BG Kritik:

The Lego Movie


von Michael Herbst

The Lego Movie (US, 2014)
Regisseur: Phil Lord / Chris Miller
Cast: -

Story:
Emmet staunt nicht schlecht, als er von der spleenigen Abenteurerin Wyldstyle entführt wird. Für sie ist er der prophezeite Lego-Meisterbauer, der es als einziger Held schaffen kann, den gefürchteten Lord Business und seinen Polizisten zu besiegen. Unterstützung bekommt er von Batman, Gandalf, Wonder Woman, einem Piraten, einem Astronauten und einem ungeduldigen Einhorn.



Emmet staunt nicht schlecht, als er von der spleenigen Abenteurerin Wyldstyle entführt wird. Für sie ist er der prophezeite Lego-Meisterbauer, der es als einziger Held schaffen kann, den gefürchteten Lord Business und seinen Polizisten zu besiegen. Unterstützung bekommt er von Batman, Gandalf, Wonder Woman, einem Piraten, einem Astronauten und einem ungeduldigen Einhorn.

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Legosteine gibt es schon seit Jahrzehnten, waren lange Zeit jedoch nur für Kinderzimmer gedacht. Dann kam jemand auf die geniale Marketingidee, Lego Spielnostalgie mit bekannten Filmen zu kreuzen. Man lizensierte Harry Potter, Batman, Indiana Jones, Pirates of the Caribbean und viele andere Filme. Plötzlich bauten Erwachsene an 10.000 Teilen großen Sternenzerstörern oder liefen mit ihrem Gamepad durch Lego Welten wie Hogwarts.

The Lego Movie ist nicht der erste Lego Spielfilm, aber der erste, der mit großem Getöse als altersübergreifender Familienfilm in die Kinos kommt. Mit einer Kombination aus realen Lego Modellen und Computeranimation hat man für Emmets Geschichte eine unglaubliche Spielzeugwelt erschaffen, so wie Ralphs Computerspielewelt aus Ralph reichts. Feuer, Wasser, Rauch, alle Elemente sind scheinbar aus Lego gefertigt. Wie bei einem Rundgang durch das echte Legoland ist die Vielfalt der Architektur erstaunlich. Vermutlich für jeden ehemaligen Legobesitzer auch, weil man ein Verständnis dafür hat, wie aufwendig der Bau ist, oder weil man das Gefühl, den Geruch und das Gewicht der meisten verwendeten Steine kennt.

Reitet sich immer wieder in die Scheiße: Emmet


Emmets Abenteuer ist eine Ansammlung von Klischees und hat nichts neues zu erzählen. Aber die Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen Macher Phil Lord und Christopher Miller treffen die richtige Wahl des Humors. The Lego Movie nimmt sich in weiten Teilen nicht nur nicht ernst, er überschäumt an Sarkasmus und Selbstironie. Typische Figuren wie der Mentor (im Original natürlich von Morgan Freeman gesprochen) oder der Handlanger bekommen ihr Fett weg und man zieht oft gesehene Handlungskonventionen ebenso frech durch den Kakao wie die lizensierten Figuren.

Dazu viel Action und gelungener Situationshumor, fertig ist famose Kurzzeitunterhaltung, die glücklicherweise auch keine Minute zu lang geht. Der hetzige Wirbel wäre mit 2 Stunden zu lang, also passt die Kürze von 90 Minuten. Das wäre so dann ein solider mittelmäßiger Film, hauptsächlich für die Kleinen, doch ehe man sich versieht, entpacken Miller und Lord im letzten Drittel versteckte Emotionen. Plötzlich kommt die Frage auf, ob Kreativität und Spielgedanke kindisch und unreif ist, oder wichtig und vermisst. Ihn mit Toy Story zu vergleichen tut schon wegen der Tatsache, dass der Film 90 Minuten Werbung für Produkte eines Konzerns ist, weh, aber was Lord und Miller da inmitten dieser Produktwelten gedreht haben, ist nunmal besser als ihr erster, mittelmäßiger Film und ganz ehrlich gut.

Fazit:

Die Bausteinverfilmung ist ein schlagkräftiger Beweis dafür, dass Talent aus schlicht allem gute Filme machen kann. Humorvoller Nostalgietrip, der erst mächtig lachen lässt und dann sogar heimlich berührt.

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
> Lies alle Meinungen zum Film! (226)


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