduziert? Normalerweise sollte
man die nicht einmal 1.60m große
Baby Doll nach ihrer Einführung in
den Arm nehmen wollen, wissend, dass
allein dieser Abend sie auf ewig schwerst traumatisieren
wird. Baby Doll ist so klein und
niedlich und hilflos wirkend, dass
sie sogar Hundewelpen und
Baby-Robben in Niedlichkeit
übertrifft. Hundert
Regisseure könnten ein unvergesslich
rührendes Drama aus diesem Ansatz machen. Doch
das ist nicht die Geschichte, die
Snyder erzählen will, und deswegen
auch keine, an der er versagt (und
nein, es ist mit großer Gewissheit
auch nicht der Fall, dass er bloß
platte Action und schicke Bilder
verschleudern will). Aus ähnlichem
Grund will der Film auch nicht
witzig sein - keine Oneliner, keiner
Gags, kein schwarzer Humor.
Wer gut aufpasst, merkt , dass die Hauptfigur ihren
seltsamen Namen erst in der Anstalt
bekommt. Richtig, denn vorher ist
sie eine Nichtentität: wir lernen
sie erst als Netzstrümpfe tragende
Prostituierte mit Namen kennen, die
sich daraufhin in Extremfantasien
mit Waffen und Cyborgs entschwindet.
Ihren Namen bekommt sie erst, als
die Erwartung da ist, dass sie
gleich in Action über geht (und die
anderen heißen Rakete, Süße Erbse,
Bernstein und Blondie? Namen, die
nicht wie Spitznamen, sondern wie
Show- oder Stripperinnennamen
klingen). Der Look. Gebräunte,
durchtrainierte, knapp bekleidete
junge Frauen, die Zöpfchen, errötete Wangen und Lollis haben? Hier
wird kein Kindsein fragwürdig
sexualisiert, das darf sicherlich
nicht falsch verstanden werden
(deswegen wird Baby Doll bei der
Einweisung auch speziell als 20 und
nicht als 15 oder 16 ausgezeichnet,
wobei man Browning auch 15 abnehmen
könnte), doch
es steht unweigerlich fest, dass man
es so direkt nicht ernst nehmen kann
- oder soll. Es ist schließlich absolut
unglaubwürdig, dass Baby Doll sich
selbst derart sehen würde. Selbst in
ihrer dritten Ebene (die nicht
umsonst entfernt an "Alice im
Wunderland" erinnert, wieso sonst
ist es ausgerechnet ein Häschen auf
dem Mecha? "Der Zauberer von Oz"
lässt in der finalen Einstellung
übrigens zusätzlich grüßen) in der sie
quasi mit Gott gleichzusetzen ist,
sieht sie genau so aus, wie es sich
geifernde Männerträume vor allem in
der Anime- und Mangawelt verlangen. Und dahinter steckt
Kalkül, Kalkül das darüber hinaus
geht, dass männliches Publikum gern
Frauen in aufreizender Optik
betrachtet (wobei es als solche
durchaus ebenso funktioniert wie das
Kalkül, episches Action-Rambazamba
einzusetzen, das losgelöst definitiv
sehr unterhaltsam und in den
gewählten Bildern abwechslungsreich
und nie langweilig ist - ein Blick,
wie ihn den meisten auf den Film
haben werden, die nicht von Snyders
Stilmittelpornographie abgeschreckt
sind).
Eklatant wichtig: trotz der
fragwürdigen Tonwahl
ist "Sucker Punch" kein maliziöses
Chauvinistenwerk. Wäre das der Fall,
wäre der Film offensichtlich mit
etlichen Nacktszenen durchzogen,
denn wenn es sich hier nicht
exploitativ anbietet, wo sonst? Es
gibt kein frauenfeindlicheres
Sinnbild als das des Bordells (und
nicht umsonst gibt es das
Frauen-im-Gefängnis Untergenre). Die
gibt es aber nicht, und das nicht,
weil Snyder den Film per Vorgabe
familiengerecht machen musste oder
wollte. Er
wusste, dass ihm immer die Option
eines Unrated Directors Cut blieb,
doch auch für diesen hat er keine
Exploitation-Szenen gedreht - denn
darum geht es ihm nicht. Dazu kommt,
dass der Film jeden enttäuschen
wird, der sich von den verschiedenen
Bewusstseinsebenen einen neuen "Inception"
erwartet - "Inception" ist
komplexes, hochgeschlossenes und
stilvolles Intellekt-Actionkino und
verfolgt gänzlich andere Motive.
Und womit endet der Film? Jemand
sagt, dass es nicht seine Geschichte
sei, sondern die eines anderen -
nicht die einer anderen Figur (auch
wenn es so adressiert wird), die des
Zuschauers. Der Film mag (Geek-)Klischees
bis ins Extrem abfeiern, aber nur,
weil er versteckt kritisiert.
Natürlich macht es überhaupt keinen
Sinn, dass Baby Doll sich und ihre
Freundinnen als Prostituierte
visualisiert - das ist eine
Metapher. Das man es in der Regel
darauf abgesehen hat, Frauen in
Filmen zu sexualisieren, die Stärke
ihrer Attraktivität gegen sie zu
verwenden. Eine attraktive Frau kann
in Filmen nie als stolz und sich
in ihrer Haut wohlfühlend gezeigt
werden, ohne dass der männliche
Drang im Publikum aufkommt, diese in
Fantasien begatten zu
wollen, was als Art Kontrollversuch
einordbar ist.
Baby Doll ist so gesehen eine
mögliche Prostituierte für den Zuschauer, der
nach seiner Revue-Trailer-Werbung
dafür bezahlt, sie im knappen
Rock vor sich herumtanzen zu sehen,
ohne sich um ihre
Figurenhintergründe und Empfindungen
zu scheren. Viele
beklagen, dass man Baby Dolls
anscheinend sensationelle,
magnetisierende Tänze im Film nicht
zu Gesicht bekommt - doch gerade das
tut man. Die Actionszenen sind ihre
Tänze (die übrigens in Ebene 1
knallharte Vergewaltigungen durch
Anstaltspersonal bedeuten), in denen sie erstaunt,
den Extremclown im Actionspaß abgibt und immer
wieder unter ihren Rock blicken
lässt. Trotz des möglichen Voyeurismus (den Snyder mit
seinen Zeitlupen gezielt bedient)
lässt der Film den Mädchen jedoch
ihre
Würde, er bleibt auf ihrer Seite: sie brauchen sich nicht
entblättern, stattdessen erfüllen
sie andere geheime Gelüste, indem
sie sich in Männerfantasien begeben
und nie zuvor gesehenes
Actionspektakel vortanzen -
Fantasien, die Frauen fraglos nur
selten selbst entwickeln (deswegen
wird auch nicht von Pferden,
Kleidung, Stränden, Welpen,
Selbstentfaltung, Shopping,
Callboys und Mutterschaft
fantasiert). Deswegen sind die Eröffnungscredits auch in Form eines
Bühnenvorhangs und sind erste Szene
und der merkwürdige Abspann-Song ein
Blick auf eine Bühne - weil der Film
die Bühne des ganzen
Cabaret-Burlesque-Akts "Sucker Punch"
ist. In der Hinsicht ergibt es auch
Sinn, dass im Abspann der
fiese Vergewaltiger-Wächter zu sehen
ist, wie er mit den Mädchen freudig
tanzt und Fete macht - um noch
einmal zu verdeutlichen, dass das
gesamte - nicht bloß das, was in
Baby Dolls Kopf passiert - alles von
Anfang bis Ende Meta-Inszenierung ist.
Eigentlich fehlte Snyder selbst
noch, der selbst mit auf der Bühne
agieren müsste.
Untermauert wird der surreale Aspekt
der fragwürdig realen Ebene noch
dadurch, dass das Ende wenig Sinn zu
ergeben scheint, denn wieso sieht
Baby Doll, was
Sweet Pea anschließend erlebt? Und wenn es
Realität ist, wieso kommt der
hilfreiche Traum-Wegweiser drin vor?
Weitere Vertiefung: in der Busszene
sieht Sweet Pea einen bestimmten
Jungen - den sie zuvor in der
Weltkriegsfantasie gesehen hatte,
ohne dass die anderen Mädels zugegen
waren. Einige Stimmen meinen, der
Film sei insgeheim aus Sweet Peas
Sicht erzählt, weswegen er auch mit
ihr endet, mit Baby Doll als fiktive
Rettung und als Katalyst für ihren
Selbstbefreiungsmut, doch das kann
nicht passen, da der Einstieg sonst
unfair wäre.
Dass womöglich alles irreal ist, ist
jedoch nicht schlecht. Es ist kein
enttäuschender "es ist nur ein
Traum" Film, in dem nichts
Gewichtung hat und alles egal ist.
Das interessante ist, dass man sich
bei "Sucker Punch" in keinerlei
Hinsicht sicher sein kann. Es gibt
Erklärungsversuche, aber keine
Erklärungen - was man sieht, was man
hört, was man zu sehen meint, ist
der eigenen Fantasie überlassen. Wie
im Tintenfleck eines Psychiaters
kann man vieles sehen: ein
interessantes Muster, ein nur
dreckiges Tuch, Symmetrien, bekannte
Konturen und Silhouetten. Das soll
abschließend nicht heißen, dass "Sucker
Punch" genial ist und fordert, dafür
bleiben mögliche
Interpretationspunkte zu tief
verbuddelt, dafür verspielt man sich
zu sehr die Möglichkeiten, die
ähnliches, Bekanntes vorlegen. Man
kann nur schwierig stumpfes
Actionfest abliefern um damit etwas
erzählen zu wollen, wenn die meisten
anschließend nur abfeiern, dass die
Action toll oder schlecht stumpf
ist. Das exakter heraus zu arbeiten,
wäre Snyders Arbeit gewesen, und so
muss man den Film als das, was er
plakativ am ehesten ist, sehen und
werten können. Und da darf man
harsch sein und es ins Gewicht
legen, dass der Film zwar
interessant und größtenteils
Augenfest ist, schauspielerisch und
inhaltlich jedoch zu Wünschen übrig
lässt.
Fazit:
Was auf den ersten Blick ein
anscheinend gänzlich tumber, flacher
Effektspektakelirrsinn mit
kreativen, aber überzogenen
Actionszenen und verfehlter Story
misslungener Figuren ist, kann auch
als ein
perfide und gekonnt inszeniertes
Stück Bilder-Musical / Satire / Show
/ Burlesque-Akt gesehen werden.
Sieht man diese zusätzliche Ebene
oder schräge Perspektive
nicht, fällt der Film weit ab. Dann
ist es schwaches Dramengeflecht mit
Musikkitsch und planloser
Effektgewalt.
Was man in "Sucker Punch" auch für
sich sehen mag - man darf sich einig
sein, dass es selbst als Fehlschlag
ein interessanter Film ist, den es
sich zu sehen lohnt.
7 /
10
10
- Meisterwerk
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6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
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