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Kritik:
The Transporter 2:
The Mission


von Christian Mester

The Transporter 2
(2005)
Regisseur: Louis Leterrier
Cast: Jason Statham, Amber Valetta

Story:
Als der Transporter als Familienchauffeur eines Politikers engagiert wird, kurz darauf aber schon dessen Sohn entführt wird, ermittelt Frank Martin rasch auf eigene Faust. Es scheint, als stecke ein größeres Komplott dahinter...

Kritik:
Es bleibt einem nichts anderes übrig, als dem Transporter Sequel mit einem gesunden Hmpf zu begegnen. Nachdem der erste in seiner einfachen ARt verblüffend gut ankam und Jason Statham als neuen Actionstar etablierte, sah Frankreichs Action-Producer Nr 1 Luc Besson plötzlich einen neuen Franchise darin, und ließ Transporter 2 aufwendiger, komplizierter und aufregender werden.

Vom Plan her scheint alles gelungen: eine persönliche Geschichte für den sonst sehr anonym agierenden Fahrer, ambitioniertere Bösewichte, die den kleinen Transporter in eine sehr viel größere Sache hineinziehen, dazu eine starke Frauenrolle auf Gegnerseite. Wenn das denn mal was taugen würde. Leterrier inszeniert wieder recht pfiffig, doch die Story ist zu kompliziert für diese Art Film, versucht den Transporter zu einer Art Geheimagent zu machen. Der Einstieg mit der zu schützenden Familie hat emotional vergleichbare Ansätze des Denzel Washington Films Mann unter Feuer, allerdings macht sich schnell bemerkbar, dass sowohl Leterrier als auch Statham das Feingefühl für die Resonanz des Verlustes fehlt. Der Transporter, dem Präzision so wichtig scheint, sieht sich als Filmfigur ins Schwitzen kommen: er scheint überfordert.

Die femme fatale des Films heißt Lola, hüpft häufig in Unterwäsche umher und lässt den Fahrer häufiger links liegen. Gekonnt gecastet ist sie jedoch nicht. Die drahtige Kata Nauta hat keine Präsenz, wirkt weder gefährlich, noch verführerisch oder dem Transporter ebenbürtig. Sie wird auf ein vermeintlich cooles Aussehen reduziert, das aber meistens lächerlichen Eindruck hinterlässt, und man erwischt sich schnell dabei, zu wünschen, dass sie von der Bildfläche transportiert wird.

Ein weiterer Makel bei genauerer Inspektion ist die plötzliche Unart, die Autostunts mit unsagbar schlechten Computereffekten umzusetzen. Was noch spektakulärer als zuvor erscheinen soll, ist plötzlich albern, und was ihnen an neuen Stunts eingefallen ist, lässt häufig doch eher am Kopf kratzen. So entfernt der Fahrer etwa eine Bombe an der Unterseite seines Autos, indem er eine präzise Rolle an einen Kranhaken springt. Witzig wäre das als Parodie, doch leider meint der Film damit cool zu sein. Ist er nicht, und selbst Alarm für Cobra 11 muss man lobend zusprechen, dass sie stärkeres mit praktischen Stunts hinkriegen.

Immerhin hat er trotz allen einiges an kurzweiligem Humor beibehalten, was den Film vor einem richtigen argen TÜV Durchfallen rettet.


Fazit:
Wie der weit bessere Mann unter Feuer, bloß halt gänzlich ohne Feuer. Transporter 2 will größer, schneller, besser sein, ist aber bloß vertrackter, alberner, schwächer. Mission fast failed.

4,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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