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Film Kritik
 
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Mimic

Story:
Als ein Experiment mit Kakerlaken schief geht, verschwinden diese in den Untergrund und entwickeln sich rasend schnell weiter. Einige Zeit später gibt es erste Vorfälle, bei denen Überlebende von unheimlichen Kreaturen in Menschengröße sprechen - die Forscherin, die das Experiment gestartet hat, steigt hinunter in den Untergrund.

regie :
guilermo del toro
cast  : john barker
kritik : alexander schulz
 

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Kritik:
Vom düsteren Horrorfilm, den die ersten paar Minuten versprechen, bleibt am Ende von "Mimic" leider nicht mehr viel übrig. Klar, düster ist er schon, und das sogar durchgängig, die Szenen wo es mal nicht regnet oder die Sonne scheint kann man zählen, aber wird er dadurch spannender? Nein, nicht einmal Atmosphäre baut sich hier auf (was doch eigentlich kein Problem hätte sein sollen), statt dessen herrscht gepflegte Langweile.

Die Story ist so alt wie einfallslos und so ziemlich jede Szene sehr vorhersehbar. Del Toro benutzt hier fast jede Klischeehorrorfilmstilmittel, die es gibt. Vom "nicht-sehen" des Ungeheuers am Anfang des Films, über plötzlich zuschlagende Türen (Huch, was hab ich mich jetzt aber erschreckt!) bis hin zu Hetzjagden aus der Konserve. Diese finden in der unendlich tiefen Kanalisation von New York statt (komisch, wie die New Yorker die Schächte 8-Stockwerke tief in den Granit gemeißelt haben ...und wozu? Aber Logik spielt hier ja keine Rolle...) und Verlaufen nach dem immer gleichen, aus etlichen anderen Alien- und Monsterfilmen bekannten Schema X. Bevor das Monster richtig zu sehen ist (und eigentlich auch noch danach) kommt dazu noch das 10-kleine Negerleinprinzip beim Sterben der Darsteller.

Diese spielen flach und schemenhaft. Von keinen erfährt man etwas persönlicheres, von einer Bindung zum Zuschauer will ich erst gar nicht sprechen.... Die bunte Truppe, die dann durch die Kanäle hetzt besteht dann schließlich aus der emanzipierten Frau, ihrem charakterlosen Ehemann, einem russischen Vater (der mir immer noch am symphatischsten war), dessen Kind (sozusagen als Identifikationsfigur für unsere lieben Kleinen) und dem Vorzeigeschwarzen, bei dem wirklich kein Klischee ausgelassen wird.
Da hätte man gleich LL Cool J verpflichten können...

Richtig Probleme bekommt der Film dann auch, nachdem man das mittelmäßig animierte Monster das erste Mal gesehen hat und es also keine "unbekannte Gefahr" mehr darstellt. Dann gleicht das ganze nur noch einem schlechten Alienverschnitt.
Das Ende ist spektakulär (jedenfalls von den Effekten), wenn auch wieder vorhersehbar und absolut unrealistisch.

Fazit:
Noch ein kurzes Wort zur Musik: Ich weiß nicht, wer sie geschrieben hat, aber sie rundet das Gesamtbild des Films als mittelmäßiger Abklatsch perfekt ab. Sie ist übertrieben, teilweise kitschig.....eben 08/15 Standart Horrorware. Aber es ist doch immer noch toll, wenn man angebliche Schockeffekte anhand des Anschwellens der Musik schon vorzeitig erkennen kann.

02
/ 10

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