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Film Kritik
 
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Kritik: Mercenary for Justice

Story:
Steven Seagal ist John Seeger, ein eiskalter Söldner, der auf eine unfreiwillige Mission geschickt wird: Er soll den Sohn eines reichen Drogenbosses aus einem, als ausbruchssicher geltenden, Gefängnis befreien. Ansonsten wird man die Familie eines verstorbenen Kameraden töten. Ein tödlicher Wettlauf mit der zeit beginnt…

regie :
christophe gans
cast  : steven seagal
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Auf den ersten Blick, erkennt man nicht gleich, dass man es mit einem Seagal-Film zu tun hat. In der Tat, denn „Mercenary for Justice“ ist mehr ein Thriller mit vielen Actionelementen als ein klassischer Seagal-Film der alten Zeiten, in denen er sich vorwiegend Mann gegen Mann Gefechte und dutzenden wilde Schießereien gegönnt hat.

Nein, „Mercenary for Justice“ von Regisseur Don E. FauntLeRoy, der auch schon für den Seagal-Hit „Today You die“ verantwortlich war, liefert dieses Mal einen rasanten Action-Thriller ab, der ein solide Story, durchschnittliche Schauspieler und viel Action bietet.

Ein wenig Intrige hier, ein bisschen Korruption dort, ein Hauch von Entführung sowie Erpressung und schon hat man einen halbwegs spannenden Plot, der die eine oder andere Wendung besitzt und die einzelnen, meist groß angelegten Actionsequenzen wunderbar miteinander verbindet.

Auf diese Weise kommt nur selten Langeweile auf. Das mag aber auch daran liegen, dass Steven Seagal nicht immer im Mittelpunkt steht. Eine große Abwechslung an Schauplätzen sorgt dafür, dass die Actionsequenzen gut verteilt wurden und nie einseitig wirken. Schussgefechte in Banken, Fights auf Restaurant-Toiletten sowie Explosionen und hitzige Feuergefechte in fernen Ländern sorgen für ausgezeichnete Action-Unterhaltung.

Ähnlich wie bei „Submerged“, haben wir es nicht mit einem typischen Seaga-Film zu tun, sondern eher einen Actionthriller mit Seagal, was für Action-Kenner ein großer Unterschied ist. Dass Seagal an Volumen zugenommen hat, damit müssen wir leben, aber dass wir ihn endlich wieder in Nahkampf-Aktionen bewundern dürfen erfreut sicherlich nicht nur die eingefleischten Fans des Kampfsportfreaks.

Die Fights sind erstaunlich gut choreographiert, man bekommt eine tolle Übersicht bei den Kämpfen geboten und auch wackelige Kameraeinstellungen, bescheuerte Schwenks und irrsinnige Zoom-Einlagen gehören der Vergangenheit an. Rech brutal geht es außerdem zur Sache. Genick- und Knochenbrüche liegen an der Tagesordnung und werden brutal in Szenen gesetzt.

Bei den Schießereien bietet uns Regisseur Don E. FauntLeRoy eine gute Optik, weiß geschickt mit der Kamera umzugehen und bietet den ein oder anderen Feuerhagel mit hohem Grad an Brutalität. Neben zahlreichen, vor Blut triefenden Shootouts, sowie einem extrem hohen Bodycount werden auch aufwendige Explosionen z.B. von Autos geboten.

Bei den Schauspielern ist bis auf Steven Seagal kaum ein bekanntes Gesicht dabei. Seagal spielt gewohnt rustikal, wortkarg und bewegt fast keine Mime. Nichts Neues also, umso mehr erfreut es einen, wenn man in das Gesicht der Newcomerin Jacqueline Lord blickt, die einen netten Auftritt hat und ihr Filmdebüt gibt.

Hüben wie drüben, für den DTV-Sektor typische, durchschnittliche Akteure, die aber gut in den Plot passen und nicht, wir in früheren Seagal-Werken an der Lächerlichkeit gerade noch vorbeischrammen.

Fazit:
Merceneray for Justice“ ist ein gerade noch als „gut“ zu bezeichnender Action-Thriller, der solide Spannung und viel Action bietet und sowohl für eingefleischte Seagal-Fans als auch für die breite Masse gute Unterhaltung auf geringem Niveau darstellt.


05 / 10

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