BG Kritik:

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro


von Michael Herbst

The Amazing Spider-Man 2 (US, 2014)
Regisseur: Marc Webb
Cast: Andrew Garfield, Dane DeHaan, Jamie Foxx, Emma Stone

Story:
Peter (Garfield) hat sich mittlerweile in seiner Rolle als New Yorks Retter einfinden können, bekommt jedoch ernstere Probleme, als er es mit dem Strom-Mutanten Electro (Foxx) und seinem alten besten Freund Harry (DeHaan) zu tun bekommt...



Nach Captain America geht es mit Comic-Filmen unaufhaltsam bunt weiter. Jetzt meldet sich Spider-Man zurück.

Jamie Foxx ist inFamous?


Marc Webbs erster The Amazing Spider-Man war erfolgreich, das aber wohl eher wegen der lauten Werbetrommel, nicht wegen des Films. Obgleich sich Andrew Garfield durchaus eigenständig genug gegenüber Tobey Maguires Parker behaupten konnte, krankte der frühe Neustart der Sony Reihe an einer zu verkrampften Machart. Der seltene Humor schien unausgeglichen und unehrlich, die Hintergrundgeschichte seiner Eltern aufgesetzt überdramatisch. Die Echse war immerhin ein bisher ungesehener Spider-Man Gegner, doch vermochte Webb es nicht, die Szenen mit dieser besonders zu machen. Es wurde eine wild gewordene Mutation, die emotional nichts auszulösen vermochte. Der Lichtblick schien da noch die Beziehung zwischen Peter und Gwen zu sein, angetrieben von der echten Beziehung der Schauspieler abseits der Kamera.

Für seine Fortsetzung Rise of Electro hat Webb manches neu entschieden. Zum einen hat er vertiefen wollen, was im ersten funktionierte. Die Beziehung zu Gwen wird wichtiger, mit Rhino, Goblin, Electro und angedeuteten und genannten weiteren Gegnern wird die neue Spider-Man Welt noch wesentlich belebter. Zum anderen ist Spider-Man lustiger geworden und auch die gewählten Farben sind plötzlich bunter und heller. Webb hat sich anscheinend von dem Versuch, den gleichen, nachdenklich ernsten Stil der Nolan Batman Filme zu imitieren, lösen können. Ob Webbs Recall aber die beste Entscheidung Sonys war? Seine neuen Ansätze zeigen Bereitschaft zur Besserung, nur bringen seine Neuheiten leider auch neue Probleme mit sich.

Spider-Man weist ihn zurecht


Mit den vielen Gegnern lädt Webb zu einem halben Avengers ein. Man darf sich schon ein wenig fühlen, als könne Webb es nicht erwarten, noch diesen und jenen mit einzubringen. Electro und Goblin übernehmen den Hauptteil der Handlung und sind beide unterhaltsame Comic-Figuren. Dane DeHaan spielt Harry Osborn ganz anders als James Franco Schrägstrich Willem Dafoe (hier ist der Sohn der Kobold), giftiger und glaubhafter mit Peter verknüpft. Für seine Koboldverwandlung wählte man wirkungsvolles Make-Up, statt einen Plastikhelm. Der Disput mit Peter ist ähnlich, hier aber sogar fast noch besser, auch wenn es rückblickend schwächelt, Harry nicht schon im ersten gehabt zu haben. Jamie Fox' Electro erhält die besten Actionmomente, die Webbs ersten visuell in den Schatten stellen und das 3D rechtfertigen. Als Charakter ist er aber schlecht gefasst und bleibt wie der Sandman aus dem alten Spider-Man 3 nur eine regelmäßige Effektansammlung.

Der Rhino taucht nur kurz in zwei Szenen auf, viele weitere Gegner werden mündlich oder bildlich angekündigt. Dass Sony auch in den weiteren Filmen mit interessanten Antagonisten locken will ist gut, aber schaut man sich die Behandlung derer in diesem Film an, wünscht man sich fast lieber wieder nur einen zurück. Es wirkt durcheinander, übereifrig und überladen. Harry bekommt die besten Momente, doch Electros Auftreten wirkt wie eine ständige Unterbrechung. Beide stehen besser zu Spider-Man als die Echse, aber so wirklich organisch ist das nicht.

Wie erwähnt fällt Webbs Action dieses Mal packender aus. Übertrieben ist aber der Einsatz von Computereffekten, denn in vielen Momenten bekommt man das Gefühl, Realfilm zu verlassen und einen komplett animierten Film zu sehen. In 3D sieht das super aus, besser als etwa die peinlichen X-Men: Zukunft ist Vergangenheit Trailer, schafft aber eine schwer zu beschreibende Harmonielosigkeit.

Fazit:

Spider-Mans Rückkehr ist bunter, voller und hyperaktiver. Wem das im ersten fehlte, der kommt jetzt auf seine Kosten. Nicht sehr gelungen ist die Überfrachtung an Gegnern und die misslungene Rahmenhandlung, die weiterhin ergebnislos versucht, episch zu wirken. Ein besserer Film als der erste, aber noch lange nicht auf Avengers Niveau.

6,0 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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