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Kritik:
Verliebt in die Braut


von Christian Mester

Made of Honor
(2008)
Regie: Paul Weiland
Darsteller: Patrick Dempsey, Michelle Monaghan

Story:
Yuppie Tom (Patrick Dempsey) und die hübsche Hannah (Michelle Monaghan) sind seit ihrer gemeinsamen Studentenzeit unzertrennlich - das jedoch nur platonisch. Als sie ihn eines Tages als besten Freund darum bittet, Brautjungfer bei ihrer Hochzeit zu werden, merkt er, dass er sie eigentlich liebt...

Kritik:
Der Titel weist schon mit dem Schild drauf hin: "Verliebt in die Braut" ist eine dieser typischen Bubblegum-Romanzen, deren Stories immer nach dem selben Muster aufgebaut sind. Reicher, notorischer Frauenschwarm liebt hübsches, für das Zielpublikum identifizierbares Mädchen; ihr aber fällt es nicht auf und so ist es an ihm, die drohende Hochzeit mit dem für sie falschen Mann irgendwie zu sabotieren.

Dass das natürlich nicht leicht von Statten geht und mit jeder Menge Peinlichkeiten verbunden ist, versteht sich in Hinblick auf die zu füllende Spielfilmlänge also von selbst. So offenbart sich der Konkurrent natürlich als Übermann (Kevin McKidd aus "Rome"), der anscheinend alles draufhat, in allem gewinnt und dabei nicht einmal unsympathisch wird. Je mehr Tom also versucht dieses Gefüge zu korrupieren, desto mehr läuft erwartungsgemäß schief, was schließlich sogar bei den Highland-Games in Schottland gipfelt. "Grey's Anatomy" Schmalzlocke Patrick Dempsey versucht hier unverfroren sein Bestes, möglichst Hugh Grant zu sein - was ihm über weite Strecken auch gelingt.

Ihm gegenüber steht das goldige "Mission Impossible 3" (nein, "Kiss Kiss, Bang Bang"-) Darling Michelle Monaghan, die als naives, aber nettes Madl von nebenan in übertrieben skurrile Hochzeitsrituale verwickelt und dabei zum Glück schauspielerisch keine Sekunde (über)fordert wird. Das einzige, was sie in ihrer simplen Rolle liefern muss, ist natürliche Sympathie, und da sie davon glücklicherweise gleich eimerweise hat, geht das schon in Ordnung. Kitsch und Stereotypen gibt es in Filmen wie diesen ja ohne Ende, und auch Braut macht da keinen Umweg. Verpeilte Omas mit Analketten, beste Freundinnen nach Schema F, Liebesschwüre im letzten Moment, nicht ganz so gut gekleidete Loserfreunde, so wie selbstredend obligatorische es-ist-nicht-das-wonach-es-aussieht Liebesszenen dürfen demnach nicht fehlen.

Ob er als Romcom funktioniert? Durchaus, denn beide sind sympathisch, der Soundtrack ist reinster Kuschelrock und auch wenn der Kitsch reichlich vorhanden ist, fühlt man sich nie überlaufen. Story und Regie plätschern zudem handwerklich solide umher, ohne je irgendwelche Risiken einzugehen.

Fazit:
Wer einen Film mit Titel und Cover wie diesen leiht oder kauft, der weiß, worauf man sich da einlässt. Da man nachfolgend auch nichts anderes als das bekommt, lässt sich so gesehen nicht mehr viel dazu sagen. Verglichen mit anderen Romcoms (romantic comedies) höchstens, dass die Witze witziger, die Romantik romantischer sein könnte. Filmisch ehrlich gesagt mau und absolut nichts neues, für einen gemeinsamen Abend zu zweit aber durchaus stimmig.

4 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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