Vorwort:
Jede
Minute
wird
irgendwo
auf der
Welt
jemand
mit
einer
Schusswaffe
ermordet;
was für
ein
Mensch
muss man
also
sein, um
daraus
ein
Geschäft
zu
machen?
regie :
andrew
niccol
cast
:
nicolas
cage,
ethan
hawke,
bridget
moynahan,
jared
leto
kritik
:
frederic
garz
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Kritik:
Lange
Zeit hat
man
nichts
mehr von
Nicolas
Cage
gehört,
der 1995
aufgrund
seiner
außerordentlichen
Leistung
sogar
mit dem
Oscar
für „Leaving
Las
Vegas“
ausgezeichnet
wurde.
In der
Vergangenheit
überzeugte
Cage in
den
verschiedensten
Rollen,
ob
Action,
Krieg,
Komödie
oder
Drama,
Nicolas
Cage
etablierte
sich zu
einem
absoluten
Superstar
in
Hollywood
und
erfreut
uns nun
in „Lord
of War –
Händler
des
Todes“
mit
einer
besonderen
Mischung
aus
Thriller,
Drama
und
Komödie
mit
einem
cleveren
Touch
Politik.
Unter
der
Regie
von
Andrew
Niccol
(„Gattaca“)
entstand
ein
abwechslungsreicher
Trip
eines
Ukrainers
der in
die
Vereinigten
Staaten
flüchtete,
um dort
den
Traum
vom
Tellerwäscher
zum
Millionär
zu
verwirklichen.
Sein
kapitalistisches
Denken
brachte
ihn in
die
Waffenschieberei,
in der
er
schnell
ein
glückliches
Händchen
bewies.
Zusammen
mit
seinem
Bruder
baut er
sich
nach und
nach ein
Imperium
an
Waffen
auf und
bildet
geschickt
Verbindungen
zu jedem
Waffenschieber
der
Welt.
Kaltblütig,
engstirnig
und
völlig
abgezockt
ist ihm
jedes
Mittel
recht,
um die
Waffen
an dem
Mann zu
bringen.
Seine
Einflüsse
wachsen
stetig
und sein
Ansehen
im
Untergrund
wächst
unaufhaltsam.
„Lord of
War“
zeigt in
einer
krassen
Erzählweise
den
Aufstieg
eines
Mannes,
dessen
gesamtes
Leben
auf
einer
großes
Lüge und
Betrug
basiert.
Geschildert
wird auf
einer
dramatisch
und
gleichermaßen
witzigen
Art und
Weise,
wie Yuri
Orlow
(Nicolas
Cage)
ein
Traum
von
Luxus
realisiert,
in dem
er mit
dem Tod
handelt.
Die
Erzählung
wird
immer
wieder
von
kleinen
spannenden
Actionszenen
unterstützt,
in denen
der
junge
Agent
Jack
Valentine
(Ethan
Hawke)
versucht,
Orlow
das
Handwerk
zu
legen,
doch
dieser
ist so
kaltschnäuzig,
dass er
immer
wieder
das
Blatt
wenden
kann und
ein
gesetzliches
Schlupfloch
findet.
Mit
diesen
Aktionen,
sowie
den
vielen
Diskussionen
mit
seinem
Bruder
Witali (Jared
Leto),
zeigt
Regisseur
Andrew
Niccol
klar die
Linien
auf und
sorgt
dafür,
dass der
Zuschauer
zu
keinem
Zeitpunkt
Sympathie
für
Nicolas
Cage
entwickelt.
Bei all
den
witzigen
und
zynischen
Monologen,
mit
denen
Yuri
Orlow
seine
Lebensgeschichte
vorantreibt,
bleibt
also die
moralische
Frage
nie auf
der
Strecke.
So
entwickelt
sich
immer
mehr
Dramatik
in den
Handlungen
des
Waffenhändlers.
Seine
gerissene
Einstellung,
was
interessiert
ihn, was
die
Leute
mit
seinen
Waffen
anstellen,
sorgt
beim
Zuschauer
für
Nachdenklichkeit.
Auch der
Hang zur
Realität,
macht
„Lord of
War“ zu
einem
kritischen
und
zynischen
Beitrag
zur
heutigen
Politik,
denn
eines
ist
klar,
der
Stoff
ist
alles
andere
als
erfunden.
Besonders
hervorzuheben
ist die
erstklassige
Leistung
von
Nicolas
Cage der
ein Mal
mehr
brilliert,
und den
eiskalten
Charakter,
der
nicht
mal vor
dem Tod
zurück
schreckt
einfach
perfekt
darstellt.
Er
spielt
den
Waffenhändler,
der
nicht
wirklich
böse
ist,
sondern
eben
einen
Beruf
gefunden
hat,
indem er
gut ist
und für
den er
hohes
Ansehen
erlangt,
so
gerissen
und
überzeugend,
dass man
ihm am
liebsten
gerne
selber
dingfest
machen
möchte.
Ein
Geld-
und
Erfolgshungriges
Tier,
dessen
Beruf
sein
einziger
Lebensinhalt
zu sein
scheint.
In den
Nebenrollen
überzeugen
v.a.
Jared
Leto als
Nic’s
Bruder,
der ihm
zwar
immer
zur
Seite
steht,
im
Gegensatz
zu ihm
aber
nicht so
gerissen
und
profitgierig
ist,
sowie
Ethan
Hawke in
einer
kleinen
Rolle
als
Agent,
der ihm
immer
auf den
Versen
ist,
aufgrund
mangelnder
Beweise
aber
keinen
Erfolg
hat.
Yuri’s
Frau
wird von
Bridget
Moynahan
(I,
Robot)
verkörpert.
Sie
füllt
ihre
Rolle
voll
aus,
steht
aber
meist im
Hintergrund
des
Geschehens.
Auch der
Filmmusik
muss man
ein
Kompliment
aussprechen,
sie weiß
geschickt
die
Szenen
tragisch
oder
zynisch
zu
untermalen
und ruft
ein Mal
mehr
Schmunzeln
beim
Zuschauer
hervor.
Fazit:
Eine
bitterböse
und
zynische
Erzählung
des
Aufstiegs
eines
kapitalistischen
und
eiskalten
Geschäftsmannes,
die der
aktuellen
Politik
einen
Seitenhieb
verpasst
und mit
dramatisch
und
gleichermaßen
witzigen
Szenen
erstklassig
überzeugt.
Nicolas
Cage in
absoluter
Topform,
sowie
reichlich
Zündstoff
und
gesellschaftliche
Kritik.
Anspruchsvolles
Kino,
mit
wenig
bis gar
nicht
Action,
dafür
viel
Stoff
zum
Nachdenken
und
schmunzeln.
8,5
/ 10
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