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Kritik:
The Contract


von Christian Mester

The Contract
(2006)
Regisseur: Bruce Beresford
Cast: John Cusack

Story:
Ray Keene (John Cusack) ist nicht unbedingt der beste Vater, und um dies mit seinem Sohn zu bessern, unternimmt er zusammen mit ihm eine Camping-Tour. Nichtsahnend werden sie dabei Zeuge eines Autounfalls, bei der neben einem verwundeten Agenten auch noch der mysteriöse und gefesselte Attentäter Frank Cordell (Morgan Freeman) zum Vorschein kommt. Keene überlegt sich den Killer der Polizei zu übergeben, doch Cordell's Männer sind ihnen bereits auf den Fersen...

Kritik:
Die Story von The Contract klingt zunächst ziemlich interessant und nach
einem ordentlichen Survival-Actioner der Marke The Hunted oder The Edge,
aber schon früh wird deutlich, dass Regisseur Bruce Beresford sich hier kein gutes Drehbuch ausgesucht hat.

Oscarpreisträger und altes Eisen Morgan Freeman stolpert sich mit Müh und Not durch eine kleingeistige Rolle, die wenig her gibt, die er aber in der Form auch schon in anderen Filmen besser gespielt hat. Frank Cordell ist ein langweiliger weil zu vorhersehbarer Charakter. Ständig erfüllt er ein Klischee nach dem anderen und schon nach wenigen Filmminuten ist offensichtlich, wie das ganze mit ihm enden wird. Er überzeugt als Killer mit Erfahrenheit, nicht aber als Mann der Taten.

Interessanter ist da schon John Cusack's Ray, der sich einer schwierigen Situation entgegensieht: lässt er Cordell gehen, hat er die Chance die Geschichte ein für alle Mal zu vergessen - andererseits weiß er nicht, ob er Cordell trauen kann. Obwohl ihm dieser versichert, dass er ihn nicht verraten werde, meint er, dass er andererseits schnell ungeschützt zur Zielscheibe wird.

Ein regelrecht unsinniger Punkt, denn bei der Verfolgung ihres Kollegen nutzen Cordell's Leute jedes noch so drastische Mittel, um die Entführer in ihre Finger zu kriegen. Wer sich dabei actionreiche Spannungsmomente und haarsträubende Kämpfe erhofft, wird enttäuscht sein, denn in der Hinsicht hält sich Beresford bescheiden zurück. Die wenigen schnelleren Elemente im Film regen höchstens in der Tatort-Ort Zielgruppe das Adrenalin nach oben.

Die Nacktszene einer Frau erscheint vollkommen aus der Luft gegriffen und
wirkt ebenso unoriginell wie die Entwicklungen der Hauptfiguren; der Killer, der herzensgute Menschen kennenlernt und daraufhin menschlicher wird, so wie der unverständliche Vater, der in einem Abenteuer zu sich und seiner Familie findet. Dazu runden kleinkarierte Verfolger, die in ihrer Einfachheit höchstens noch von Setdekoration überboten werden, den Gedanken ab, dass The Contract durchaus auch eine Steven Seagal Produktion hätte werden könnten.

Was am Ende bleibt, ist nichts anderes als ein altersschwacher und thrill-loser Thriller im Sinne einer TV-Produktion.

Fazit:
The Contract wird seinen Stars nicht gerecht. Der spannungsarme Thriller kann von Glück sprechen das er diese hat, denn ohne die wäre der Film vollkommen verloren...

4 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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