home  |  vorschau  |  kritiken  |  gewinnspiele  |  drehbücher  |  impressum  |  links  |  chat  |  forum


 

KURZKRITIKEN:

UMSTÄNDLICH VERLIEBT
LET ME IN
MY SOUL TO TAKE


von Matthew Sole

Bateman spielte Will Smiths Berater
in HANCOCK

UMSTÄNDLICH VERLIEBT
THE SWITCH
(2010)
Regie: Josh Gordon
Cast: Jason Bateman, Jennifer Aniston

Story:
Als Wally (Jason Bateman) eines Tages aus Versehen die Samenspende für seine beste Freundin Kassie (Jennifer Aniston) verschüttet, ersetzt er sie kurzerhand mit seiner eigenen. Jahre später treffen sie erneut aufeinander… sie beide und ihr gemeinsames KInd.

Kommentare zum Film lesen

Kurzkritik:
“Umständlich verliebt“ als Jennifer Aniston Film abzutun, wäre ungerecht, da die neue Komödie vom Regisseur von „Die Eisprinzen“ in erster Linie ein Jason Bateman Film ist. Bateman, der schon seit Jahren immer wieder positiv auffällt, macht auch hier wieder mehr aus dem Stoff als sonst üblich wäre. Ließ der Trailer eine laue Romanze vermuten, geht es keineswegs, die Lachmuskeln zu strapazieren. Stattdessen ist es ein unterhaltsames Beziehungsdrama, in dem die gesuchte Bindung zwischen Vater und Sohn rührend und dabei nicht zu sentimental inszeniert ist. Mit dem jungen Thomas Robinson hat man einen guten Fang gemacht, da er Batemans Eigenarten verblüffend gut vereinnahmt. Die beiden funktionieren zusammen und bilden effektiv den rührenden Kern der Geschichte. Jennifer Aniston, Star und zugleich Produzentin des Films, enttäuscht wie so oft und macht es sogar schwierig, Batemans Sehnsucht nach ihr nachzuvollziehen. Als Kassie ist Aniston unecht und unnahbar, weder ihre Mütterlichkeit zu ihrem Sohn noch ihre aufflammende Affäre mit Patrick Wilson wirken glaubhaft. Umso passender, dass sie nur Randfigur ist und es hauptsächlich um andere geht.

Fazit:
Bis auf Aniston selbst ein empfehlenswertes Familiendrama.

6 / 10

Das Original hieß
SO FINSTER DIE NACHT

LET ME IN
LET ME IN
(2010)
Regie: Matt Reeves
Cast: Chloe Moretz, Jodi Smit-McPhee

Story:
Als der 12jährige Owen (Jodi Smit-McPhee) von einer Mordserie hört, ahnt er, dass seine seltsame Nachbarin Abby (Chloe Moretz) etwas damit zu tun haben könnte.

Kommentare zum Film lesen

Kurzkritik:
Neben „Quarantäne“ und David Finchers kommenden „Verblendung“ ist auch „Let me in“ ein US-Remake einer europäischen Produktion. Matt Reeves („Cloverfield“) verfilmte den schwedischen Horrorfilm „So finster die Nacht“ neu, der hierzulande [Anmerk.: in den USA] trotz hervorragender Kritiken nur in 50 Kinos anlief und dann achtlos auf DVD veröffentlicht wurde. Verglichen mit aktuellem Vampirmythos in „Twilight“ und „True Blood“ ist „Let me in“ ein sehr finsteres Drama, in dem es keine Sehnsüchte und Jugendlichen gibt. Vielmehr geht es um ein Kind, das sich mit einem kindesähnlichen Monster anfreundet. Smit-McPhee aus „The Road“ und Moretz aus „Kick-Ass“ spielen ihre beiden Rollen eindringlich und verleihen dem Filme eine Klasse, die ein „Twilight“ niemals erreichen wird. Mutig befasst sich Reeves mit den Implikationen einer Liebesbeziehung mit einem kindlichen Vampiren und scheut nicht davor, die Angriffe der Vampire rau und blutig zu inszenieren. Einzig störend: lachhafte CGI-Effekte. Trotz alledem ist es ein einfühlsames Drama, das seinem Anspruch gerecht wird.

Fazit:
Eine ungewöhnliche, finstere Alternative zu den „Twilight“ Filmen.

7 / 10

MY SOUL TO TAKE war schon 2009 fertig,
wurde aber lange verschoben

MY SOUL TO TAKE (2010)
Regie: Wes Craven
Cast: Max Thierot, Frank Grillo

Story:
Eine Gruppe von gleichaltrigen Jugendlichen erwartet die Rückkehr eines legendären Killers, der ihre Stadt vor vielen Jahren heimsuchte.

Kommentare zum Film lesen 

Kurzkritik:
Wer bei der Ankündigung von „Scream IV“ gelangweilt aufstöhnte wird sich noch umsehen, wenn er sieht, was Altmeister Craven alternativ zu bieten hat. „My Soul to Take“, angeblich lange ein Leidenschaftsprojekt des Regie-Titans („A Nightmare on Elm Street“, „Scream“), ist ein Slasher aus eigener Feder, der den Oktober stolz für sich behaupten will. Prinzipiell ist es ein üblicher Genrevertreter, allerdings wirft Craven gleich mehrere Herangehensweisen in einen Topf. Es wird angedeutet, dass einer der Jugendlichen der Killer ist; dass einer von ihnen eventuell selbst gar nicht weiß, dass er der Killer ist; dass der Killer von damals wieder da ist oder als Geist einen der Jugendlichen besetzt, oder dass ein Nachmacher im Namen des Killers unterwegs ist. Die viel zu überladene Struktur will die Handlung unberechenbar machen, wird dadurch aber so unübersichtlich, dass man schon nach dem Intro die Lust verliert, mitzufiebern. Das tatsächliche Design des Killers ist dann eins der einfallslosesten der letzten Jahre, seine Opfer durchweg langweilig, die Morde inspirationslos. Der schwache 3D Effekt tut sein Übriges, um eher auf „Saw VII: Vollendung“ und „Paranormal Activity 2“ warten zu lassen. Eine enttäuschende Rückkehr nach dem guten „Red Eye“, qualitativ lässt er sich am ehesten mit Cravens Werwolfflop „Verflucht“ messen.

Fazit:
Cravens Slasher ist ein kompetent inszenierter, aber überfrachteter Horrortitel mit langweiligem Killer und schwachem 3D.

3 / 10


Das Copyright der genannten Markennamen und genutzten Promotionsmaterialien
liegt bei den entsprechenden Besitzern. Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich.