BG Kritik:

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit


von Marco Steimels -> Starblight.de besuchen

X-Men: Days of Future Past (USA, 2014)
Regisseur: Bryan Singer
Cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Patrick Stewart, Ian McKellen

Story:
In der nicht allzu fernen Zukunft ist die Welt ein Trümmerhaufen. Die Mutanten um Professor X (Stewart) wehren sich gegen gewaltige Kampfroboter, die bereits einen Großteil der Mutanten ausgelöscht haben. Die letzte Hoffnung der Mutanten und auch der Menschen ist Wolverine (Jackman), der als einziger in der Lage ist, in die Vergangenheit zu reisen. Dort soll er die verfeindeten Professor X (McAvoy) und Magneto (Fassbender) vereinen, um gemeinsam der Bedrohung der Zukunft zuvor zu kommen.



Das große Zusammentreffen der alten und jungen X-Men Generationen: kann der bisher ambitionierteste aller Teile überzeugen?

Erneut als junger Magneto dabei: Michael Fassbender


Der erste X-Men Film machte im Jahre 2000 Comic-Verfilmungen auch endlich für den Mainstream interessant und war der Start einer Reihe, die in den weiteren Filmen eine wahre Achterbahnfahrt der Qualitäten hinlegte. Nicht zuletzt sorgten diverse Widersprüche in Filmen wie dem ersten Solo-Wolverine für Kopfschütteln. Erst mit dem Fokus auf einen Neuanfang mit X-Men: Erste Entscheidung gelang es wieder, die Reihe aus ihrem Tief zu befreien. Lose basierend auf der gleichnamigen Comic-Geschichte soll nun X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Engl: Days of Future Past) die vielen Kontinuitäts-Fehler ausbügeln und zugleich den Neustart des X-Men Franchises einleiten.

Die Mutanten stehen kurz vor ihrer Auslöschung. Die von Bolivar Trask in den 70er Jahre entwickelten Sentinels haben in der Zukunft die X-Men auf wenige Überlebende reduziert, welche Dank den Fähigkeiten von Kitty Pryde (Ellen Page) wenige Tage in der Zeit zurückreisen können um so den Angriffen kurzzeitig zu entgehen. Wolverine ist aufgrund seiner Regenerationsfähigkeit der einzige Mutant, der weit genug in die Zeit zurückgeschickt werden kann um die Geschichte zu verändern. In der Vergangenheit angekommen versucht Wolverine, dessen Verstand in seinen jüngeren Körper transferiert wurde, den zurückgezogen lebenden Charles Xavier ausfindig zu machen. Gemeinsam mit der Hilfe von Hank "Beast" McCoy und dem jungen Mutanten Quicksilver, welcher sich blitzschnell bewegen kann, befreien sie den inhaftierten Magneto. Gemeinsam versuchen sie den Tod vom Sentinel-Entwickler Bolivar Trask (Peter Dinklage) durch Mystique (Jennifer Lawrence) zu verhindern und somit die Hatz auf die Mutanten nie geschehen zu lassen.

Für Hugh Jackman ist es Wolverine-Auftritt Nr. 7


Was wie ein ambitionierter Versuch anfängt, den Franchise auf eine neue Ebene anzuheben, stolpert über unnötig häufige Szenerie-Wechsel und erzählerische Schwächen. Die Geschichte wechselt zu häufig zwischen Zukunft und Vergangenheit und selbst dort zu oft von Handlungsort zu Handlungsort, ohne für die Story sinnvoll zu sein. Durch mangelnde Dramaturgie verkommen Tode von bekannten und beliebten Personen sogar zur vollkommenden Bedeutungslosigkeit. Es werden viele neue Charaktere eingeführt, darunter auch der großartig inszenierte Quicksilver, welcher die wohl beste Szene des ganzen Films spendiert bekommt, jedoch wird das Potenzial der Neuen in der Versenkung gelassen. Einzig Logan, Magneto und Charles Xavier bekommen die Chance, ihre Charaktere weiter zu vertiefen und harmonieren perfekt, während Schauspieltalente wie Jennifer Lawrence (The Hunger Games) und Peter Dinklage (Game of Thrones) keine Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial zu entfalten.

Optisch ist der siebte Film über die Mutanten-Truppe ansehnlich und der 3D Effekt wird gut genutzt, wovon die leider viel zu wenigen Actionszenen profitieren. Auch die Kräfte der Mutanten werden beeindruckend dargestellt und bei Blinks Portalen beispielsweise der Eindruck erweckt, dass das Videospiel "Portal" als Inspiration diente. Der Score von John Ottman greift Melodien der älteren Filme auf, ist sonst aber weitestgehend unauffällig. Ein Ohrenschmaus hingegen sind die eingespielten, zur Zeitepoche passenden Stücke von Elvis Presley und Konsorten.

Fazit:

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit baut eine Brücke zwischen dem direkten Vorgänger und den älteren Filmen auf und macht sich das Ausbügeln der Erblast sehr einfach. Die Story rund um die Zeitreise ist spannungsarm und vorhersehbar, bietet aber zwischenzeitlich ansehnliche Action. Der Film ist kein Totalausfall, kann aber nicht an den großartigen X-Men: Erste Entscheidung von 2011 anschliessen.

6 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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