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KRITIK:
LESBIAN VAMPIRE KILLERS


von Christian Mester

LESBIAN VAMPIRE KILLERS (2009)
Regie: Phil Claydon
Cast: James Cordon, Matthew Horne

Story:
Ein Loser und ein Schabernack treibender Pausback fahren in eine Bauernlandschaft, um dort im Kreise großbrüstiger Silikonträgerinnen Opfer lesbischer Vampiramazonen zu werden…

In England sind Cordon und Horne
beliebte Fernsehstars

Kritik:
Dass „Lesbian Vampire Killers“ ein Wortspiel auf „The Fearless Vampire Killers“, dem Originaltitel des Roman Polanski Kultfilms „Tanz der Vampire“ ist, leuchtete ein; dass das „Lesbian“ im Titel auf mögliche Verdoofung des Themas inklusive frivoler Frauenexploitation aus ist, auch; dass der Film aber wahrscheinlich schrottiger Schund ist, auch.

Schon der Anfang schreit schrecklich einfallslos nach „Shaun of the Dead“: ein harmloser Loser, der just seine Freundin verloren hat, schöpft mit Nick Frost-Imitat Pub-Pläne über eine mögliche Zukunft, die über Umwege in einen chaotischen Kampf gegen Vampirpomeranzen samt Idiotenexorzisten endet. Scheint, als hätten die Macher die gestrichenen Sequelpläne eines „Shaun of the Dead II: From Dusk Till Shaun“ aufgegriffen und ihren eigenen Versuch gestartet der nächste große Horrorschmunzler zu werden, doch dieser Versuch war wohl vergebens. „Lesbian Vampire Killers“ will fürchterlich lustig sein, ist aber zu aufdringlich, zu selbstironisch und lacht zu sehr über sich selbst, als das jemals irgendeiner der Witze zünden könnte. Typ1 ist zu inaktiv, zu lethargisch und passiv, Typ2 zu penetrant und fälschlicherweise davon überzeugt, unentwegt zu fluchen sei sehr Tarantino
 


Das holde Geschlecht ist (schauspielerisch) lachhaft flach und bloß insofern charakterisiert, dass eine mit Brille zwangsläufig die einzige mit Grips ist. Wem alles egal ist und nur auf reine Exploitation aus ist, geht nahezu leer aus, da es nur wenige entblößte Busen gibt und sich das Blut exzessiv im Nichtblutbad zurückhält. Bathory hätte darin nicht einmal ihren kleinen Finger waschen können, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Vampirfurien bei jedem Treffer statt Blut weißen Glibber von sich geben (und es verfehlt, "Ghostbusters"-mäßige Glibberwitze zu schaffen).

Kamera und Sets sind allerdings fast akzeptabel und es gibt fraglos ganze Videotheken gefüllt mit schlechter gemachter Filmen, doch „Lesbian Vampire Killers“ ist nicht der abgefahrene, blutige Erotik-Horrorcomedyspaß, den man eventuell hinter dem Titel vermuten könnte - und der er offensichtlich sein will.

Fazit:
Get this: Silvia Colloca ist der größte Star des Films. Berühmt ist sie, weil sie in „Van Helsing“ eine der drei fliegenden Vampirgirls spielte und im Anschluß „Van Helsing“-Dracula Richard Roxburgh heiratete; gegen „Lesbian Vampire Killers“ sieht „Van Helsing“ wie Kunst aus.

1 / 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel


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