BG Kritik:

Ted 2


Seit 6 Jahren bei BG. Er hat Geschichte, Soziologie und Anthropologie studiert und ist ebenfalls als Autor tätig.

von Daniel Schmitt

Ted 2 (USA 2015)
Regisseur: Seth MacFarlane
Cast: Mark Wahlberg, Seth MacFarlane, Amanda Seyfried, Morgan Freeman

Story:
Ted und seine Frau Tami-Lynn wollen ein Kind adoptieren, müssen dafür aber beweisen, dass Ted vor dem Gesetz eine Person und kein Gegenstand ist.

Die Thunderbuddys John und der kiffende, alles besteigende, kinderliebe Teddybär Ted haben ihren zweiten Kinoauftritt.

MacFarlane hat u.a. Family Guy entwickelt und spricht die meisten der Figuren


Seth MacFarlane, der Erfinder von Zeichentrickserien wie „Family Guy“ und „American Dad“, aber auch der Mann hinter Komödien wie „A Million Ways to Die in the West“ und dem ersten „Ted“, bringt seinen neuesten Streich ins Kino. „Ted 2“ soll die Abenteuer um den sprechenden Plüschbär fortsetzen und liefert dabei eine Menge zusammenhangloser Witze, Filmanspielungen und Cameos von berühmten Schauspielern und Figuren aus der Medienwelt Amerikas. Reicht das aber aus, um den erfolgreichen „Ted“ fortzusetzen? Nicht ganz…

Die Handlung von „Ted“ ist schnell erklärt. John (Mark Wahlberg) hat sich als Kind seinen Teddy (Seth MacFarlane) lebendig gewünscht. Jahre später ist John erwachsen, und Ted und er sind noch immer Freunde. In „Ted 2“ ist Ted ausgezogen und lebt mittlerweile mit seiner eigenen Ehefrau zusammen. Sie haben Eheprobleme und beschließen, dass ein gemeinsames Kind diese beheben wird. Da Ted sich nicht reproduzieren kann und noch ein paar andere Schwierigkeiten auftauchen, beschließen die beiden, ein Kind zu adoptieren. Aber der Staat erkennt Ted nicht als Person an, was John und Ted juristisch klären wollen. Dabei soll ihre Anwältin Samantha (Amanda Seyfried) helfen.

Die Story klingt wie ein Rechtsdrama, in der eine Person seine Menschen- und Bürgerrechte einklagt aber „Ted 2“ ist weit entfernt von jeglichem Drama. Zwar ist Seth MacFarlane durchaus in der Lage auch ernste Themen mit Humor zufriedenstellend zu behandeln, was er öfters in „Family Guy“ unter Beweis gestellt hat, aber in „Ted 2“ zeigt er nichts davon. Die Argumentation beider Seiten ist mehr als dürftig, der plötzliche auftretende Bösewicht und sein, mehr als unnötig wirkender, Plan sprechen sogar für eine gewisse Lieblosigkeit. Man merkt als Zuschauer, dass man in die Geschichte nicht viel Arbeit gesteckt hat. Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Geschichte kein Gerichtsdrama sein soll, sondern eine Komödie um einen sprechenden, kiffenden Teddybären. Wer hier also erwartet, dass man tiefgehende existentielle Fragen beantwortet, ist im falschen Kinosaal.

In Ted 2 übernimmt er wieder Regie, Drehbuch und Teds Stimme


„Ted 2“ lebt von den Cameos, welche hier nicht vorweg genommen werden wollen, den mal gut und mal weniger gut gelungenen Filmanspielungen und den recht zusammenhanglosen Witzen, die sich ab und an sehr südlich der Gürtellinie bewegen. Dabei stellt sich Mark Wahlberg wieder einmal als guter Komödiendarsteller heraus, denn seine Chemie mit dem animierten Ted funktioniert tadellos. Lediglich Amanda Seyfried bleibt etwas auf der Strecke. Ihre Figur kommt zwar aus einer anderen Welt als Ted und John aber alle drei haben die Vorliebe für das Kiffen gemeinsam und können sich für recht schräge Aktivitäten begeistern -wie das wöchentliche Äpfel auf Jogger werfen- aber Seyfried wirkt trotzdem wortwörtlich steifer als der Steifteddy Ted.

Technisch ist der Film solide gemacht. Die Animation von Ted war schon im ersten Teil gelungen und im zweiten gibt es auch nichts zu beanstanden. Der Schnitt hingegen wirkt manchmal etwas holprig, weswegen die Kontinuität einzelner Szenen gänzlich flöten geht. Nichts Gravierendes aber es fällt auf und passiert nicht nur einmal. Hier wird es wahrscheinlich mal einen Unrated oder Extended Cut geben. Auch die Erzählstruktur ist gewöhnungsbedürftig. MacFarlanes Filme haben leider oft die Angewohnheit wie langgezogene Episoden seiner Serien zu wirken. „Ted 2“ ist hier keine Ausnahme. Man springt von einem Witz zum nächsten und die meisten Witze wollen auch zünden, aber immer mal wieder, schmuggeln sich ernsthafte Passagen ein, welche keine Pointe bringen und den Film unnötig ausbremsen. Es entstehen unnötige Längen, wodurch „Ted 2“ einfach zu lang wird.

Fazit:

„Ted 2“ ist fernab davon, ein Meisterwerk zu sein und bisher auch nicht MacFarlanes größte Leistung. Aus der Geschichte hätte man mehr machen können und auch die Fraktion der „Gegenspieler“ hätte eine andere sein müssen. Das Highlight sind aber die Witze und die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. Wer „Ted“ und „A Million Ways to Die in the West“ etwas abfinden konnte, wird bestimmt nichts falsch machen.

5,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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