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Kritik:
The World's End


von Marco Steimels - > Starblight.de besuchen

THE WORLD'S END
(2013)
Regisseur: Edgar Wright
Cast: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman

Story:
Zwanzig Jahre nach ihrem ersten Anlauf versuchen es die fünf Jugendfreunde Gary (Simon Pegg), Oliver (Martin Freeman), Andrew (Nick Frost), Peter (Eddie Marsan) und Steven (Paddy Considine ein weiteres Mal, eine berühmt berüchtigte Kneipentour zu schaffen. Während sie sich durch zwölf Bars trinken die in einer Kneipe namens The World's End enden soll, braut sich jedoch etwas Unglaubliches zusammen....

Kritik:
Die fünf Teenager Gary, Oliver, Andrew, Peter und Steven haben einen Plan. Sie wollen eine Kneipentour durch 12 Pubs an einem Abend machen, doch nach nicht einmal der Hälfte müssen sie abbrechen. 20 Jahre später versucht Gary (Simon Pegg), welcher als einziger der Freunde nicht mit dem Vorhaben abgeschlossen hat, die Truppe erneut zu versammeln, und ihre Tour zu vollenden. Gary King (Pegg) hat nichts aus seinem Leben gemacht und immer den Träumen seiner Jugend hinterher gejagt. Eines Tages fasst er den Entschluss, seine alten Freunde wieder zu versammeln, um die nicht zu Ende geführte Kneipentour in ihrer Heimatstadt Newton Haven zu vollenden. In den letzten 20 Jahren jedoch haben sich die Freunde auseinander gelebt und stehen mitten im Leben, aber Gary schafft es, die Jungs, welche nicht gut auf ihn zu sprechen sind, zu überreden.

So zieht das ungleiche Quintett los um sich bis zum "World´s End", dem letzten Pub auf ihrer Liste, durch zu saufen. Bald aber merken sie schon, dass in der beschaulichen Kleinstadt nichts mehr so ist, wie es einst war. Und die von einem Franchise-Unternehmen aufgekauften und ein Ei dem Anderen gleichenden ersten Pubs sind nur die kleinste Veränderung. Als sich Gary mit einem Jugendlichen auf einer Pub-Toilette prügelt, muss er mit Entsetzen feststellen, dass dieser eine Art Schaufensterpuppen-Roboter ist (Fans von Doctor Who werden unweigerlich an die Autons denken müssen) und schon bald eskaliert die Situation. Die Truppe sieht sich mit mehreren Robotern konfrontiert, welche sie in einem puren Chaos jedoch außer Gefecht setzen können. Nach und nach dämmert ihnen immer mehr, was los ist, sie beschließen aber, sich nichts anmerken zu lassen und wie geplant weiter von Kneipe zu Kneipe zu ziehen.

Was wie eine Buddy-Komödie anfängt, entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einer absurden Geschichte voller Überraschungen und genialen Einfällen. Das Team Wright / Pegg / Frost lässt hier eine Attacke auf die Lachmuskeln los, welche gespickt mit britischem Humor ist. Doch innerhalb der Skurrilität funktioniert der Film auch als Charakter-Drama um Gary King, welcher es nie geschafft hat, sich emotional von der Vergangenheit zu lösen und eine Tragik offenbart, die weit über eine Midlife-Chrisis hinaus geht. Sei es sein Sisters of Mercy Shirt, der Versuch, wieder mit seiner Jugendliebe Sam (Rosamund Pike) anzubändeln oder das irrsinnige Vorhaben, 12 Pubs an einem Tag zu besuchen, man merkt wie dieser Mensch einfach nicht loslassen kann. Dies führt auch im Laufe des Films zu einigen Konflikten mit seinen Freunden.   

Dadurch wirken die anderen Charaktere etwas blass, lediglich Andy (Nick Frost) kann ansatzweise so etwas wie Tiefe aufbauen, während Oliver, Peter und Steven eher als Dekoration dienen. Die Action-Szenen sind stimmungsvoll und die Kämpfe gegen die Roboter sind für dieses Genre eine choreografische Meisterleistung. Regisseur Edgar Wright setzt hier gekonnt um, was er mit seiner Scott Pilgrim Verfilmung erlernte und schafft es auch Dramatik und Endzeit-Stimmung perfekt einzufangen.

Fazit:
Mit The World´s End vollendet das Dreier-Gespann Pegg / Frost / Wright die mit Shaun of the Dead und Hot Fuzz begonnene Cornetto-Trilogie und liefern wieder ein skurriles Feuerwerk an Gags ab, das die Lachmuskeln nur so erbeben lässt. Simon Pegg und Nick Frost treten hier erneut als eingespieltes Team auf, wobei Nick Frost das kühle und Bodenständige Gegenstück zu Peggs durchgeknalltem, immer noch in den 80ern feststeckenen Charakter darstellt. Wer sich mit britischem Humor und einer skurrilen Story anfreunden kann, der kommt um The World´s End nicht herum. Allerdings braucht man ein wenig Geduld, denn es dauert ein wenig bis der Film voll in Fahrt kommt.

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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