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Kritik:
Wanted - Weapons of Fate


von Christian Mester

Wanted -  Weapons of Fate
(2009)
Studio: Grin

Story:
Anschließend an die Geschichte des Films spielt man Held Wesley, der das Grab seines Vaters suchen geht. Abwechselnd dazu spielt man besagten Vater in der Vergangenheit, der sich mit der Bruderschaft zerstritt.

Kritik:
Spiele zu Filmen sind meist hastige Produktionen, die kurz ausfallen, lieblos dahin geklatscht sind und inhaltlich selten was zu bieten haben. Dafür allerdings darf man dann mit Captain Jack Sparrow spielen, Dr Doom verhauen oder auch mal mit Richard B. Riddick durch Lüftungsanlagen klettern, was ja gewissen Reiz hat. Und all das mit der stets starken Filmmusik.

Man kann wohl sagen, dass Wanted: Weapons of Fate von der Optik her schick ist. Jetzt nicht unbedingt so sehr wie Angelina Jolie, aber die Texturen und Lichtsachen können sich ohne Frage sehen lassen. Die Spielabschnitte sind ebenfalls halbwegs abwechslungsreich und gut gemacht, wäre da nicht ein kleiner Haken: wie beim letzten Bond Spiel wird man Lippe beissend feststellen, dass es ein komplettes Geisterbahnspiel ist - sprich, es gibt nur einen einzigen Weg und den muss man nervigerweise ohne Auswege ablaufen.

Wenn so etwas so gut gemacht ist wie bei Max Payne, dann gern, aber in GRINs Titel ist es spätestens nach einer Stunde ziemlich ermüdend, immer nur bloß geradeaus zu laufen - und da hat man schon ein Viertel des ganzen Spiels gesehen. Wanted ist wirklich kurz.

Als Gesuchter kann man groß auch nichts. Wesley kann schießen, von Deckung zu Deckung huschen und Kugeln andrehen; mehr sucht man aber vergebens. Er kann nicht springen, sich nicht ducken, hat keine sonstigen Moves drauf und wenn dann mal was passiert, sind es entweder elendige Quick-Time-Events oder Moorhuhn-ähnliche Schussanlagen. Die beliebte Jolie bleibt bleibt übrigens komplett außen vor, dafür gibt es Pixelmorgan Freeman.

Gegnertypen gibt es nur eine handvoll, die sich auch fast alle nicht unterschieden und dumm wie Brot sind. Schon im ersten Level erledigt man lachend etwa 30 SWAT Elitepolizisten, und das mit solch einer Leichtigkeit, dass man öfters gähnend auf die Uhr blickt. Einziges echtes Highlight ist ein Abschnitt in einem abstürzenden, brennenden Flugzeug, der es wirklich in sich hat, aber Einzelfall bleibt. Bosskämpfe? Gibt es ein paar, aber fallen als solche nicht sonders auf. Da ist das Mortadella Bestellen an der Fleischtheke im Supermarkt aufwendiger. Da gibt es auch mehr Waffen, denn im Spiel gibt es nur drei: Pistole, MP, Scharfschützengewehr. Letzteres nur an bestimmten Stellen.

Da das Spiel wie gesagt sehr kurz ist, ist die starke Eintönigkeit für Fans sicher zu verschmerzen, und da die in Zwischensequenzen ganz gut erzählte Story treffend zum Vorbild passt, werden viele sicher ihren Spaß daran haben. Empfohlen wird allerdings tunlichst, es aus der Videothek auszuleihen, da es aufgrund der enorm kurzen Spielzeit eher volle 3 als 60 Euro wert ist.

Wenn, dann besser auch für Konsole besorgen, denn die PC-Portierung ist ein flusiger Webstuhl ins Gesicht. Sehr ungenaue Steuerung, trotz guter Hardware schlechte Performance und fast keinerlei Auswahloptionen im Menü lassen Windows-Wesleys kritisch drein blicken. Da können sie nur froh sein, dass das Kugelandrehen eine kleine Weile für Fun sorgt.

Fazit:
Wanted: Weapons of Fate ist ein kurzer Shooter, der Fans des Films und geringen Anspruches gefallen könnte.

6,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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