BG Kritik:

Vampire Academy


von Michael Herbst

Vampire Academy (USA, 2014)
Regisseur: Mark Waters
Cast: Zoey Deutch, Olga Kurylenko

Story:
Rose und Lissa sind Vampirmädchen, die zusammen ein Internat besuchen. Eine Vampirschule des Ordens Moroi, die sie zu Kämpfern gegen den feindlichen Vampirklan Strigoi ausbilden. Während Rose als unreine Halbvampirin immer wieder auf Differenzen stößt, darf sich Lissa darauf vorbereiten, das prophezeite neue Oberhaupt der Akademie zu werden.



Hogwarts mit Vampiren? Vampire Academy ist der nächste verzweifelte Versuch, an die verlassene Twilight Fanbase zu appelieren.

basiert auf den Büchern Blutsschwestern von Richelle Mead


Mark und Daniel Waters sind Brüder, die mit Girls Club: Vorsicht bissig! mit Lindsay Lohan und Heathers mit Christian Slater und Winona Ryder zwei grundsolide Schulsatiren entwickelt haben. Die zumeist weiblich orientierten Filme untersuchte die abgeriegelte Jugendlichenwelt Schule und schuf jede Menge Unterhaltung aus der Streitlustigkeit und Machtkämpfe pubertärer Prinzessinnen.

Die Verfilmung der Buchserie Vampire Academy scheint ihnen damit gut zu passen, denn abgesehen von den Einflüssen der Vampirmythen beschäftigt sich die Handlung mit den gleichen Ideen. Biestige Zicken, erste Romanzen, Außenseiter, Regelbrecher und bissige Eitelkeiten sind das Thema. Sie mögen Blut saugen, sind ansonsten aber auch nicht viel anders als die sonstigen Jugendlichen aus Schulfilmen.

Vollflop: der Film steht weltweit bei unter 10 Mio Dollar Einspiel


Was ihnen damals geholfen haben mag, interessante Stoffe zu entwickeln, scheint jedoch abhanden gekommen zu sein. Die Jugendlichen sind schwach geschrieben, schwach gespielt und erleben nichts interessantes. Es gibt die Standard-Mensaszene mit der Vorstellung verschiedener Interessengruppen und Außenseiter, Zaubereistunden wie bei Harry Potter und Kampftrainings wie bei den Hunger Games. Es wirkt zusammengeklaut und unmotiviert nachgeäfft. Romantikszenen werden fast gemieden, und es scheint, als habe Regisseur Waters von allen zu verwurstenden Roman-Aspekten am wenigsten Lust, sich damit zu befassen, wobei das doch das Haupterfolgsargument der Twilights ist.

Stattdessen konzentriert er sich stärker auf die Weltentwicklung und die Vampirelemente. Zahlreiche Fachbegriffe werden in den Raum geschmissen, endlos Figuren benannt und jede Menge Andeutungen vorgestellt, die offensichtlich auf ausschließlich die Bücher betreffende Aspekte abzielen. Das geschieht jedoch mit so vielen Offscreen-Kommentaren, dass man sich nicht zu einer neuen Filmreihe eingeladen fühlt. Diese komplizierte Einführung versucht offenbar krampfhaft, Substanz vorzugaukeln wo keine ist. Der Film ist simples Mädchenkino und da können die schlechten Schauspielerinnen noch so arrogant mit ihren Buchverweisen wedeln oder gut gekleidet sein, sich in dieser Akademie anmelden will wohl so schnell niemand.

Unfreiwillig komisch wird es in den actionreichen Szenen zum Schluss, wenn ungelenk gekämpft und mieseste Effekte aufgefahren werden. Schauspielerisch ist ebenso alles verloren. Zoey Deutch versuchte sich bereits am gescheiterten anderen Vampir-Franchise Beautiful Creatures und bleibt so ausdruckslos wie die meisten anderen. Peinlicher ist die C-Besetzung von Olga Kurylenko und Gabriel Byrne als Oberhäupter der Orden, die mit ihren extrem schlechten Auftritten wünschen lassen, Underworld und I, Frankenstein Absteiger Bill Nighy hätte sich dieser erbarmt.

Fazit:

Der Vampirmythos wurde wahrscheinlich noch nie so uninspiriert aufgegriffen wie in dieser langweiligen, sich selbst überschätzenden Mädchenklamotte. Diese verzogenen Vampirgören lassen Beautiful Creatures, Mortal Instruments und selbst Twilight besser aussehen.

1,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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