Story:
In der Zukunft haben die Zombies die Erde überrannt und beginnen, sich
weiterzuentwickeln. Können sie bald mehr als nur schlurfend nach den Lebenden
trachten? Während sich die Helden diese Frage stellen versucht ein reicher
Tyrann (Dennis Hopper) in einer Festung, die übrigen Überlebenden zu
unterdrücken...
regie :
george romero
cast :
john leguizamo, asia argento
kritik :
christian mester
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Kritik:
37 Jahre nach dem
ersten und 20 nach dem letzten Teil war der Fanandrang riesig, als George Romero
den vierten Teil seiner berühmten Dead-Reihe in die Kinos brachte.
Was man sich davon erhoffte? Eine neue, spannende Geschichte mit den fraglos
besten Zombies des Genres und das ganze auch mal etwas aufwendiger als bei den
vorherigen Teilen. Chefzombie Big Daddy sollte eine Horror-Ikone werden, die
Untoten eine neue Generation von Filmfans begeistern und dank namhaften Stars
wie Dennis Hopper und John Leguizamo sah es zunächst aus, als wär das sogar
machbar.
Nun ist der Film - wie zu erwarten war - tatsächlich schick und die Zombies sind
gut gemacht, das Problem ist aber, dass die grundlegende Story an sich
langweilig ist und versucht, Action im Stil von John Carpentes "Assault:
Anschlag bei Nacht" zu sein. Ein ordentliches Vorbild, das aber leider nie
erreicht wird. Viele der Figuren sind einsilbig und nichts sagend (Asia Argento
ist genau so überzeugend wie in" XxX", "Mentalist" Simon Baker hilflos) und die
einzig ausgebaute Figur (gespielt von "Spawn"-Clown John Leguizamo) ist
allenfalls mittelprächtig. Hopper als Bösewicht ist nichts weiteres als eine
Karikatur, die tief im Schatten seiner wirklich bekannten Rollen aus "Speed",
"Blue Velvet" und "Easy Rider" steht und auch schnell vergessen werden dürfte.
Romero versucht zwar erneut, sozialkritische Aspekte in seinen Film mit
einzubringen, in dem er etwa den barbarischen Umgang mit den Untoten zeigt, aber
da schon "Night", "Dawn" und auch "Day" nur im Ansatz Anspruch besaßen, hat auch
"Land" keine echten Dramenaspekte.
Was unter dem Strich also bleibt ist die Frage, ob die Angriffe der Zombies -
das Hauptaugenmerk des ganzen Genres - an sich denn Spaß machen. Nicht wirklich.
Romero bleibt sich zwar treu, in dem seine Zombies entgegen derer im "Dawn"
Remake und denen der "28 XY Later" Filme wieder langsam schlurfen, er schummelt
aber, indem all seine bewaffneten Soldaten immer entweder durch Unaufmerksamkeit
oder durch scheinbar plötzliches heran Teleportieren der Untoten überrascht
werden, was immer von einem lauten Soundschreck begleitet wird. Spätestens nach
dem dritten Zombieangriff dreht man dann entnervt die Anlage herunter, da es
stört und sich Enttäuschung breit macht, dass Romero keine Spannung mehr
aufbauen kann.
Big Daddy? War offensichtlich als die neue Horrorlegende geplant, jedoch kann
Darsteller Eugene Clark nichts aus seiner Rolle machen, als tumb herumzustolpern
und übermüdet dreinzuschauen.
Fazit:
Ein lahmes Comeback ohne wirkliche Stärken.
4 / 10
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