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KRITIK:

ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN


von Christian Mester

SHE'S OUT OF MY LEAGUE (2010)
Regie: Jim Field Smith
Cast: Jay Baruchel

Story:
Kirk (Jay Baruchel) hält sich selbst für langweiliges Mittelmaß, weswegen er eines Tages aus allen Wolken fällt, als ihn eine blonde Schönheit (Alice Eve) für eine Kleinigkeit dankend zu sich einlädt. Während Kirk hoffnungslos meint, ohnehin keine Chance zu haben, sieht diese in Kirk eine willkommene Abwechslung zu schlechten Erfahrungen…

Für seine Nacktszene ließ
Jay Baruchel sich doublen

Kritik:
"Zu scharf um wahr zu sein" machte in den Vorschauen einen relativ typischen Eindruck: Nerd/Loser/Trottel mit Herz versucht vergebens, die Traumfrau seines Lebens zu finden, was natürlich automatisch in diversen unterhaltsamen Peinlichkeiten endet. Genau das ist der Film letzten Endes auch, allerdings darf man sich sehr schnell bewusst machen, dass Kirks Blamagen - und damit die gesamte Comedy - sich sehr im Zaum halten.

Es gibt zwar einige kleinere lustige Momente, doch "Zu scharf um wahr zu sein" ist in der Hinsicht kein Konkurrent von "American Pie", "Spritztour" oder "Road Trip". Eher orientiert sich der Film an Genrekollegen wie "Loser" oder "The Girl Next Door", in denen Gags und lustige Szenen bewusst bei Seite gelassen werden, um sich auf die beiden Hauptfiguren und ihre Liebesgeschichte zu widmen. Das ist in soweit erfrischend nett, als dass es beinahe keine ekligen Momente gibt (zwei Szenen mit Schamhaaren und Sperma sind eher dezent gehalten).

Für Baruchel könnte es das Jahr seines Durchbruchs werden;
im Spätsommer ist er neben Nicolas Cage in DUELL DER MAGIER zu sehen

Der Part der aufkeimenden Romanze funktioniert im Film recht gut, da Jay Baruchel als liebenswerter, übertrieben höflicher Durchschnittsmensch, der eines Tages merkt, dass er eben nicht bloß Durchschnitt ist, einen angenehmen Eindruck macht. Die größere Überraschung ist Alice Eve, die in der Rolle seines begehrten Lusttraums zwar erst einmal wie ein typisches 0815 Playmate des Monats aussieht, darüber hinaus aber mehr zu bieten hat. Eve entpuppt sich als charismatische junge Darstellerin, die wundervolle Chemie mit Baruchel aufbringt und dabei auch Sätze wie "Ich trage keine Unterwäsche" sagen kann, ohne gleich billig zu wirken.  

Kirks Lovestory verläuft nach altbekannten Muster, weswegen jeder, der schon mindestens einen ähnlichen Film gesehen hat, die gesamte ablaufende Geschichte bereits im Vorfeld abvermuten kann. Regisseur Jim Field Smith macht seine Sache zwar gut, verfehlt es aber, "Zu scharf um wahr zu sein" mit richtigen Highlights zu würzen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Film aufgrund seiner Oberflächlichkeit länger in Erinnerung bleiben wird, allerdings gibt es nichts zu bereuen, da der Film trotz seines Low-Key Ambientes nett gespielt ist.

Ein Snack für zwischendurch, ein kleiner Gute-Laune Film, der gegen das übrige aktuelle Kinoprogramm allerdings nicht den Hauch einer Chance hat.

Fazit:
"Zu scharf um wahr zu sein" ist eine nette kleine Liebeskomödie mit seichter Teen-Romanze und spärlicher Comedy; charismatische Schauspieler retten ihn vor seinem eher schwachen Script. Eher ein DVD-Tipp.

5 / 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel


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