Film Kritik
 
Film Kritiken
Vorschau
Diskussion
Gewinnspiele
DVDs
Kontakt

<< Zurück
 


 


 

 
Kritik: The Mechanik

Story:
Nick Cherenko (Dolph Lundgren) ist Automechaniker in einer kleinen Stadt. Eines Tages werden er und seine Familie in eine blutige Schießerei verwickelt, in der seine Frau und sein Sohn den Tod finden. Jahre später, Nick immigrierte in die Vereinigten Staaten und geht dort einem normalen Leben nach, wird er von der Vergangenheit eingeholt.

Eine verbitterte Frau unterbreitet ihm ein Angebot. Er soll ihre Tochter aus den Fängen russischer Krimineller befreien, dieselben, die seine Familie auf dem Gewissen haben. Mit einer Gruppe Profikillern lässt er sich auf die waghalsige Mission auf Leben und Tod ein ….


regie :
dolph lundgren
cast  : dolph lundgren
kritik :
frederic garz

_____________________________________________________________________________


Vorwort:
Vor allem in den 80er und 90er Jahren glänzte Lundgren mit Actionfilmen wie „Red Scorpion“, „The Punisher“ oder „Showdown in little Tokyo“. Seine Rollen waren meist sehr ähnlich, so galt es immer möglichst viele Badgyus über den Haufen zu schießen und Gebäude sowie Autos in die Luft zu jagen. Geboten wurde anspruchslose Unterhaltung, mit hohem Gewaltlevel sowie jeder Menge Machosprüche. Hinzu gesellten sich unrealistischen Stunts und eine fadenscheinige Story. Man darf also gespannt sein, ob die Inszenierung Lundgrens Erfolg mit sich bringt, oder ob er sich verzettelte und sich doch wieder auf die Schauspielerei besinnen sollte.

Kritik:
„The Mechanik“ ist nach „The Defender“ bereits Lundgrens zweite Regiearbeit innerhalb kürzester Zeit. Doch nicht nur die Inszenierung sondern auch die Hauptrolle übernahm Dolph in seinem zweiten Actionreißer erneut selbst. Im Grunde wird eine oberflächliche Rachestory erzählt, in der Dolph’s Charakter nebenbei noch versucht, die gekidnappte Tochter aus den Händen der Bösen zu entreißen.

Nicht mehr aber auch nicht weniger. Viel Dramatik bietet die Geschichte nicht, dennoch gibt es ein paar nette Einfälle, so z.B. die Rückblenden, in denen Dolph das Massaker seiner Familie noch mal vor Augen geführt wird. Eben eine Story, wie sie simpler gestrickt für einen Actionfilm, mit dem Schwerpunkt Action, nicht sein könnte.

Dolph gelingt es, das Wenige aus der Story herauszukitzeln und mit geschickt platzierten Actioneinlagen für einen hohen Unterhaltungsfaktor zu sorgen. Zwar besteht die Mitte des Filmes aus der ein oder anderen Länge, da hier die Flucht und die Unterkünfte etwas zu weitschweifig erzählt werden, aber der famose Showdown und die v.a. in Hälfte eins großartig inszenierten Actionsequenzen lassen darüber locker hinwegsehen.

Präsentiert wird ein Actionfilm im Stil der guten alten Zeit, in dem Böse noch böse sind und Action noch Action ist. Das merkt man in den Actionszenen, wie in der Story. Ein wirklich großes Lob muss man Regisseur Dolph Lundgren bei der Inszenierung der Actionsequenzen aussprechen. Hier erkennt man, dass Dolph schon in vielen Actionfilmen mitwirkte und sich eine Menge Wissen angeeignete.

Entgegen dem Trend, Action unblutig auf das Niveau von Kindergartenkindern herunter zu schneiden, packt Lundgren seine Trickkiste aus, und fährt allerlei schwere Geschütze aus. Man fühlt sich sichtlich an die alten Zeiten erinnert, als Shootouts noch derbe blutig spritzten und Einschüsse in Wänden und Autos nur so Funken sprühen liesen.

Die Fights wurden perfekt choreographiert, schnelle Schnitte und verwackelte Kameraeinstellungen, wie wir sie aus vielen B-Movies kennen, gehören der Vergangenheit an. Man legte Wert auf eine saubere Inszenierung jeder einzelnen Actionszene, die handwerklich sehr gut ausgearbeitet wurden. Knochenbrüche in Nahaufnahme, Kicks und Moves in toller Zeitlupe sowie permanenter Einsatz großkalibriger Schusswaffen sind die Markenzeichen von Lundgren’s „The Mechanik“. Die Locations wurden auch gut gewählt, sie bieten viel Platz für Schießereien und spannende Momente.

Dolph Lundgren spielt seine Rolle des EX-Soldaten der seine Familie verlor und nun eine zweite Chance für seine Rache bekommt gewohnt gut. Durch die Rückblenden bleibt sein Charakter glaubwürdig und zeigt Gefühle, ohne aber das Hauptaugenmark von der Action abzulenken. Im Grunde wird alles richtig gemacht, er gibt seinem Charakter etwas menschliches, um ihn nicht als eiskalte Killermaschine dastehen zu lassen. Somit weiß der Film neben den tollen Actionszenen auch in ruhigeren Szenen zu überzeugen, die allerdings für meinen Geschmack etwas zu lang ausgefallen sind, v.a. im Mittelteil des Filmes.

Ja der Mittelteil, würde sich dieser nicht so endlos lange ziehen, dann hätte „The Mechanik“ weitaus besser abgeschnitten. Ihre Flucht vor den Killern ist unspektakulär und nicht sonderlich spannend, ja geradezu langweilig. Das es bei einem Actionfilm dieser Art nicht auf Oscar-Reife Story ankommt ist verständlich, dennoch sollte man den Spannungslevel nicht vernachlässigen und den Zuschauer von Zeit zu Zeit mit Actionszenen bedienen, denn über die obligatorischen Klischees und Ungereimtheiten versucht man ja sowieso schon hinwegzusehen.

Fazit:
Mit „The Mechanik“ zeigt Dolph Lundgren seinen Kollegen Seagal und Van Damme wo der Hammer hängt. Seine zweite Regiearbeit schlägt ein wie eine Granate. Wenig Story, viel Action und die möglichst blutig und spektakulär, das war wohl die Devise.

Hut ab Mr. Lundgren, im Vergleich zu ihren DTD-Kollegen beweisen sie, dass es heute noch möglich ist ohne Rapper und PG-13-Teene-Filmchen ordentliche Actioner zu inszenieren, die brutal und knallharte Action zeigen, wie wir sie Jahrelang vermissten. Vielen Dank.



6,5 / 10

_____________________________________________________________________________



:::::...:
Diskussion im Forum





























 

 
Film Forum
Diskutiere mit anderen über die neuesten Gerüchte, die aktuellen Filme, den kommenden Highlights, den TV Top Serien und über Gott und die Welt!

Zum Forum!


 




alle genutzten Promomaterialien diverser Filme
Copyright den entsprechenden Besitzern
alle Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright 2005 bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich