Kritik:
The Marine
von
Christian Mester
THE MARINE
(2010)
Regie: John Bonito
Cast: John Cena, Robert Patrick
Story:
Ex-Elite Soldat John Triton (John Cena) wollte
eigentlich EXPLOSION - nur ein neues Leben anfangen, doch als
EXPLOSION ein paar Diamantendiebe (u.a. Robert Patrick) seine
Freundin als Geisel nehmen, geht es wieder auf die
EXPLOSION...
Kritik:
Vom Wrestling ins Showbusiness - das hat sich schon
für "Santa Claus mit Muckis" Hulk Hogan und "Daddy
ohne Plan" The Rock ausgezahlt, doch kann John Cena
folgen?
Eine vergleichbare Statur hat er ja (unheimlicher
Weise sieht Cena aus eine eine Steroid-Version von Matt
Damon) und für sein Action-Debüt direkt T2 Terminator Robert Patrick als Gegenspieler zu
kriegen, ist ein wahrer Glücksgriff. Einer, der sich
lohnt, denn Patrick gibt wie zu erwarten einen
hervorragenden Bösewicht ab, der offensichtlich Spaß
an seinem Tun hat und fies zwirbelnd für jede Menge
gute Sprüche sorgt.
John Bonito würzt seinen Actioner
mit vielen Explosionen (tatsächlich
- ständig explodiert irgendetwas),
Verfolgungsjagden und Kämpfen, doch
auch wenn das späte Finale recht feurig
wird, bleibt alles davor eher zahm.
Das Problem ist die Altersfreigabe,
denn in den USA wurde der Film trotz
seiner offensichtlich
gewaltorientierten Handlung für eine
Freigabe ab 13 entwickelt. Das
bedeutet lasche Auseinandersetzungen
und der Verzicht auf härtere
Wortwahl, wodurch "The Marine"
insgesamt recht weichgespült wirkt.
Die Handlanger Patricks sind alle
samt flache Dumpfbacken, die zu
leicht abgefertigt werden, Cenas
Freundin könnte nicht
offensichtlicher aus dem
Musterkasten für blonde Geiseln
entstammen und Cena selbst... nun
der ist muskulös und offensichtlich
in der Lage Kokosnüsse mit den
bloßen Händen auszupressen, doch
schauspielerisch fällt er sogar
hinter Hulk Hogan ab. Hogan mag so
stumpf wie brachial sein, hat
aber (zumindest albernen) Charakter, den Cena nicht
aufweisen kann. Cena bemüht sich, so
emotionslos und eisern zu wirken wie
Patrick in besagtem "Terminator 2"
(oder ist es gar einfach nur das
völlige Fehlen jeglichen
Schauspieltalents?), was jedoch
überhaupt nicht zu einem
verzweifelten Freund passt, der um
das Leben seiner Freundin besorgt
ist. Mehrmals versucht "The Marine"
darauf anzuspringen und versagt.
Fazit:
"The Marine" ist flott inszeniert,
voller Action und kommt mit einem
starken Bösewicht daher, wirkt aber
beschnitten. Dazu ist Cena ein
Windbeutel, der wohl eher als
Stuntman als ein Schauspieler
arbeiten sollte. Ein Action-Snack
für Genrefans.
4 /
10
10
- Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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