Story:
Sonny
Crockett
und
Ricardo
Tubbs
sind
zwei
Cops in
Miami,
die vom
FBI den
Auftrag
bekommen,
sich bei
dem
mächtigen
Drogenboss
Jesus
Montoya
einzuschleichen.
Bei der
Drogenfahndung
gibt es
nämlich
einen
Maulwurf,
und
durch
ihren
gewagten
Undercover-Einsatz
erhofft
man sich
eine
Lösung.
Dies
wird
schwieriger,
als sich
Crockett
in
Montoya's
Gespielin
Isabella
verliebt.
regie :
michael
mann
cast
:
colin
farrell,
jamie
foxx,
gong li
kritik :
christian
mester
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Kritik:
Das
Konzept
garantierte
den
Erfolg
eigentlich
schon im
vorraus,
aber das
Endprodukt
der
Miami
Vice
Neuauflage
schafft
es
leider
nicht
ganz,
sein
Potenzial
kraftvoll
auszuschöpfen.
An
Regisseur
Michael
Mann
selbst
soll es
nicht
liegen;
sein
neuer
Film
übertrifft
Vorgänger
Collateral
bei
weitem -
in
Sachen
Optik.
Der Mix
aus
wundervollen
Panorama-Aufnahmen
und
dreckigem,
hautnahen
Einsatz
von
beweglichen
Kameras
in der
Nacht
bringt
die Welt
des
Films
perfekt
herüber,
so dass
man sich
wünschen
mag,
Mann
nutze
seine
neue
HD-Kameras
bei
vielen
weiteren
Filmprojekten.
Frauenschwarm
Colin
Farrell
gilt
schauspielerisch
momentan
als das
Equivalent
des
jungen
Keanu
Reeves:
hölzerne
Perfomance
mit
geringer
Reichweite,
wenig
Abwechslung.
Das
trifft
leider
auch
hier auf
seine
Rolle
als
Crockett
auf.
Vergleicht
man ihn
mal mit
Mel
Gibson
als
Martin
Riggs,
wird
schnell
klar,
dass er
noch
einiges
lernen
muss und
nicht
unbedingt
die
stärkste
Wahl für
eine
Hauptrolle
ist. Er
ist
nicht
schlecht,
aber man
wünscht
sich
einfach
soviel
mehr als
das.
Die
zweite
Hauptrolle
des
Films
hat
nicht
etwa
Jamie
Foxx,
sondern
Gong Li
als
zwielichte
Vermittlerin,
die sich
Hals
über
Kopf in
Crockett
verliebt.
Die
asiatische
Schönheit
macht
aus
wenig
viel und
ist mehr
als nur
nette
Hintergrunddekoration;
schauspielerisch
ohne
Frage
das
beste in
Miami
Vice.
Wieso
Jamie
Foxx nur
wenige
Szenen
bekommen
hat,
bleibt
ein
Rätsel.
Der
Oscar-prämierte
Topschauspieler
verblasst
hier als
notorisch
gelangweilte
Nebenrolle,
dessen
Lustlosigkeit
überrascht
und den
Film ein
Stück
kälter
macht.
In
Jarhead
und
Stealth
war er
noch
weniger
zu
sehen,
machte
sich da
aber
weitaus
besser
als
hier.
In
weiteren
Rollen
finden
sich
Ciaran
Hinds
(Cäsar
aus
"Rome"),
Naomie
Harris
(Tia
Dalma
aus
"Fluch
der
Karibik
2"),
Justin
Theroux
(Joe aus
"Six
Feet
Under")
und John
Ortiz,
der auf
den
ersten
Blick
Naveen
Andrews
aus Lost
extrem
ähnlich
sieht;
jedenfalls,
alle
sind
gut,
aber
kaum zu
sehen.
Kommen
wir zum
größten
Knackpunkt:
Miami
Vice ist
kein
Actionfilm.
Der
Trailer
verspricht
es zwar,
Möglichkeiten
hätte es
auch
genug
gegeben,
aber
Miami
Vice ist
ein eher
ruhiges
Drama
mit
Schwerpunkt
Lovestory
geworden.
Die
Liebesgeschichte
zwischen
Crockett
und
Isabella
ist Herz
des
Films,
funktioniert
aber
wegen
der
einseitigen
Ausdruckslosigkeit
leider
nur
selten.
Neben
der
erstklassigen
Gong Li
erscheint
Crockett
nämlich
farblos
und
derart
unmotiviert,
dass es
schwer
fällt,
sich für
seinen
Teil der
Geschichte
zu
interessieren.
Bei der
Zusammenarbeit
mit
seinem
Partner
sieht es
ähnlich
aus: das
Bild der
Routine
wird
vermittelt,
die nach
langjähriger
Arbeit
eintritt
und den
Partner
so
wichtig
wie das
eigene
Leben
macht.
Blindes
Vertrauen,
absolute
Sicherheit.
Das ist
ja auch
in
Ordnung,
nur ist
ein Satz
("Meine
Frau ist
mir
mindestens
so
wichtig
wie das
mit uns
beiden")
für eine
ausreichende
Charakterisation
einfach
zu
wenig.
Crockett
und
Tubbs
sollten
ein Team
sein wie
Riggs &
Murtaugh,
Bill &
Ted, Bad
& Boys.
Dafür
fehlt
aber der
persönliche
Background,
die
kleinen
Eigenheiten,
Insiderwitze,
das
Aufeinandereingehen,
Angewohnheiten,
einfach
das
"Leben"
der
beiden.
Noch
etwas,
was man
hätte
besser
machen
können.
Wie
schon
bei
allen
Mann
Filmen
zuvor
ist auch
hier
wieder
die Wahl
der
Musik
vortrefflich
gelungen,
und wer
Linkin
Park
oder Hip
Hop am
laufenden
Band
befürchtet,
kann
aufatmen
- das
gibt es
nur im
Club in
der
Eröffnungsszene.
Es fällt
allerdings
auf,
dass
Mann Fan
der Band
Audioslave
ist, die
mit
mehreren
Songs zu
hören
sind.
Ordentliche
Action
hätte
Miami
Vice
verdammt
gut
getan,
denn
abgesehen
von
einem
kleinen
Showdown
am Ende
gibt es
fast
überhaupt
keine zu
sehen.
Zwar
fliegen
Helis,
Hubschrauber,
Flugzeuge,
Sportwagen
und
Rennboote
nur so
durchs
Bild,
allerdings
immer
nur...
solo.
Verfolgungsjagden
ala Bad
Boys II
oder
Lethal
Weapon
sind
gewissermaßen
nicht-existent.
Eine
Parodie
ala
"Starsky
& Hutch"
hätte
dieser
TV-Serien-Umsetzung
wahrlich
noch
schlechter
getan,
aber
Michael
Mann
verpasst
leider
völlig,
aus
Miami
Vice
einen
Topfilm
zu
machen.
Schade.
Einzig
die
gewisse
"Klasse",
die Mann
dem
ganzen
verleiht,
rettet
ihn vor
der
Mittelmäßigkeit.
Fazit:
Miami
Vice
sieht
schick
aus und
hört
sich gut
an, hat
aber für
einen
Actionfilm
viel zu
wenig
Action
und für
ein
gutes
Drama zu
schwache
Figuren.
Mann's
neuer
ist gut,
aber
kein
Blockbuster
der
Erwartungen.
6
/ 10
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