Story:
Chris (Patrick Wilson) und Lisa ziehen in eine
hübsche neue Gegend, die den Schriftzug Lakeview Terrace trägt. Ihr Nachbar dort
(Samuel L Jackson) ist
ein Cop namens Abel, der anfangs noch nett und sympathisch erscheint, sich recht
schnell aber als gehässiger und extrem unsympathischer Gartenterrorist outet...
regie :
neil labute
cast :
samuel l jackson, patrick wilson
kritik :
matthew sole
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Kritik:
"Lakeview
Terrace" ist ein mittelmäßiger Thriller mit wenigen Thrills.
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"Mr. Dreiberg, könnte ich sie vielleicht für
die Avenger Initiative begeistern?"
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Kritikerliebling Patrick Wilson
(Little Children, Hard Candy) ist meistens überaus
gut und Samuel Popcornfilm Jackson immer sehenswert, allerdings kommt es bei
letzterem auch immer drauf an, was ihm das Drehbuch gerade für eine Figur
spendiert. Glücklicherweise lässt sich sagen, dass der Polizist Abel mit zu den
besten seiner Rollen der letzten Jahre gehört und er damit schauspielerisch
spielend an echte Treffer wie Verhandlungssache anschließen kann.
Abel ist ein knallharter Cop, der insgeheim an dem schmerzlichen Verlust seiner
Frau kaputtging und dadurch eine fragile Persönlichkeit bekam, die stets
zwischen guter Laune, Gewalt, Trauer und Verlorenheit pendelt. Einerseits der
nette Kollege, gute Vater und Spaßkamerad, wird er gegenüber den neuen Nachbarn
nahezu grundlos zum unfairen Terroristen, der bis aufs Blut geht, weil er sich
nicht unter Kontrolle hat. Jackson spielt diese Rolle stark und mit reichlich
Energie, ohne zum haltlosen Choleriker zu verkommen. Gut ist, dass er und Wilson
sich nicht einfach nur steigern, sondern immer wieder ruhiger treffen und der
Geschichte somit eine starke Dynamik verleihen.
Während Jackson immer weiter aufbrausend wird und später auch vor echter Gewalt
nicht halt macht, bleibt Wilson insgesamt eher ruhig, aber realistisch und
vernünftig. Leider bekommt er keine so guten Szenen wie sein Partner, sodass er
und Kerry Washington als Opferpärchen eher langweilig als unterhaltsam
erscheinen. Die Tatsache, dass sie sich untereinander nicht gut verstehen, macht
es dann auch noch schwieriger, ihnen Sympathien zu verliehen.
Wilson und Jackson sind gut - doch am Ende bietet Neil LaBute's Film einfach zu
wenig herausragende Elemente oder Spannungsszenen, um insgesant zu brillieren.
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"Na kommt schon, nur weil du seit 2001 in 12
Filmen mitgespielt hast
und ich in 30, sagt das nichts über die Qualität meiner Auswahl aus".
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Für ein Drama ist die Handlung
von Lakeview Terrace schnell und simpel erzählt und findet zu selten Ruhemomente
um sich richtig zu entfalten; für einen Thriller dagegen passiert einfach nicht
genug und das im zu kleinen Rahmen. Abel lässt seinen Nachbarn z.B. unfreiwillig
von einer Stripperin betanzen und sägt ihm seine Sträucher ab, was allerdings
eher albern und kindisch, als furchterregend und spannend erscheint. In Sachen
Regie ist Lakeview Terrace Standardkost, solide gemacht, allerdings ohne
irgendeine eigene Note. Das typisch vorhersehbare und schwache Hollywood-Ende
gibt ihm dann den Rest, weswegen der Film wirklich nicht zu den besseren Stücken
des Jahres gehört.
Kein kompletter Ausrutscher wie sein letzter Film The Wicker Man - Ritual des
Bösen, aber Neil LaBute hätte auch diesen hier besser machen können.
Fazit:
Das Nachbarduell zwischen Samuel L Jackson und Patrick Wilson ist solides
Abendkino, jedoch nicht das erhoffte Highlight der Saison.
6 / 10
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