BG Kritik:

Terminator Rising - Unser Ende ist ihr Anfang


von Christian Mester

Perfect: Android Rising (FU, 2014)
Regisseur: Chris Notarlie
Cast: Hugh Cares

Story:
In einer anderen Zeitlinie als Terminator 1-4: In der Zukunft befinden sich zwei Fraktionen im Konflikt: die Regierung und die Rebellen. Als die Regierung einen modernen Terminator losschickt, wird dieser abgefangen und umprogrammiert…

Endlich: Nach dem extrem teuren Terminator 4: Die Erlösung findet Terminator wieder zu seinen Low-Budget-Wurzeln zurück.

Nicht der Arnold


Seltsam, hieß es nicht zuletzt… Arnold Schwarzenegger spiele wieder bei Terminator mit, und dass auch Game of Thrones „Khaleesi“ Emilia Clarke mit dabei sei? Schwarzenegger war in Teil 4 mit Christian Bale immerhin noch als CGI-Kreation dabei, in diesem Teil 5 nun fehlen er und auch die anfangs genannte Clarke aber vollständig. Gut ist auf jeden Fall, dass man den komischen Titel „Genisys“ gegen etwas einfacheres eingetauscht hat – „Terminator Rising – Unser Ende ist ihr Anfang“ rollt dann doch leichter über die Lippen. Das Ergebnis dürfte dennoch polarisieren, da die Macher einige neue bzw. alte Wege beschreiten.

Terminator Rising zeigt uns bisher unbekannte Seiten des Franchise. Zunächst mal ignoriert der Film die bisherigen Zeitlinien der anderen Filme und zeigt eine Zukunft, in der der Judgment Day noch nicht stattgefunden hat. Die hier noch menschliche Regierung kommt in den Besitz eines neuen Terminator-Modells mit Namen Genesis (daher der alte Filmtitel!), das sie gegen unerwünschte Rebellen in den Krieg schicken. Terminator Rising – Unser Ende ist ihr Anfang entfernt sich überraschend weit von den alten Filmen: es gibt keine Verweise auf Skynet oder die Connors, der Begriff Terminator wird kaum genutzt, es gibt kein Zeitmaschine und keinen Judgment Day, und die berühmte Theme wird auch nicht gespielt. Schon komisch, als wolle man nichts mit dem alten Filmen zu tun haben (ist es etwa ein Reboot?)

Besser als die T-X: die T-Genesis


Auffällige Differenzen auch in der Optik: entgegen der letzten drei, jeweils sehr ausschweifend teuer inszenierten Teile ist Terminator 5 wieder zurück zur Low Budget Inszenierung. Genauer genommen sogar noch tiefer, denn auch der 84er Original-Terminator, der um die 5-10 Millionen Dollar Budget hatte, sieht im direkten Vergleich sehr viel opulenter aus. Terminator Rising – Unser Ende ist ihr Anfang hat keine Robotereffekte oder spektakuläre Bombastszenen. Einige Cyborg-Sichten und einfach darüber gelegte Explosions- und Schuss-Gifs sind die einzigen Effektarbeiten, die nicht an ILM oder andere hochwertige Studios erinnern können. Da sind erste Abstriche zu machen. Stattdessen sieht Terminator Rising – Unser Ende ist ihr Anfang wie Found Footage aus, falls es Ziel war, das Bild von Handy-Aufnahmen mit nur leichten Farbgradierungen nachzuahmen. Ein bisschen, als hätte man neue Dogma-Regeln befolgt. Mit anderen Kritikerlieblingen wie The Devil Inside oder Chernobyl Diaries im Blick erweist sich Regisseur Notarlie also als cleverer Künstler mit dem Finger am modernen Puls.

Samantha Abbott als T-Genesis muss als weiblicher Terminator natürlich mit Kristanna Lokken aus T3 verglichen werden und schlägt sie in jeder Facette. Ihre Bewegungen sind glaubhafter maschinenhaft, ihre Akrobatik beeindruckender und sie verfügt über furchteinflößende Eisesblicke, die es mit denen von Robert Patrick aus Terminator 2 aufnehmen können.

Fazit:

ENDE FARCE: Terminator Rising hat mit Terminator, Terminator 2: Judgment Day, Terminator 3: Aufstand der Maschinen, Terminator 4: Die Erlösung und Terminator 5: Genisys so viel zu tun wie Waschmaschinen mit Weingummi, und mit „Filmen“ so viel wie Klospülungen. Der Film ist eine genau so fiese „hoffentlich vertun sich die Leute“ Frechheit wie „The Terminators“ von The Asylum, nur, dass er nicht einmal Herrschaften wie Tara Reid im Raster hat, im Vergleich zu relativ kleinem Budget GAR KEIN Budget vorweist und im Vergleich zu selbstironischer Lol-Regie dilletantisches Rundumversagen in alle Richtungen darstellt. Was hier mit vermeintlich soliden Cover als kaufbares Produkt angeboten wird, ist kein Film, ist ein am Wochenende gedrehtes Amateurprojekt, das dreist Kaufregale erobert und tatsächlich besseren Produktionen wie Die 10 besten Bahnstrecken West-Thüringens unwürdig Plätze klaut. Nichts gegen alle Beteiligten, aber wer auch nur einen der bisherigen Terminator Filme leidenschaftlich liebt, entwickelt eine Zeitmaschine und reist bitte hurtig in der Zeit zurück, um die Entwicklung dieses Films (oder die dreiste Titelvergabe) noch irgendwie zu unterbinden.

Minus 8000 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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