Story:
Als Mari und Paige in einem Laden einen Gleichaltrigen ansprechen, bietet ihnen
dieser scheinbar harmlos etwas Gras an. Sie gehen mit ihm mit, nicht
ahnend, dass der Rest seiner Familie Killer sind...
regie :
dennis illiadis
cast :
garrett dillahunt
kritik :
christian mester
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Kritik:
Das letzte Haus
links besser meiden.
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Vieles hat man schon über Wes
Cravens Original gehört; dass er verboten, weil so schlimm sei, dass er
insgeheim definitiv mit zu den alten Klassikern gehöre. Wer den Film von 1972 allerdings
selbst mal erwischt ist meist enttäuscht, da er dem legendären Status nicht
einmal ansatzweise gerecht wird. Im Gegensatz zu Cravens späteren Filmen
(Scream, Shocker, Nightmare on Elm Street) ist er nämlich noch sehr amateurhaft,
sehr platt und darüber hinaus auch richtig schlecht gespielt. Das einzig
Auffällige ist seine extrem nihilistische Ader, die man nur selten in
Horrorfilmen vorfindet... weil sie auch nur selten funktioniert.
Gemeint ist damit eine gewisse Richtung, die durch ihre hoffnungslose, witzarme
und trockene Weise ausschließlich realistisch, befremdlich und deprimierend wirken will...
was nur im Zuge einer guten Story oder guten Darstellungen klappen kann (Beispiele:
Irreversible, Henry: Portrait of a Serial Killer, Bad Lieutenant). Hat man das
nicht, bleibt nur eins: schlechte Laune.
Die Grundlagen eines guten ernsten Horrorfilms sind ja auch immer die gleichen:
- man muss mit dem Opfer mitfiebern können. Je höher die Sympathie zur Figur,
desto eher fiebert man mit, will, dass sie es schaffen, dass sie entkommen. Wie
wichtig das ist, sah man vor allem bei Halloween und seinem 2007er Remake: nur
in einem von beiden schert man sich um Laurie Strode.
- das zweitwichtigste ist das Böse selbst. In diesem Fall geht es um Killer,
aber was macht so einen aus? Dass er trotz seiner Taten auf eine Art
charismatisch ist, dass er durch Besonderheiten heraussticht und trotz aller
Grausamkeiten nicht abstoßend wirkt. Ob Kalifornia, Sie7en, Schweigen der Lämmer
oder Resurrection: keine Frage, die Bösen können böse gut sein.
Cravens Original hingegen versemmelte beides damals - und das neue Remake macht es
genau so.
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Zugegeben, es ist besser gemacht
und leicht besser gespielt, aber da hören die Nettigkeiten schon auf.
Wie beim Original ist es so, dass man die beiden Hauptfiguren - zwei hübsche,
aber völlig oberflächliche und charakterlose 0815 Teenager - nur kurz
kennenlernt und es einem dann vollkommen gleichgültig
ist, was mit ihnen passiert.
Was ihnen widerfährt, ist natürlich schlimm (und wird auch zu lange gezeigt),
passiert aber viel zu stumpf. Man ist angeekelt von dem Geschehen, findet sich
im Vergleich zu Filmen wie The Hills have Eyes aber danach in keinerlei Spannung
wieder. Stattdessen passiert alles einfach ohne jeglichen Aufbau. Spätestens
nach einem speziellen Konflikt im Wald ist die Sympathie auf dem Nullpunkt, was
sich bis Ende auch nicht mehr rettet. Auch der recht deftige Einsatz von Blut,
Verstümmelung und Vergewaltigung ändert nichts daran. Alles weitere läuft nach
Schema schon-tausend-mal-gesehen ab, und dass es so tierisch langweilig ist,
liegt zum Großteil auch an den Gegenspielern.
Die Bösen gehören mit zu den schlechtesten
Slasher-Bösewichten der letzten Jahre; selbst eher laue Nummern wie Turistas,
Venom und Prom Night 2008 hatten weitaus bessere. Diese Gang ist vollkommen
unsympathisch, eindimensional und langweilig. Vor
allem Garrett Dillahunt - der Terminator aus der Terminator Fernsehserie - ist
so einsilbig und charakterstark wie ein Spaten. Nahezu armselig ist auch der
schwache Versuch, etwas Drama einzubringen... da der Part etwa die
tragische Tiefe eines Bon Jovi Musikvideos hat.
Filmisch relativ wohl solide Arbeit, aber das sind alle anderen im Kino
veröffentlichten Horrorfilme der letzten 10 Jahre auch.
Zusammengefasst schaut man sich hier also 90 Minuten lang an, wie langweilige
Killer langweilige Mädchen langweilig misshandeln und danach langweilig gerächt
werden. Guter Horror - ist anders.
Fazit:
Kopf in die Mikrowelle und an.
2
/ 10
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