BG Kritik:

The Purge 2 - Anarchy


von Michael Herbst

The Purgy: Anarchy (US, 2014)
Regisseur: James DeMonaco
Cast: Frank Grillo, Kiele Sanchez

Story:
Einmal im Jahr sind alle Gesetze für 12 Stunden ungültig: jeder darf Morden, Rauben, Stehlen ohne polizeiliche Verfolgung fürchten zu müssen. Im zweiten Teil bleibt ein Paar (Kiele Sanchez, Zach Gilford) mit dem Auto auf der Straße liegen, bevor sie ihr schützendes Haus erreichen können. Ängstlich versuchen sie, den Gesetzlosen zu entkommen...

Es ist wieder so weit: die zweite Purge lädt auf die Straße ein.

Teil 2 zeigt uns Anarchie auf der offenen Strasse


James DeMonacos erster Film machte mit seinem provokanten Konzept auf sich aufmerksam, doch als er sich mit der packenden Prämisse als langweilige Home-Invasion-Null offenbarte, durfte man enttäuscht sein. DeMonaco scheint darauf gehört zu haben und da Teil 1 mehr als genug Geld einspielte, war nun das Budget für Außenszenen da. Endlich befasst er sich mit den interessanten Aspekten des Themas. Es wird beleuchtet, wie Rebellen die Zeit nutzen um sich zu etablieren, wie die Regierung doch nicht alles zulässt oder welche Einflüsse dieser kranke Feiertag auf die Gesellschaft hat.

Bei der ersten Säuberung Kritik ging es nur um eingeschlossene Opfer, die mit der Sache möglichst nichts zu tun haben wollten und von maraudierenden Killern belagert wurden. Teil 2 zeigt auf, was das für Leute sind, denen ein Anarchie-Zustand entgegen kommt. So sehen wir Leute, die sich einen Spaß draus machen, Obdachlose mit Flammenwerfern zu grillen oder die Geld dafür bezahlen, wehrlose Gefangene zur Unterhaltung erschießen zu dürfen. Wie beim Van Damme Film Hard Target machen Reiche heiter Hetzjagd auf Arme und fast schon wie bei Mad Max bauen sich andere Fahrzeuge um, um damit besser Menschen jagen zu können. Da kommen dann Waffenvernarrtheit, Sadismus und Cosplay abscheulich, aber glaubhaft zusammen. Gäbe es einen Anarchie-Feiertag, würden manche Menschen losziehen und es genießen, frei töten zu können.

Frank Grillo spielte Crossbones in Captain America 2


Leider ist beim zweiten Purge nur das Konzept interessanter geworden. James DeMonaco, der erneut Regie führt, versteht das Spannungshandwerk noch immer nicht und inszeniert sehr plump. Der Actionquotient ist erhöht, was an mehr Figuren, mehr Gegnern und Frank Grillo festzusetzen ist. Grillo spielt eine Art Punisher, der schwerbewaffnet umherzieht und Menschen in Not hilft. In erster Linie hilft er Frauen und kleinen Mädchen, für die in dieser Nacht nahezu jeder Mann ein Vergewaltiger zu sein scheint. Grillo ist tough und der einzige interessante Charakter unter No-Names, die Ethan Hawke und Lena Heady vermissen lassen, kann den Film aber alleine auch nicht tragen und sein Kampf gegen die Anarchisten lässt zu wünschen übrig. Dass DeMonaco etwas über Reich und Arm aussagen will, wird spätestens im letzten Drittel auffällig, doch subtil kann er nicht, verstrickt sich stattdessen in Platitüden. Zusammen mit dem mehrfachen, aber unvorstellbaren Hinweis, dass im gesamten Restjahr abseits der Purge keine Verbrechen mehr stattfinden, zu schwammig um nachdenklich genug zu stimmen. The Purge müsste vom Konzept her einen Uhrwerk Orange hervorbringen, nicht wie hier Death Race 2.

Fazit:

Die zweite Purge ist fast das, was der erste hätte sein müssen. Ein dreckiger Überlebensthriller in bürgerkriegsähnlichen Zuständen, in dem die Konsequenzen einer staatlich erlaubten Anarchie behandelt und untersucht werden. DeMonaco ist nur leider kein effektiver Thrillerregisseur, und schon gar niemand, der das komplexe Thema der Anarchie bedacht erzählen könnte, daher bleibt Purge 2 nur mittelmäßiger Krawall.

5,0 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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