BG Kritik:

The Signal


von Daniel Schmitt

The Signal (US, 2014)
Regisseur: William Eubank
Cast: Laurence Fishburne, Brenton Thwaites, Olivia Cooke, Beau Knapp

Story:
Drei Jugendliche machen einen Roadtrip um einen genialen Hacker zu finden und landen in der Wüste. Anstatt aber den Hacker zu finden, findet etwas sie...

Man darf immer hungrig nach neuer, spannender Sci-Fi sein - hat The Signal die richtige Frequenz?

Mit Olivia Cooke aus Bates Motel und Brenton Thwaites aus Maleficent


Regisseur William Eubank ist recht unbekannt und ist bisher nur durch seinen Science Fiction Drama „Love“ von 2011 aufgefallen und das weitgehend nur auf Festivals. In „Love“ ist ein Astronaut alleine auf einer Raumstation gefangen ist und beginnt durch die Einsamkeit langsam Dinge zu sehen. „Love“ wie auch „The Signal“ haben gemeinsam, dass sie mit geringem Budget entstanden sind. Während „Love“ gerade mal eine halbe Million Dollar kostete und im Garten des Elternhauses von Eubank entstand, hat „The Signal“ wenigstens 3 Millionen Dollar zur Verfügung gehabt und ein Studio. Wenig Budget kann, muss aber eigentlich kein Problem sein. Schon Gareth Edwards (Godzilla) hat mit „Monsters“ gezeigt, dass man mit wenig Geld viel aus einem Filme herausholen kann, solange man es gut investiert und die Handlung durchdacht ist. Leider hat „The Signal“ gerade hier die größten Probleme.

Nic (Brenton Thwaites) und sein bester Freund Jonah (Beau Knapp) sind Hacker, welche zusammen mit Nics Freundin Haley (Olivia Cooke) durch das Land fahren um einen Hacker namens Nomad zu finden. Sie stehen mit ihm in Kontakt aber er verhöhnt sie mehr und lockt sie mitten in die Wüste. Dort werden die drei Freunde von einer geheimnissvollen Kraft überfallen. Als Nic wieder aufwacht ist er allein in einem Krankenbett und ein Wissenschaftler (Laurence Fishburne) möchte ihm Tests durchführen. Er und seine Freunde, sollen mit einer außerirdischen Lebensform in Kontakt geraten sein, dessen Folgen noch nicht abzusehen sind. Nic vertraut seiner neuen Umgebung nicht und darf weder seine Familie, noch seine Freunde sehen. Er trifft den Entschluss zu fliehen.

... und Laurence Fishburne aus Hannibal


Der Plot lässt erahnen dass Eubank sich im Science-Fiction Genre wohlfühlt. Außerirdische, Weltraum und Psychospiele sind nur die Spitze des Eisbergs und es wird sicher noch mehr in der Art kommen. Eubank ist optisch und technisch talentiert. Mit einem dreckigen Look und beeindruckenden Zeitlupeneffekten, kann er durchaus mit Neil Bloomkamps „Elysium“ oder „District 9“ mithalten. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Außer, dass die Actionszenen trotz der Möglichkeiten welche das Script bieten sehr zu kurz kommen. Aber „The Signal“ will sowieso kein Actionfilm sein.

Allerdings, lässt sich nicht ganz erkennen was „The Signal“ sein möchte. Action schließen wir aus. Um ein Drama kann es sich handeln aber dann ist es kein gelungenes. Denn ein Drama lebt von seinen Charakteren und seiner Handlung aber weder die Charaktere noch die Handlung funktionieren. Nic und seine Freunde haben mit Nics Krankheit eine schwere Zeit hinter sich gebracht. Der Freundeskreis beginnt sich langsam aufzulösen und Nic trauert seinen alten Fähigkeiten nach und ist unsicher was seine Zukunft angeht. Das Ganze versucht Eubank in stimmungsvollen Bildern bei der Flucht vor den Wissenschaftlern dramatisch als Gleichnis zu präsentieren aber das scheitert komplett, da das Schicksal von Nic und seinen Freunden dem Zuschauer im Prinzip egal ist. Man fiebert nicht mit, da sich trotz allem hohl bleiben. Thriller kann „The Signal“ auch keiner sein, denn auch sonst baut sich keine Spannung auf. Wenn nicht zu Beginn, so wird ab der Mitte des Films die Handlung berechenbar und das Ende stellt keine Überraschung mehr dar. Den Twist sieht man schon von weiten kommen. Insgesamt ist „The Signal“ gerademal ein netter Science-Fiction Film, der trotz niedrigem Budget wesentlich mehr hätte sein können. Edwards hat mit „Monsters“ gezeigt wie man es richtig macht, den er befolgte Regel Nummer eins für jeden Low Budget Film. Spare nie am Drehbuch! Diese Lektion sollte Eubank noch lernen.

Fazit:

„The Signal“ ist eine nette Idee aber leidet zu stark an seinen Schwächen. Die Handlung ist vorhersehbar, das Ende überrascht nicht mehr und die Schauspieler sind gerade einmal Mittelmaß. Einzig die technische Umsetzung macht „The Signal“ zumindest optisch interessant.

4,0 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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