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Film Kritik
 
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Kritik: Mord und Magaritas

Story:
Der Spießer Danny (Greg Kinnear) sitzt eines abends enttäuscht in einer mexikanischen Hotelbar, als er den völlig verrückten Julian Noble (Pierce Brosnan) kennenlernt.
Der ungepflegte Mann mit den Zuhälterklamotten stellt sich schließlich als Auftragskiller vor, der mitten in der Midlife-Crisis steckt. Zunächst glaubt Danny ihm das nicht, doch schon bald sieht er der Wahrheit ins Auge - und der Mann lässt ihn nicht mehr in Ruhe.

regie :
carlos saldanha
cast  : pierce brosnan, greg kinnear
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Mord & Magaritas, oder "The Matador" wie er im Original heißt, ist ein durch und durch sehenswerter und lustiger Film, was vor allem an Pierce Brosnan liegt.

Ob als Bond, Thomas Crown oder Remington Steele; Brosnan ist den meisten bekannt als netter, charmanter Gentleman, der reichlich oberflächlich bleibt. Nicht so Julian Noble. Der Typ ist vieles auf einmal: ein mieser Mistkerl, ein Perverser mit Identitätskrise, ein weinerlicher Jammerlappen, ein schleimiger Lügner und auch ein Killer ohne Gewissen. Er lackiert sich die Nägel und legt alles flach, was Brüste hat; er flirtet mit Schulmädchen und läuft mit Stiefeln und Badehose durchs Hotel - und eigentlich wollte er Cheerleader werden.

Brosnan, der den Film auch produziert hat, ist hier einfach großartig. Er spielt seine ausgefallene Rolle so gut, dass er ohne Zweifel für einen der goldenen kleinen Kerlchen hätte nominiert werden können. Die einzig anderen beiden, die diese Figur sonst noch überzeugend spielen könnten, wären Jack Nicholson und Johnny Depp.

Kinnear und Hope Davis, die das spießige Ehepaar spielen, sind ebenso gut und ergänzen sich großartig, ohne klischeehaft zu wirken. Es gibt viele grandiose Szenen und auch wenn man wenig Spannung oder wirklichen Plot erwarten sollte, bleibt man stets neugierig dabei.

Die meisten lustigen Stellen ergeben sich aus dem bizarrem Verhalten Nobles, der wie ein alter Stier nach einem Matador mit rotem Tuch sucht. Entgegen des Titels hat der Film übrigens fast nichts mit Stierkämpfen zu tun, er ist lediglich Schauplatz des ersten größeren Treffen der beiden. Das besiegen oder hinrichten der Tiere in der Arena wird gottseidank nicht gezeigt.

Die Regie ist sehr südamerikanisch halten und schlägt sich in vielen starken Orange und Grün-Tönen wieder, die einem leichtes Urlaubs-Feeling geben. Alles ist sehr locker und beschwingt gehalten.

Wer die Kritik bis hierher verfolgt hat, der weiss mit Sicherheit schon ob der Film was für einen ist, oder ob man nicht doch lieber was kommerzielleres sehen sollte. Wer es wagt, wird sehr gut unterhalten werden.

Großes Schauspiel, großartiges Drehbuch -


8
/ 10

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